Frankreich: 5000 Euro Super-Bonus für Elektroautos

Politik und Förderprogramme

frankreich-flaggeHut ab vor den Franzosen: In Frankreich gibt es seit dem 01. Januar 2008 beim Kauf eines Elektroautos einen Super-Bonus von 5000 Euro vom Staat. Für weniger saubere Autos erhält man abhängig vom CO2-Ausstoß einen Bonus von bis zu 1000 Euro. Die großmotorigen Fahrzeuge müssen eine Verteuerung in Form einer Strafgebühr von bis zu 2600 Euro (über 250 g CO2-Ausstoß) in Kauf nehmen.

Angesichts der Klimadebatten scheinen viele Autofahrer ihre Meinung geändert zu haben. Es ist aber noch viel Aufklärungsarbeit notwendig, standen früher wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund, nehmen nun die Umweltaspekte bei den Autokäufern in ganz Europa zu. Zumindest wenn sie ihren Geldbeutel treffen, ein Bonus von 5000 Euro dürfte den Elektroauto-Absatz in Frankreich deutlich steigen lassen.


Diese Maßnahme des französischen Staates hat Vorbildcharakter und andere Länder sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Insbesondere der österreichische Staat, der vor kurzem ein ähnliches Bonus-Malus-System ab 01. Juli 2008 vorgestellt hat, jedoch die Elektroautos in der Liste der begünstigten Fahrzeuge nicht berücksichtigt hat. Gerade bei den noch sehr hohen Batteriekosten ist solch eine Vergütung eine erhebliche Entlastung für den Elektroauto-Käufer.

Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) hat heute einen deutlichen Rückgang von 9 Prozent bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr veröffentlicht. Der VDA führte dies größtenteils auf die Anhebung der Mehrwertsteuer Anfang 2007 zurück. Dass die Ursachen auch woanders liegen könnten, wurde vom VDA anscheinend nicht in Erwägung gezogen. Beispielsweise dass die Autokäufer durch die anhaltenden Klimadebatten und CO2-Strafsteuern verunsichert wurden, bzw. sind.

Handeln statt Diskussion und Ablehnung! Die deutsche Automobilindustrie sollte die Zeit umgehend nutzen, um eine baldige Umsetzung von umweltfreundlichen Antriebstechnologien zur Einhaltung der Grenzwerte und zur Erreichung einer nachhaltigen Mobilität zu verwirklichen. Es führt nämlich kein Weg daran vorbei. (mp/wga)


(Bildmaterial: flickr.com/ninaaa)


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Kommentare 

 
0 #2 Christian Müller 2008-10-11 16:05
... aber lieber einen subventionierte n Einstieg als gar keinen.
Es ist doch ein Teufelkreis - weil keine Ladestationen in ausreichender Zahl vorhanden sind scheitert es in den meisten Fällen in der Praxis und weil es kaum E-Fahrzeuge gibt gibt es auch nicht so den Drang, Ladestationen zu bauen.
Wahrschelich müßte der Stein nur einmal ins Rollen kommen und nach einer gewisse Zeit wäre das ein Selbstläufer.
In London funktioniert das mit den E-Fahrzeugen die keine City-Maut zahlen müssen und für die es gratis-Ladestationen und Extraparkplätze gibt ja auch garnicht schlecht - das sind mal wirkliche Anreize. Und wenn es dann demnächst vielleicht den Mini als flotten E-Flitzer gibt ... ein City El ist ja nicht jedermanns Sache.
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0 #1 2008-10-10 18:59
Allerdings sollte das nicht zu einer staatlichen Subventionierun g von überteuerten Elektroautos führen...
Unsere Politiker hierzulande haben offensichtlich nur die Neuwahlen im Kopf und wollen sich auf keinen Fall aus dem Fenster lehnen und damit möglicherweise Wähler "vergraulen".
Bis bei uns ein Politiker "Bonuspunkte" für solche Maßnahmen vom Wähler erhält, dauert es wohl noch.
Also lieber nicht dran rütteln und solche Entscheidungen vermeiden. Schade.
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