Renault Concept Z.E.: Kangoo Be Bop mit Elektroantrieb

Transporter und Lkws

renault_concept_car_ze_2008_front Neben der luxuriösen Hybridstudie Ondelios zeigt Renault auch die Zero-Emissions-Studie Z.E. Concept auf dem Pariser Autosalon. Die Studie auf der Basis des neuen Renault Kangoo Be Bop verfügt über einen Elektromotor mit 70 kW Leistung und einem maximalen Drehmoment von 226 Nm.

Die Energie speichert eine moderne Lithium-Ionen-Batterien. Externe Verbraucher wie Licht, Heizung oder Klimaanlage wurden auf höchste Effizienz ausgelegt, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen.

 

Karosserie nach dem Thermoskannen-Prinzip
Die wärmeabweisende Lackierung sowie eine besonders aufwändig wärmegedämmte Karosserie sollen die Temperaturschwankungen im Innenraum reduzieren. Die Karosserie funktioniert nach dem Prinzip einer Thermoskanne. Sie besteht aus einer doppelten Wand, die einen Luftumlauf zwischen den beiden Wänden ermöglicht. Sie hilft, die Temperaturunterschiede zwischen Außen und Innen auszugleichen. Dadurch können die Größe und der Einsatz besonders starker Energieverbraucher wie Klimaanlage und Heizung stark reduziert werden, was die Batterie schont und die Reichweite verlängert. Zusätzlich soll die lichtgrüne Tönung der Verglasung, physikalisch bedingt die größte Temperaturbrücke, die Wärmedämmung unterstützten.

Solarkollektoren auf dem Dach liefern zusätzlich Energie zur Wärmeregulierung im Innenraum. Normalerweise ist der Energiebedarf zum Herunterkühlen eines Fahrzeugs extrem hoch, wenn es in praller Sonne geparkt war. Die Sonnenkollektoren kühlen mit Hilfe eines Ventilators den Innenraum automatisch herunter, wenn das Fahrzeug in der Sommerhitze parkt, und vermeiden somit, dass die Klimaanlage beim Wegfahren zu stark in Anspruch genommen wird.

Die gesamte Architektur der Wärmezufuhr und Klimatisierung wurde entwickelt, um eine besonders effiziente Bilanz von Leistung zu Verbrauch zu erzielen. Vor allem im Gesicht und an den Händen lassen sich Temperaturunterschiede stark spüren. Doch selbst wenn die Temperatur im Innenraum nur 15 Grad beträgt, genügt eine sanfte Luftzufuhr dicht an diesen empfindlichen Stellen (zum Beispiel durch ein warmes Lenkrad), um das Wohlbefinden des Fahrers zu erhöhen. Gleichzeitig lässt sich der Stromverbrauch weiter verringern.

Die Außenspiegel, die sich auf die Aerodynamik der Fahrzeuge nachteilig auswirken, wurden durch stromlinienförmige Kameras ersetzt und werden ebenfalls durch die Solarkollektoren mit Strom versorgt. Darüber hinaus verbessern die geschlossenen Alufelgen die Aerodynamik. Auch die Scheinwerfer tragen zum niedrigen Energieverbrauch bei. Sie sind mit leistungsstarken Leuchtdioden ausgestattet und sehr langlebig.

Interaktiv und "eingebauter" Elektro-Roller
Eine außen an der Fahrertür platzierte Leiste beginnt zu leuchten, wenn sich die Passagiere nähern. Wie bei einem Handy signalisiert diese leuchtende Anzeige den aktuellen Ladezustand der Batterie. Die Studie verfügt über einen Elektro-Roller im Kofferraum, der für Kurzstrecken im Innenstadtbereich gedacht ist. Während der Fahrt mit dem Z.E. wird die Batterie des Rollers automatisch wieder aufgeladen.

Das Multimedia- und Navigationssystem soll ebenfalls zur Energieeinsparung beitragen. So werden die effizientesten Routen berechnet, wird das nächste freie Parkhaus signalisiert (um unnötige Suchfahrten zu vermeiden) und wird angezeigt, welche Ladestation mit der verbleibenden Reichweite noch erreichbar ist. Ein direkt an das Armaturenbrett angeschlossenes Handy überträgt zudem Informationen zwischen Fahrzeug und Fahrer und macht einen Bordcomputer überflüssig, der mehr Energie verbraucht.

(mp/wattgehtab.com)

 


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