Kupfer sorgt für Mobilität
Sonstige Komponenten
Mittwoch, den 01. August 2007 um 21:25 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
(Quelle: dki/ddp) Mehr als ein Kilometer an Leitungen verbirgt sich heute in einem modernen PKW. Ein immer komplexeres Netzwerk sorgt dafür, dass alle elektrischen und elektronischen Aggregate ihren Aufgaben für die Sicherheit und den Komfort der Insassen zuverlässig nachkommen. Die moderne Technik ist nicht denkbar ohne ein Material, das der Mensch schon seit Jahrtausenden verwendet: Kupfer.
Waren bei einer Mittelklasselimousine vor 50 Jahren gerade mal durchschnittlich 55 Kabel mit einer Gesamtlänge von ca. 45 Metern verbaut, bringt das rote Metall nach der vorsichtigen Schätzung des Deutschen Kupferinstituts heute schon sechs bis neun Prozent des Gesamtgewichts eines Fahrzeugs auf die Waage.
Wenn neue Technologien wie Hybrid- oder Brennstoffzellen verstärkt Einzug in die automobile Welt halten, wird der Anteil des Metalls noch weiter steigen. Denn noch mehr Steuerelektronik und neue Energiespeicher brauchen auch mehr Verkabelung. Trotz des wachsenden Kupferhungers, der sich nicht nur auf die Automobilindustrie beschränkt, steht ein Engpass beim Rohstoffnachschub dieses vielseitigen Metalls nicht zu befürchten.
Denn das Kupfer gehört zu den wenigen Materialien, die endlos und ohne Qualitätsverluste wieder verwendet werden können. Eine Recycling-Kaskade wie etwa bei Kunststoffen, die bei jeder Wiederverwertung schlechtere Materialeigenschaften haben, kennt Kupfer nicht. So ist es ohne weiteres möglich, dass sich in der Steuerelektronik einer Einspritzpumpe heute Reste eines römischen Helms oder einer keltischen Speerspitze nützlich machen.
Info: www.kupferinstitut.de
Bildmaterial: Deutsches Kupferinstitut
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