MeRegioMobil: Smart Home des Karlsruher Instituts für Technologie bezugsfertig

Politik und Förderprogramme

ersuchsträger auf Basis eines Elektro-Meriva von Opel

Das Smart Home der Forschungsinitiative MeRegioMobil auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist bezugsfertig. Das Fertighaus mit einer Fläche von etwa 80 Quadratmeter ist ein Prototyp für den energieeffizienten Haushalt der Zukunft, der Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und Stromverbraucher in die intelligente Steuerung des Haushalts miteinbindet.

Ausgestattet mit den typischen Elementen Erzeuger, Verbraucher und Energiespeicher werden die Bewohner des Smart-Homes das Modell für den Energie-Haushalt von morgen testen können. Als Stromerzeuger dienen eine Photovoltaikanlage sowie eine Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Verbraucher sind typische Geräte eines Haushaltes wie beispielsweise Waschmaschine, Spülmaschine oder Kühlschränke. Bei den Elektrogeräten handelt es sich sowohl um konventionelle, marktübliche Geräte, als auch um „intelligente" und damit steuerbare Elektrogeräte.

Das Smart Home am KIT bezieht Elektrofahrzeuge in die intelligente Steuerung des Haushalts ein (Foto: Andreas Drollinger)Eine Ladestation bindet Elektrofahrzeuge (Versuchsträger auf Basis eines Elektro-Meriva von Opel, verschiedene Elektrofahrzeuge von Daimler) als Speicher und Verbraucher ein. Die Batterie des Fahrzeugs kann in Niedriglastzeiten überschüssigen Strom aufnehmen und diesen in Hochlastzeiten ins Netz zurückspeisen. So lassen sich Lastspitzen ausgleichen und regenerative Energien aus schwankenden Quellen in das Energiesystem stärker integrieren. Die Bewohner des Smart Home werden für mehrere Monate in dem Haus wohnen und die entwickelten Komponenten nutzen und bewerten.


„MeRegioMobil“ ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Konsortialpartner EnBW Energie Baden-Württemberg AG (Konsortialführer), Adam Opel GmbH, Daimler AG, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Robert Bosch GmbH, SAP AG und den Stadtwerken Karlsruhe. Ziel des Modellvorhabens ist es, mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration von Elektrofahrzeugen in bestehende und zukünftige Energie- und Verkehrsnetze zu entwickeln und in Baden-Württemberg zu erproben. Es ergänzt damit das Forschungskonzept der „Minimum Emission Region“ (Projekt MeRegio), die durch die intelligente Vernetzung von z.B. Photovoltaikanlagen (dezentrale Erzeugung), Kühlgeräten (Verbrauch) und Batterie des Elektroautos (Speicher) den CO2-Ausstoß einer ganzen Region optimiert. MeRegioMobil ist Teil des Förderprogramms „IKT für Elektromobilität“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird.

(mk/wattgehtab.com)


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