RWE-Ladesäulen in Essen nehmen Betrieb auf

Stromlade-Infrastruktur

rwe-strom-tankstelle-essen-30072009 RWE präsentiert im Ruhrgebiet die „Tankstelle der Zukunft“. Dort fließt weder Super noch Diesel, sondern Strom. In der Essener Innenstadt können sich Besucher ab sofort rund um das Thema Elektroauto informieren und sich als Beifahrer selbst von den PS-starken Wagen überzeugen.

„Das Pilotprojekt Autostrom ist für uns sehr wichtig, wir sind froh, in Essen Ladesäulen aufstellen zu können. So lernen wir, was wir genau brauchen, um Elektro-Mobilität zum Erfolg zu verhelfen und wie ein erfolgreiches Geschäftsmodell für die Zukunft aussehen könnte“, sagte Dr. Leonhard Birnbaum, RWE-Vorstand für Strategie.

In Essen stehen seit Donnerstag (30.07.2009) 11 Ladesäulen. RWE will mit dem Dortmunder Energieversorger DEW21 nun auch in Dortmund die Ladeinfrastruktur ausbauen. 

Die RWE-Experten gehen davon aus, dass schon 2020 bis zu 2,5 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren werden. In Berlin hat RWE bereits 56 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge aufgestellt, bis Mitte 2010 sollen es 500 sein.

Um es künftigen E-Autofahrern so einfach wie möglich zu machen, treibt RWE internationale Standards für Elektromobilität für die Schnittstelle zwischen Ladesäule und Fahrzeug gemeinsam mit mehr als 20 führenden europäischen Energieversorgern und Autobauern voran. Das RWE-Ziel ist es, elektrisches Laden so einfach wie Parken, die Abrechnung so einfach wie beim Handy zu machen.

Noch in diesem Jahr erhalten neben Essen und Dortmund auch Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Stuttgart und München Ladepunkte. Die Ballungsräume sind jedoch nur der Anfang. Langfristiges Ziel ist ein flächendeckendes Netz mit Ladepunkten – und zwar in ganz Europa. Aus diesem Grund machen sich 20 Unternehmen für die Entwicklung eines standardisierten Ladesteckers stark, mit dem die Besitzer von Elektroautos überall tanken können.

Auch Sixt unterstützt die Roadshow. Dazu stellen Sixt, RWE und Siemens einen eRUF, einen eRUF Greenster und zwei Tesla Roadster für organisierte Testfahrten zur Verfügung. Die Besucher der Roadshow können den Elektro-Fahrspaß live testen. Diese Autos sind an der „Tankstelle der Zukunft“ bis zum 8. August auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen zu sehen. Danach geht die Roadshow durch Deutschland weiter.

 


 

Die Stationen der Roadshow: 
(Standplatz abrufbar unter www.rwe-mobility.com)

Essen, 30. Juli bis 08. August 2009 
Düsseldorf, 14. August bis 19. August 2009
Hamburg, 27. August bis 2. September 2009 
Frankfurt/Main, 10. bis 27. September 2009
München, 8. bis 14. Oktober 2009
Mainz, 22. bis 28. Oktober 2009

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #4 2009-08-14 23:42
Der Tesla soll laut Datenblatt 13kwh auf 100km brauchen. Bei 800g/kwh CO2 komme ich da auch 104g/km - das ist ein super Wert den selbst Diesel-Kleinwagen meist nicht erreichen - und das mit der Dreckschleuder Kohlekraftwerk. Mit Wind- oder Sonnenstrom siehts noch gant anders aus.
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0 #3 2009-08-14 22:50
Ich kann dieser Rechnung so nicht nachvollziehen.

Nehmen wir mal das geplante Kohlekraftwerk von Vattenfall bei Hamburg mit einem CO2 Ausstoss von 720g/kWh elektrisch. Aufgerundet auf 800g zur Berücksichtigun g der Uebertragungs- und Ladeverluste, fährt ein Tesla Roadster mit einer kWh 5km. Der Ausstoss entspricht damit für CO2 160g/km. Ein leistungsmässig etwa vergleichbarer benzingetrieben er Sportwagen würde sehr viel mehr CO2 produzieren (270-490 g/km). Im Lokalverkehr wäre dabei der Vorteil desselben Elektrofahrzeug es noch grösser. Bei dieser Rechnung hätten wir dann erst noch keine Verluste für den Transport und die Herstellung von Benzin eingerechnet.
Weitere Rechnungen zur Energieeffizien z elektrischer Fahrzeuge habe ich mal hier (web.me.com/alfredar/Alfreds_Pages/Electric_Cars.html) etwas zu erläutern versucht.
- Alfred
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0 #2 2009-08-13 13:28
Natürlich ist es anzustreben, die Energie zu 100% regenerativ zu erzeugen. Dieser Wandel ist aber unabhängig vom Ausbau der Infrastruktur der es zukünftig eben auch ermöglicht, regenerativen Strom in Fahrzeugen zu nutzen.

Und um die Kirche im Dorf zu lassen sei noch erwähnt, dass die Ökobilanz eines E-Autos mit Kohlestrom genauso miserabel ist wie die eines Benziners.
Die Abgase lassen sich aber besser reinigen, die Abwärme evtl nutzen und die Städte bleiben lokal von Emissionen verschont.

Ich halte es auch für völlig falsch, neue Kohlekraftwerke zu bauen, aber das hat mit dem Thema E-Auto erstmal nichts zu tun. Wenn die E-Autos da sind die Verbraucher auf jeden Fall schon einmal in der Lage, grundsätzlich mit regenerativ erzeugtem Strom zu fahren.
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0 #1 2009-08-13 12:45
Solange der Strom für Mobilität nicht aus regenerativen Energien gewonnen wird, handelt es sich um ein ökologisches Verbrechen! Im Umkreis von 30 km werden um Dortmund ab 2013 12 - 13 Kohlekraftwerke mit der höchst gefährlichen Abgaskühlturm-Technologie am Netz sein. Die Bevölkerung wird in diesen Bereichen am Auspuff der Nation leben und höchst gefährlichen Schadstoff und Säuremengen ausgesetzt sein, da alle Schadstoffe im Umkreis von 10-20 km im Umkreis niedergehen werden. Hinzu kommt noch die weitere Beschleunigung des Klimawandels. Wenn das die Zukunft sein soll, haben Politik und Elektroautohers teller wieder einmal versagt.
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