Deutsches Milliardenprogramm für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
Politik und Förderprogramme
Montag, den 18. Februar 2008 um 23:26 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Heute (18. Februar 2008) hat der Bundesverkehrminister Wolfgang Tiefensee die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik (NOW) gegründet. Der Bund werde für die kommenden zehn Jahre 500 Mio Euro zur Verfügung stellen. Die Industrie werde dieselbe Summe in das Programm einbringen.
Das Programm soll in Deutschland den Schritt von der Grundlagenforschung zur Serienreife schaffen. Ziel ist es, markfähige energieeffiziente Antriebe für Personenwagen, Busse und Schiffe zu entwickeln, außerdem Produkte für Energieversorgung und Haushalte.
Tiefensee: „ Der Verkehr braucht langfristige Lösungen beim Klima- und Ressourcenschutz. Wir setzen deshalb auf Wasserstoff und Brennstoffzellen.“ Im Zusammenspiel mit der Batterietechnologie sieht Tiefensee bei diesen Technologien die größten Potenziale zu Reduktion von Kohlendioxid-Emissionen.
Ähnlich wie die USA und Japan verfügt ab heute auch Deutschland über ein gezieltes, mehrjähriges Innovationsprogramm, das die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie von der Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bis zur Marktvorbereitung führen soll. Auf europäischer Ebene ist ein entsprechendes Programm noch in Vorbereitung. Das deutsche Milliardenprogramm hingegen kann sofort starten.
Die neu gegründete Bundesgesellschaft Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie "NOW" ist ab heute Anlaufstelle für die gesamte Branche. Als Geschäftsführer wurden Klaus Bonhoff und Kai Klinder bestellt, beides Experten der anwendungsbezogenen Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin. Sie wird insgesamt neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Nähere Informationen sind unter http://www.now-gmbh.de erhältlich.
Kommentar:
Das Wasserstoffauto wird schon seit Jahrzehnten als die Lösung für die Zukunft vorhergesagt. Die tatsächliche Umsetzung lässt jedoch auf sich warten, obwohl die Wasserstofftechnologie bereits einige Förderprogramme und Milliardensummen hinter sich hat.
Der Übergang von der Grundlagenforschung zur Serienreife ist bisher nicht gelungen. Bundesregierung und Industrie wären besser beraten, sich zum Beispiel auf die Entwicklung geeigneter Batterien zu stürzen. Da gibt es reale Chancen, den CO2-Ausstoß zur verringern - von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen bis hin zu reinen Elektroautos.
(Quelle und Bildmaterial: Bundesregierung)
Kommentar schreiben