Continental eHorizon: Reichweiten-Vergrösserung per Steuergerät

Sonstige Komponenten

conti_steuergeraet_eHorizon Der Automobilzulieferer Continental hat ein Konzept für ein Steuergerät vorgestellt, mit dessen Hilfe in Zukunft auch Elektro- und Hybridfahrzeuge eine größere Reichweite durch geschickte Nutzung der Navigationsdaten erreichen können.

Das Steuergerät namens eHorizon ermöglicht intelligente Assistenzfunktionen, besseres Energiemanagement und verbrauchsoptimierte Schaltstrategien. Der Serienstart ist für 2012 geplant.

Auf der 62. IAA Nutzfahrzeuge 2008 präsentiert Continental erstmals sein Konzept für ein Steuergerät, das anderen Fahrzeugsystemen eine digitale Kartenvorschau zur Verfügung stellt. Der eHorizon (für elektronischer Horizont) sendet kontinuierlich kleine Datenpakete über das bordeigene Datennetz (CAN-Bus) in denen sowohl Informationen zu der vorausliegenden Wegstrecke als auch topographische Informationen enthalten sind. So können das Motorsteuergerät, die Getriebesteuerung oder die Fahrerassistenzsysteme ihre jeweiligen Funktionen optimieren. Continental erwartet beim Einsatz in Nutzfahrzeugen und Pkw Verbrauchseinsparungen, verbesserte Verkehrssicherheit und mehr Fahrkomfort.

Es gibt zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für den eHorizon. In heutigen Motoren arbeitet das Motormanagement vor allen Dingen auf Basis der aktuell vorliegenden Sensordaten über die Luft- und Kraftstoffqualität und natürlich unter Berücksichtigung des Fahrerwunsches. Auf Basis der digitalen Kartendaten des eHorizon kann zukünftig die voraus liegende Strecke und deren Topographie in die Motorsteuerung einbezogen werden. Continental sieht darin die Möglichkeit, in verschiedenen Fahrsituationen den Kraftstoffverbrauch zu senken. Auch das elektrische Energiemanagement eines Fahrzeugs kann mit dem eHorizon verbessert werden. So wird es aus Sicht von Continental möglich, bestimmte Funktionen in Abhängigkeit der zukünftigen Wegstrecke zu- oder abzuschalten. Auch die Schaltstrategie lässt sich mit den eHorizon-Daten optimieren. Die Automatik erkennt dann eine direkt voraus liegende Kurve oder eine anstehende Steigung und schaltet entsprechend später in einen höheren Gang.

Das eHorizon-Konzept ist modular aufgebaut. In einer minimalen Ausstattung wird ein eigenes Steuergerät im Fahrzeug integriert, das mit Hilfe der GPS-, Gyroskop- und Raddrehzahlinformationen die jeweilige Fahrzeugposition genau berechnet. Alternativ wird das Navigationssystem die eHorizon-Daten liefern. Die Multi Media Platform (MMP) ist hierfür bereits vorbereitet. Kontinuierlich werden dann in einem standardisierten Datenformat die Kartendaten über den CAN-Bus an die anderen Steuergeräte übermittelt. Die jeweiligen Steuergeräte bauen dann mit Hilfe eines integrierten Programms – dem so genannten "Reconstructor" - das virtuelle Straßenbild wieder auf. Das zugrundeliegende Datenprotokoll entspricht dem ADASIS-Standard und kann individuell auf den Fahrzeughersteller angepasst werden. Das jeweils jüngste Datenpaket sorgt dafür, dass das jeweils älteste Datenpaket wieder aus dem Speicher des Steuergerätes entfernt wird. Dieses effektive Speichermanagement reduziert die Systemanforderungen bei der Implementierung neuer Funktionen. Ist im Fahrzeug die Multi Media Platform (MMP) von Continental mit integriertem Navigationssystem installiert, dann übernimmt die MMP die Datenaufbereitung und die Datenversorgung über den CAN-Bus.

Continental erwartet mit dem Einsatz des eHorizon Kraftstoffeinsparungen und eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr. Im Bereich der Fahrerassistenz sorgt die eHorizon-Funktionalität bereits heute in einem Pkw-Modell für mehr Komfort bei der Nutzung des ACC-Systems in Kombination mit dem Navigationssystem. Mit dem neuen Konzept wird das Einsatzgebiet deutlich erweitert. Continental bietet seinen Kunden zusätzlich ein komplettes eHorizon-Entwicklungspaket, um neue Funktionen bereits frühzeitig zu testen und so möglichst kurzfristig zur Serienreife zu bringen. Mittel- und Langfristig sieht Continental den eHorizon im Zusammenhang mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen als wichtige Komponente, um die Energieeffizient zu vergrößern.

(Quelle: Continental Automotive GmbH)


Kommentare 

 
0 #1 2008-10-19 10:16
...und es liegt doch letztlich an ihm, ob er Spritsparstrate gien hat und sie auch in der Praxis umsetzen kann. Für Otto Dummverbraucher sicher nicht schlecht und auch der richtige Hausfrauenansat z. Ohne Frage werden solche Assistenzsystem e beim E-Antrieb sehr wichtig sein.
Bis das kommt kann jeder mal selber einfach den Energieerhaltun ssatz verinnerlichen.
- Wer unnötig auf die Bremse latscht, verschwendet Energie
- Wer beim Bergabfahren die "Motorbremse" (Gang drin) unnötigerweise an hat, verhindert die Umsetzung der potentiellen Energie (Lageenergie)in kinetische Energie (Bewegungsenerg ie). Also bei Bergrunter auskuppeln oder Gang raus (Segelmodus. ABER NICHT MOTOR AUS!)
- Wer unnötig beschleunigt, wenn eine Ampel kommt, riskiert, daß er diese Energie direkt wieder in Wärme und Feinstaub verwandeln muss (Bremse).
- Wer es nicht eilig auf längeren Autobahnfahrten hat, fährt am spritsparendste n im Windschatten von LKW.
usw.
Grüße Theo
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