Nach der Einführung des Super-Bonus von 5000 Euro, den Frankreich seit dem 01. Januar 2008 beim Kauf eines Elektroautos gewährt, gehen die Franzosen nun noch einen Schritt weiter. So plant die französische Regierung 1,5 Milliarden Euro in ein Netzwerk von Ladestationen zu investieren, um die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und die Herstellung der erforderlichen Traktionsbatterien voranzutreiben.
Ab dem Jahr 2015 soll jeder Firmenparkplatz in Frankreich Auflademöglichkeiten besitzen, bei neuen Wohnanlagen mit eigenen Parkplätzen sind sie bereits ab 2012 Pflicht. Fuhrparkbetreiber rechnen bis 2015 mit einem Bedarf von zirka 50.000 Elektrofahrzeugen, deren Anzahl sich durch Sammeleinkäufen jedoch auch verdoppeln könnte.
Das Renault-Werk in Flins bei Paris soll eine Produktionsstätte zur Batterieherstellung erhalten, bei der ein Fünftel der Gesamtkosten von 625 Millionen Euro aus der Staatskasse kommen werden. Jährlich sollen 100.000 Batterien vom Band gehen und auch an andere französische Fahrzeughersteller geliefert werden. Einer der Kunden ist der Konzern PSA Peugeot-Citroen, der bereits 2010 vier kleine Elektro-Modelle anbieten möchte. Mit dem Peugeot iOn, der in Zusammenarbeit mit Mitsubishi entsteht, will Peugeot eine führende Position bei der Entwicklung und Großserienproduktion von alltagstauglichen, batteriebetriebenen Fahrzeugen einnehmen.
Renault hat ebenfalls vier Modelle für 2011 und 2012 angekündigt. Zusammen mit seinem Partner Nissan plant Renault insgesamt 4 Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu stecken. Nissan will sein erstes Großserien-Elektrofahrzeug, den Nissan Leaf, ab 2010 zunächst in Japan und den USA, danach 2012 auch in Europa auf den Markt zu bringen.
(mk/wattgehtab.com)