Better Place und DONG sichern 103 Millionen Euro für Elektrofahrzeug-Infrastruktur in Dänemark

Stromlade-Infrastruktur

better-place-logoBetter Place und DONG Energy haben rund 103 Millionen Euro in Form von Kapital und Anleihen gesichert, um damit eine Infrastruktur für Elektrofahrzeuge aufzubauen. DONG Energy unterstützt Better Place bei der Implementierung der Infrastruktur und wird als Vorzugslieferant die erneuerbare Energie für den Betrieb des Netzwerks liefern.

Damit bestehen gute Voraussetzungen bis 2011 einen Massenmarkt für Elektrofahrzeuge in Dänemark zu schaffen. Darüber hinaus wurde Jens Moberg diese Woche zum CEO von Better Place Dänemark ernannt. Er leitet künftig auch die Geschäftsentwicklung in der Region EMEA (Europe, Middle East and Africa). Moberg war zuvor bei Microsoft für die Entwicklung und das Wachstum des milliardenschweren Geschäfts in Russland, Indien und China verantwortlich.

Moberg soll Dänemark als ersten operativ tätigen Standort in Europa etablieren und wird eine wichtige Rolle bei der Expansion von Better Place in andere europäische Länder spielen.

Dänemark verfügt über schwindende Erdölreserven in der Nordsee und generiert momentan etwa 20 Prozent seines elektrischen Stroms durch Windkraft. Zu den dänischen Windkraftproduzenten zählt auch DONG Energy. Gegenwärtig werden sieben Prozent der in Dänemark produzierten Windenergie in andere Länder exportiert, da Versorger keine Möglichkeit haben, überschüssige Energie zu speichern. Die Infrastruktur von Better Place soll dänischen Versorgern ganz neue Möglichkeiten bieten: Die überschüssige Energie aus der Windkraft kann in den Batterien der Elektrofahrzeuge gespeichert und für deren Betrieb angemessen verteilt werden.

Die dänische Regierung will die CO2-Emissionen des Landes bis 2012 um 21 Prozent senken. Allein durch den Wechsel aller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu emissionsfreien Elektrofahrzeugen könnte Dänemark seine aktuellen Emissionen um 17 Prozent verringern. Deshalb gibt die dänische Regierung ihren Verbrauchern Anreize, abgasfreie Fahrzeuge zu kaufen, indem diese steuerfrei bleiben. Demgegenüber erhebt sie bis zu 180 Prozent Steuern beim Kauf von benzinbetriebenen Autos.

Im März 2008 vereinbarte Dänemark mit Better Place als zweitem Land nach Israel eine Kooperation zur Einführung einer Infrastruktur zum Betrieb von Elektrofahrzeugen. In Israel wurde kürzlich die erste elektrische Ladestation präsentiert. Der Automobilhersteller Renault vermarktet ab 2011 ein ganzes Sortiment von speziell an den dänischen Markt angepassten Elektroautos. Diese Autos werden von der Better Place Infrastruktur profitieren.

(mp/wattgehtab.com)

 


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