Schaufenster nachhaltige Zukunft: NRW mit „Bochum, Stadt der Elektromobilität“

Politik und Förderprogramme

Im Wettbewerb um die „Schaufensterregionen“ fällt Ende März die Entscheidung, in welchen Ländern die Bundesregierung Elektromobilität als Schlüsseltechnologie für die Mobilität von morgen fördern wird. Gleich zwei innovative Projekte bringt das Bochumer Netzwerk "ruhrmobil-E" in die Bewerbung des Landes NRW ein. „Bochum ist die Stadt der Elektromobilität“, betont Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, die im neuen Opel Ampera zur Präsentation in der Bochumer Jahrhunderthalle angereist war. Mit dem Konzept „Nahverkehr 2.0“ und dem „Kompetenzzentrum Qualifizierung“ soll das Profil der Ruhrgebietsstadt weiter geschärft werden.

Hinter den beiden Projektbewerbungen steht eine breite Kooperation starker Partner – von der Ruhr-Universität und der Hochschule Bochum über die IHK und die Kreishandwerkerschaft bis hin zur Bogestra AG, die mit 15 Hybridbussen eine der größten Flotten in Deutschland betreibt, sowie den Stadtwerken Bochum, TÜV und DGB.
Die Bundesregierung will Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität ausbauen und stellt dafür in den Jahren 2012 bis 2015 Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. Bis April werden drei bis fünf Regionen als „Schaufenster“ ausgewählt und deren Projekte finanziell unterstützt, je Projekt mit rund 30 Millionen Euro sowie weiteren etwa 30 Mio. Förderung wie in NRW in der Regel durch die Länder. „Die Schaufenster dienen dazu, Fachleute, Technologie und Know-how im Bereich der Elektromobilität regional zu verknüpfen, in ihrer Arbeit zu unterstützen und Elektromobilität öffentlichkeitswirksam darstellbar zu machen“, erläuterte Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium NRW. Die nordrhein-westfälische Bewerbung sieht eine „Route der Elektromobilität“ quer durchs Land vor. Dabei nimmt insbesondere das Projekt „Nahverkehr 2.0“ eine zentrale Position ein. Das integrierte Mobilitätskonzept verknüpft öffentlichen Nahverkehr mit Elektromobilität und Car-Sharing – und setzt dabei nutzerfreundlich alles auf eine Karte: Mit einem erweiterten elektronischen ÖPNV-Ticket können neben Bus und Bahn auch Elektroautos und Elektro-Fahrräder genutzt werden. Das „Kompetenzzentrum Qualifizierung“ soll Aus- und Weiterbildungsaktivitäten in der Elektromobilität bündeln und Pilotfunktion in Nordrhein-Westfalen haben. Beide Projekte wurden im Rahmen des Netzwerks ruhrmobil-E entwickelt, in dem sich Unternehmen und Institutionen um die Förderung der Elektromobilität in der Region bemühen. „Elektromobilität steht für Umweltschutz, für Innovation, für sichere und neue Arbeitsplätze –und kann damit Motor der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im Ruhrgebiet sein“, erklärt Helmut Diegel, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet. „Wenn das integrierte Mobilitätskonzept Nahverkehr 2.0 gefördert und umgesetzt wird, kann in Bochum und Umgebung eines der modernsten Nahverkehrssysteme Europas aufgebaut werden“, ergänzt Ernesto Ruge, Sprecher des Netzwerks ruhrmobil-E.
Voraussichtlich wird die Bundesregierung insgesamt fünf „Schaufensterregionen“ fördern. Gerechnet wird mit rund 50 Projekten, 175 Partnern und 1500 Elektrofahrzeugen. Bei den Elektroautos dürfte der Fokus auf Fahrzeugen wie dem Opel Ampera, dem Mitsubishi I-Miev und dem Elektro-Smart liegen. Partner der NRW-Schaufensterregion bzw. der Route der Elektromobilität sind Autofirmen wie Opel, Ford, Toyota, Daimler-Benz, E-Wolf sowie die Region Aachen mit ihrem StreetScooter-Konzept. Warum hier heimische Firmen wie die Mia electric aus Essen oder die wertschöpfenden Händler- und Vertriebsnetze von Mega-eCity/-Multitruck, SAM, Tazzari, ThinkCity, sowie die Auto-Ver-E-dler/E-Tuning-Werkstätten wie bspw. BEA-tricks aus Bochum keine Erwähnung finden, bleibt jedoch ungeklärt.

(tb/wattgehtab.com)

                          


Kommentare 

 
0 #1 sem 2013-11-28 20:51
Hab gar nicht gewusst dass es die gibt. Danke für die Info.
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