Das Bundesforschungs-ministerium und der VDE führen den Schülerwettbewerb „Invent a Chip" in eine neue Runde. In diesem Jahr sind vor allem Ideen zur Elektromobilität gefragt.
Zum zehnten Mal veranstalten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) den Wettbewerb „Invent a Chip", an dem sich Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe beteiligen können. „Junge Menschen bekommen die Chance, eine der wichtigsten Technologien konkret kennenzulernen und sie sogar selbst zu beeinflussen", erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan zum Start.
In diesem Jahr sind vor allem Ideen zur Elektromobilität gefragt. Ein Thema, das in aller Munde ist und wo die Bundesregierung einer der Schwerpunkte ihrer Technologiepolitik sieht.
Über 3.000 weiterführende und berufsbildende Schulen in ganz Deutschland erhalten im Februar die Bewerbungsunterlagen für den Schülerwettbewerb. Seit 2002 haben viele Mädchen und Jungen ab der 8. Jahrgangstufe diese Chance ergriffen, im letzten Jahr gab es mehr als 2.100 Teilnehmer. „Die Mädchen und Jungen waren zunächst natürlich keine Experten für Mikrochips, hatten aber eigene Ideen. Das Rüstzeug und die notwendigen technischen Infos für die Umsetzung bekamen sie von uns", sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender. Gefragt sind gute Einfälle. In den vergangenen Jahren entwarfen die Wettbewerbsteilnehmer unter anderem Mikrochips für medizinische Anwendungen, zur Energieeinsparung oder Hausautomation.
„Der Nachwuchswettbewerb "Invent a Chip" hat sie mit einer ganz neuen Materie vertraut gemacht", so Zimmer. So sollen einige Teilnehmer der letzten Jahre, angeregt durch den Wettbewerb, schließlich ein Studium in diesem Bereich ergriffen haben. „Der Wettbewerb war für mich Anreiz, mich intensiver mit Elektrotechnik zu beschäftigen, einer vielseitigen, anspruchsvollen und innovativen Disziplin", erklärt Johannes Burkard, „Invent a Chip"-Sieger 2007.
Zwölf Teams haben in diesem Jahr die Chance, von der Jury ausgewählt zu werden für den Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme (IMS) der Leibniz Universität Hannover. Hier startet die Praxisphase des Wettbewerbs, die besten Entwürfe werden später prämiert. Aus ihnen sollen später auch echte Siliziumchips produziert werden.
Bevor es in der aktuellen Wettbewerbsrunde konkret ans Chipdesign geht, müssen die Schülerinnen und Schüler bis zum Einsendeschluss am 3. April einen Fragebogen rund um die Themen Elektromobilität und Chipentwurf ausfüllen und eine eigene Chipidee entwickeln. Mitmachen lohnt sich nicht nur für die einzelnen Schüler, sondern auch für die Schulen, denn die mit den meisten eingesandten Fragebögen erhalten einen Schulpreis. Die technischen Innovationen und besten Entwürfe präsentieren die Sieger dann auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress am 10. Oktober 2011 in Darmstadt. Den Gewinnern winken neben Geldpreisen die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, außerdem Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen.
Weitere Informationen und Teilnehmerunterlagen unter www.invent-a-chip.de.
(mk/wattgehtab.com)