Das Land Kärnten ist Modellregion für die Mercedes-Benz A-Klasse E-Cell

Politik und Förderprogramme

Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler; Mag. Bernhard Denk, Geschäftsführer Mercedes-Benz Österreich; Dr. Helmut Teissl, Geschäftsleitung Dipl. Ing. Hans Teissl u. Sohn (Bildmaterial: Daimler) Bis Herbst 2011 sollen insgesamt 15 A-Klasse E-Cell Fahrzeuge von Mercedes-Benz Österreich an das Land Kärnten ausgeliefert werden.

Im Rahmen der Kooperation zwischen Mercedes-Benz Österreich, der Initiative Lebensland Kärnten sowie dem Land Kärnten werden die Kleinserienfahrzeuge im Alltag bei unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen und geographischen Gegebenheiten betrieben.

„Wir freuen uns mit dem Land Kärnten und seiner Initiative Lebensland Kärnten einen Kooperationspartner gefunden zu haben, mit dem wir gemeinsam die ersten Schritte der Elektromobiliät in Österreich umsetzen können“, so Mag. Bernhard Denk, Geschäftsführer Mercedes-Benz Österreich. Für Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler ist diese Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Österreich ein weiterer Schritt, um Kärnten in Sachen alternativer Fortbewegung und Energie weiter zu etablieren und Kärnten zum Musterland in diesem Bereich zu entwickeln. „Die im Rahmen dieses Projektes zur Verfügung gestellte Fahrzeugflotte ist einzigartig und kann sonst auch nirgendwo käuflich erworben werden“, freut sich Dörfler über die gute Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Österreich.

Die A-Klasse E-Cell basiert auf der fünftürigen Ausführung der aktuellen A-Klasse, bei der die Batterien im Fahrzeugunterboden, dem so genannten Sandwichboden, platziert wurden. Die beiden Lithium-Ionen-Batterien, die von dem Kalifornischen Unternehmen Tesla Motors stammen, sollen eine Reichweite von mehr als 200 km (NEFZ) ermöglichen. Der Energieinhalt der beiden Lithium-Ionen-Batterien beträgt insgesamt 36 kWh. Die Kühlung der Batterien erfolgt über einen Niedertemperatur-Kühlkreislauf mit einem Wasser-Glykolgemisch. Bei sehr hohen Außentemperaturen wird die Batteriekühlung zusätzlich durch den Kältemittelkreislauf der Klimaanlage unterstützt. Die Kühlung des E-Antriebs und der beiden Onboard-Ladegeräte erfolgt über einen Hochtemperatur-Kühlkreis.

Der Elektromotor der A-Klasse E-CELL, eine permanent erregte Synchronmaschine, entwickelt eine Spitzenleistung von 70 kW (95 PS), eine Dauerleistung von 50 kW (68 PS) sowie ein maximales Drehmoment von 290 Newtonmetern. Von 0 auf 60 km/h beschleunigt das Elektroauto in 5,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 km/h abgeregelt.

Am einphasigen 230-Volt-Netz werden ca. acht Stunden Ladezeit benötigt, um eine Reichweite von 100 Kilometern (NEFZ) zu erzielen. Beim Laden an einer Wall-Box oder Ladestation mit 400 Volt steht diese Distanz bereits nach drei Stunden zur Verfügung.

Wie der smart fortwo electric drive soll die A-Klasse E-CELL als weltweit erstes Fahrzeug seiner Klasse über ein intelligentes Lademanagement mit sogenannter Smart-Charge Communication verfügen. Die Bordelektronik ermöglicht es, alle relevanten Informationen - wie etwa die Identifikationsdaten zum Stromvertrag - mit der Ladestation auszutauschen. Zu den Funktionen gehört außerdem die Möglichkeit das Fahrzeug vorklimatisieren zu können: Solange das Fahrzeug zu Hause oder an der Ladestation aufgeladen wird, können A-Klasse E-CELL-Fahrer das Auto vor Fahrtantritt auf die gewünschte Innenraumtemperatur vorheizen oder -kühlen. Als weitere Funktion kann der Fahrer den Status des Ladevorgangs und damit die aktuelle Reichweite seines Fahrzeugs zum Beispiel via Internet oder Smartphone überwachen.

Die A-Klasse E-CELL wird seit Herbst 2010 in Rastatt gebaut und in mehreren europäischen Ländern im Rahmen eines Full-Service Mietpakets an ausgewählte Kunden vermietet. Insgesamt 500 Fahrzeuge will Mercedes-Benz bauen. Fünf Türen, fünf Sitzplätze, das gleiche Kofferraumvolumen wie bei der A-Klasse mit Verbrennungsmotor, 350 Kilogramm Zuladung nach EG-Richtlinie sowie eine hohe Variabilität im Innen- und Kofferraum sollen die A-Klasse E-CELL zu einem voll alltags- und familientauglichen Automobil machen.

(mk/wattgehtab.com)

 

 


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