Ex-SAP-Vorstand plant Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

Stromlade-Infrastruktur

presentation_the_case_for_ev_pbp(Quelle: pbp) New York - Shai Agassi, früher mal als SAP-Chef gehandelt, ist nun mit einem neuen, gut finanzierten Unternehmen aufgetaucht. Mit seiner im Sommer gegründeten Firma „Project Better Place“ will er weltweit in das Geschäft mit Elektrofahrzeugen einsteigen.

Für sein Ziel, dem Elektroauto zum Durchbruch zu verhelfen, hat Agassi bereits 200 Millionen Dollar Startkapital eingesammelt. Die Geschäftsidee liegt in der weltweiten Bereitstellung der Infrastruktur von Ladestationen, intelligente Aufladestationen sollen durch automatisierte Stationen für das Auswechseln der Batterien ergänzt werden.


Nach Ansicht von Agassi konnte dem Elektroauto bisher nicht zum Durchbruch verholfen werden, weil die Probleme von bestehenden Batterien wie zu geringe Speicherkapazität und zu lange Ladezeiten nicht gelöst werden konnten. Hier will der Visionär mit seinem Projekt Abhilfe schaffen, in dem er ein Tankstellennetz für Elektroautos und Tauschstationen für Batterien ins Leben ruft. Mit einem Abonnement sollen Kunden ihre leeren Batterien einfach gegen volle austauschen können.

Der Batteriewechsel soll vollautomatisch durchgeführt werden und werde genauso lange dauern wie die Betankung eines Benzin- oder Diesel-Fahrzeugs, verspricht das Unternehmen. Dieser Batterietausch soll nach Angaben von Agassi auch mit den neuen Lithium-Ionen-Batterien funktionieren. Sein Geschäftsmodell sieht vor, dass Kunden bei Agassis Firma ein Fahrzeug kaufen oder leasen sollen. Durch eine monatliche Gebühr dürfen sie die Service-Stationen der Firma ansteuern und eine leere Batterie gegen eine bereits voll aufgeladene eintauschen. Woher der „saubere“ Strom für die Elektrofahrzeuge kommen soll, wurde noch nicht verraten. Die Kosten pro Kilometer sollen sich auf rund ein Drittel der derzeitigen Kosten für den Betrieb mit herkömmlichem Treibstoff belaufen.

Der Unternehmer selbst verspricht erste Versuche für das nächste Jahr. Verträge mit Autoherstellern und Regierungen seien bereits unterzeichnet - die Namen wurden noch nicht verraten. Schon 2010 könnte seine Technologie im größeren Stil umgesetzt werden, verkündet Agassi. Allerdings gab selbst Agassi zu, dass die Umsetzung seiner Idee noch Jahre dauern und Milliardeninvestitionen verschlingen könnte.

Zu seinen Geldgebern gehören die amerikanische Spirituosen-Dynastie Bronfman und Ex-Weltbank-Chef James Wolfensohn. Die Investmentbank Morgan Stanley und der amerikanische Wagnisfinanzierer Vantage Point sind ebenfalls an Bord. Größter Investor ist die israelische Holding Israel Corporation, die Beteiligungen an Ölraffinerien, Chemie- und Schifffahrtunternehmen besitzt. Der Chef der Israel Corp., Idan Ofer, wird Aufsichtratsvorsitzender von Project Better Place, Agassi fungiert als Vorstandsvorsitzender.


Bildmaterial: Project Better Place


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Kommentare 

 
0 #2 2008-01-29 20:53
Na, endlich kommt man einen entscheidenden Schritt voran. Wenn das ganze dann noch über massive Investitionen in Photovoltaikinf rastruktur gehen sollte, dann wäre das ganz in meinem Sinne: Ölscheich ade - Dachscheich.com
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0 #1 2007-12-04 13:27
endlich, endlich geht es voran. wenn sich jetzt auch noch die fahrzeugherstel ler auf ein einheitliches "batterie-schubladen-system" (vergleichbar dem 19" rack-system) einigen, ist der erfolg absehbar. dies vermisse ich bei allen ankündigungen von neuen fahrzeugen etc. übigens, ein batteriewechsel könnte schneller organisiert als die betankung eines 60 litertanks.
E. Hackenberg
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