Japanische Regierung beauftragt Better Place mit E-Taxi-Projekt

Politik und Förderprogramme

better-place-logoBetter Place wurde von der japanischen Regierung beauftragt, ein Pilotprojekt für elektrisch angetriebene Taxis mit Batteriewechselkonzept zu starten. Dies erfolgt gemeinsam mit dem größten Taxi-Unternehmen in Tokio, Nihon Kotsu.

Geplant ist, dass ab Januar 2010 die E-Taxis mit auswechselbarer Batterie im Stadtgebiet von Tokio im Einsatz sind. Das Projekt wurde vergeben von dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie sowie der Agentur für Energie und natürliche Rohstoffe. Bereits im Mai 2009 präsentierte Better Place in Japan die erste Batteriewechselstation für Elektroautos.

Obwohl japanische Taxis nur zwei Prozent des PKW-Bestandes ausmachen, sind sie aufgrund ihrer durchschnittlich zurückgelegten Tagesstrecke für den Ausstoß von rund 20 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Allein in Tokio fahren schätzungsweise 60.000 Taxis – weit mehr als in Großstädten wie New York, Paris oder Hong Kong. Die in Tokio durch das Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen könnten auch für vergleichbare Ballungszentren neue Möglichkeiten aufzeigen. Darüber hinaus sollen die Erfahrungswerte der Taxi-Industrie bei der Entwicklung eines massenmarktfähigen Konzepts für Elektrofahrzeuge helfen.

Dieses Pilotprojekt soll veranschaulichen, wie das Better Place-Modell im Alltag funktioniert. Im Zentrum von Tokio wird in der Nähe von Roppongi Hill eine Batteriewechselstation errichtet. Geplant ist, dass bis zu vier elektrisch angetriebene Taxen zum Einsatz kommen.

Den Umbau der Fahrzeuge auf die Batteriewechseltechnologie soll das japanische Unternehmen Tokyo R&D Co., ein Spezialist für Kfz-Entwicklung und -Produktion, übernehmen. Weiterhin wird Tokyo R&D am Aufbau der Batteriewechselstation beteiligt sein und die Diagnose-Software für das System zur Verfügung stellen.

Das Taxi-Unternehmen Nihon Kotsu wird die Fahrzeuge in den regulären Fahrgastbetrieb aufnehmen. Reichweiten, Batterielebensdauer sowie die Wechselzeiten für Batterien werden anschließend im täglichen Betrieb getestet.

(mp/wattgehtab.com)

 


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