RWE forciert die Elektromobilität

Stromlade-Infrastruktur

 Der Energiekonzern RWE hat am Dienstag (17.11.2009) die erste Stromtankstelle in Polen eröffnet. Insgesamt sollen 130 Ladesäulen bis Juni 2010 in Warschau errichtet werden. Während dessen wurde in Berlin-Mitte der erste „Energieladen“ Deutschlands eröffnet. Interessierte erhalten in dem rund 250 Quadratmeter grossen „Energieladen“ Antworten auf die häufigsten Fragen rund die Elektromobilität.

Darüber hinaus setzt RWE auf Partnerschaften mit Stadtwerken und Regionalversorgern und bietet massgeschneiderte Elektromobilitäts-Pakete an. Die Interessenten können sich ihr individuelles Elektromobilitäts-Paket bedarfsgerecht aus sechs Modulen kombinieren.

 

Erste Stromtankstelle in Polen eröffnet

Die erste Stromtankstelle in Polen wurde vorgestern (17.11.2009) am Sitz von RWE Polska in Warschau eröffnet. Weitere 129 Ladesäulen, die aus Mitteln der Europäischen Union mitfinanziert werden, sollen bis Juni 2010 in Warschau dazukommen. Zeitgleich werden der Stadt Warschau fünf elektrobetriebene Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Erkenntnisse aus dem Einsatz dieser Fahrzeuge unter Alltagsbedingungen werden für die weitere Planung und den Ausbau dieses Projektes herangezogen. Ziel ist es, eine komplette Infrastruktur für E-Mobility in Warschau aufzubauen.

Erster „Energieladen“ Deutschlands öffnet in Berlin-Mitte

RWE und enviaM eröffneten am 12. November gemeinsam in Berlin den ersten E-Mobility Store Deutschlands. Wie funktioniert Autostrom? Und wo gibt es Ladestationen? Antworten erhalten Interessierte ab sofort in dem rund 250 Quadratmeter großen „Energieladen“ in bester Lage auf der Berliner Friedrichsstrasse. Besucher können sich im Shop rund um das Thema Elektroautos und Ladesäulen informieren. Beratung, E-Fahrzeuge und interaktive Exponate ermöglichen einen Einblick in die Elektromobilität. Im „Energieladen“ sollen stets innovative Elektroautos wie der Smart ed und der FIAT Micro Vett 500 E präsentiert werden. Für Unternehmen und Privatpersonen gibt es Komplettpakete aus Fahrzeug und Ladestation zum Verkauf oder Leasing. Ein professioneller Technik-Support sowie die Lieferung von Ökostrom komplettieren das Angebot. RWE geht davon aus, dass schon 2020 auf Deutschlands Strassen 2,5 Millionen E-Autos fahren. Um diese Entwicklung zu beschleunigen, baut RWE 500 Ladepunkte im Stadtgebiet Berlins auf. Rund 60 stehen bereits, unter anderem an zentralen Standorten wie am Hauptbahnhof oder am Potsdamer Platz. Bundesweit wurden bereits Ladepunkte in Essen (68), Frankfurt (36), Dortmund (24) und Hamburg (12) aufgestellt. Langfristiges Branchenziel ist ein flächendeckendes Netz mit Ladesäulen - und das europaweit.

Stadtwerke können schnell eigene Angebote auflegen

RWE setzt beim Thema Elektromobilität auf Partnerschaften mit Stadtwerken und Regionalversorgern und bietet massgeschneiderte Komplettlösungen an: Ab sofort können Stadtwerke und Regionalversorger ein variables Gesamtpaket bundesweit erwerben. Die Interessenten können sich ihr individuelles Elektromobilitäts-Paket bedarfsgerecht aus sechs Modulen kombinieren. Im Mittelpunkt steht die Lieferung einer vollständigen Ladeinfrastruktur inklusive der notwendigen Managementsoftware. Weitere Bestandteile sind die Vermittlung von Elektro-Fahrzeugen, die Unterstützung beim Auflegen eigener Elektromobilitäts-Angebote für den Endkunden sowie entsprechende Marketingpakete. Ein professioneller Technik-Support sowie die Lieferung von Ökostrom komplettieren das Gesamtpaket.

„Wir schätzen den Investitionsbedarf für Ladeinfrastruktur allein in Deutschland auf ca.
3 Mrd. EUR. Das ist eine große Aufgabe. Deshalb gehen wir diesen kooperativen Weg“, sagt Carolin Reichert, bei RWE zuständig für Elektromobilität.

Kooperationspartner erhalten mit diesem Angebot die Möglichkeit, ihre eigenen E-Mobility-Produkte über die IT-Plattform und das Ladesäulennetz von RWE zu vertreiben. Bei Installation und Wartung der Ladestationen sowie bei der Lieferung des Öko-Stroms können die Stadtwerke oder Regionalversorger entscheiden, ob sie diese Leistungen selbst erbringen möchte.Verschiedene Marketing-Pakete ermöglichen es den Partnern, sich in ihrer Region als Anbieter von Elektromobilität zu präsentieren. Ein Beispiel sind Informations-Veranstaltungen rund um das Thema und Probefahrten mit Elektrofahrzeugen für die Bürger. Schliesslich kann der Partner über RWE eigene Elektro-Fahrzeuge bestellen. Dabei hat er die Wahl zwischen dem Micro-Vett 500 E auf Basis des beliebten Strassenflitzers Fiat 500 und dem geräumigen Microvett Fiorino E, ebenfalls auf Fiat-Basis. Letzterer ist sowohl als Modell mit zwei als auch mit fünf Sitzen erhältlich.

Neben dem Gesamtpaket für Stadtwerke und Regionalversorger bietet RWE in NRW auch eine Komplettlösung für Privatkunden an: Beim e-Paket kann der Kunde ebenfalls zwischen dem Micro-Vett 500 E und dem Micro-Vett Viorino E wählen. Neben der Lieferung von Öko-Strom enthält das Paket eine individuelle Ladestation: entweder die eigene Ladesäule für den Aussenbereich oder die Autostrom-Ladebox zur Wandmontage.

RWE hat bundesweit bereits 150 öffentliche Ladepunkte in acht deutschen Städten installiert. Allein in Berlin soll in Kürze die 500-Marke erreicht sein.

(mp/wattgehtab.com)

 


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