Elektroauto-Ladestecker von Mennekes soll Standard werden

Stromlade-Infrastruktur

mennekes-ladestecker-may2009-1 Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb, darüber herrscht Einigkeit auf allen Ebenen. Im Masterplan der Bundesregierung, in den politischen Gremien der EU genauso wie in den USA und in Asien - überall wurden die Wegweiser für die automobile Entwicklung in Richtung Elektroauto gestellt.

Entscheidend für die Verbreitung der Elektroautos ist der Aufbau einer entsprechenden Lade-Infrastruktur, um die Elektroautos wieder aufladen zu können. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist zunächst ein einheitlicher Ladeanschluss, sprich ein Ladestecker sowie eine Ladesteckdose.

Als Spezialist für Steckvorrichtungen sieht Mennekes seinen Normenentwurf bereits als Standard an. Auch, wenn die Umsetzung in verbindliche Normen noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. 

Einheitlicher Ladeanschluss 

Vor kurzem haben sich die größten europäischen Energieversorgungsunternehmen und Automobilhersteller auf die grundsätzlichen Eckpunkte für den Ladeanschluss von Elektroautos geeinigt. Die Basis für diese Einigung ist ein Normentwurf von Mennekes.

Mennekes geht das Thema ganzheitlich an und kann alle Felder von der Fahrzeugsteckdose über das Ladekabel mit Steckern bis hin zu Ladestationen bedienen. Geschäftsführender Gesellschafter Walter Mennekes: "Wir sind dabei, wenn die Zukunft des Elektroautos beginnt. Bei Steckern, Steckdosen und Verteilern sind wir die Profis der Elektrobranche."

Die Aufgaben der Ladestecker sind dabei komplexer, als man zunächst vermutet, da diese eine große Funktionsvielfalt abdecken müssen. Dem Hersteller ist es gelungen, einen Ladeanschluss zu entwickeln, der diese Anforderungen erfüllt. Dabei ist der Ladestecker nicht größer ist als ein herkömmlicher 16A-Stecker und sowohl für den einphasigen 230V-Anschluss als auch für den dreiphasigen 400V-Anschluss bis 63A Ladestrom geeignet. 

Dazu beinhaltet diese Ladetechnik auch die erforderlichen Kommunikationsschnittstellen zwischen Ladestation und Fahrzeug. Ein "Plug-present"-Kontakt sorgt zum Beispiel für die Aktivierung der Wegfahrsperre und ein "Control-pilot"-Kontakt ermöglicht die Kommunikation, also den Austausch von Daten.

Hohe Anforderungen

An den Ladeanschluss werden hohe Anforderungen gestellt, denn das Laden eines Elektroautos soll einfacher und komfortabler werden als ein heutiger Tankvorgang. Hier profitieren die Sauerländer von ihrer fast 75-jährigen Erfahrung im Bereich der industriellen Steckvorrichtungen. Dabei hat die Sicherheit der Ladetechnik oberste Priorität. Während des Ladeprozesses müssen die Stecker zum Beispiel verriegelt werden, damit nicht aus Versehen oder unbefugt ein Stecker während des Ladevorgangs herausgezogen wird. Darüber hinaus müssen Fahrzeug und Ladestation über die Ladetechnik miteinander kommunizieren können, um Daten auszutauschen. Dafür hat das von Mennekes entwickelte Ladekabel für die Verbindung zwischen Fahrzeugsteckdose und Ladestation an beiden Enden identische Stecker mit berührungssicheren Kontakten, so dass der Anwender nicht überlegen muss, welche Seite wo eingesteckt wird.

(mp/wattgehtab.com)

 


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