RailCab - Mit dem Taxi auf der Schiene

Personentransport-Fahrzeuge

thumb_shuttle9Bei der Neuen Bahntechnik Paderborn hat die Zukunft in Sachen Personen- und Güterverkehr bereits begonnen. Setzt sich das Konzept durch, wird sich wohl auch der gesamte Schienenverkehr revolutionieren.
Das herkömmliche mechanische Tragen und Führen auf dem bestehenden Schienennetz wird mit dem fortschrittlichen verschleißfreien Linearantrieb kombiniert. Zusätzlich soll durch intelligente Fahrwerkstechnik ein höherer Fahrkomfort erzielt werden. Sein Erfinder ist der 68- jährige Joachim Lückel, Professor für Mechatronik an der Universität Paderborn.


Der Pionier, der Ende der 60er- Jahre die Schwebetechnik des Transrapids mitentwickelt hat, will den Individualverkehr auf die Schiene holen. Bahnreisende sollen künftig in Schienenkabinenwagen mit 160 km/h - sogenannten RailCabs - für acht bis zehn Passagiere über die Gleise flitzen. Es ließe sich eine wesentlich höhere Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen, als es derzeit im deutschen Schienennetz möglich ist. Denn die RailCabs nehmen die kürzeste Route und fahren ohne Zwischenstopp vom Start zum Ziel. Die RailCabs sollen auch in der Lage sein mit dem Auto und dem Straßengütertransport zu konkurrieren. Professor Lückel ist sich sicher, das dies ähnlich revolutionär wie die Erfindung der Glühlampe sei. Seit 2003 steht eine Teststrecke der Neuen Bahntechnik Paderborn im Maßstab 1:2.5 zur Verfügung. Zu dem ersten RailCab ist Mitte 2006 noch ein zweites hinzugekommen. Es könnte per Handy ein Shuttle bestellt werden und die Shuttles bestimmen ihren Weg durchs Schienennetz selber, ähnlich wie Datenpakete im Internet.

Die RailCabs sind ebenfalls wie das Coaster Verkehrssystem (früherer Beitrag) bedarfsgesteuert. Weiterer Komfort sind eine aktive Luftfederung, Neigetechnik und die beträchtliche Inneneinrichtung der Fahrzeuge. Neben Konferenztisch, Bar, Fernseher, Mikrowelle und natürlich einer Toilette, fehlt es fast an nichts. Ja ok, den Internetzugang haben sie vergessen. ;-) Das Herzstück dieser neuen Verkehrstechnik stellt ein Linearmotor mitten im Gleis dar, der alle RailCabs antreibt. Durch dies wird ein sicheres Fahren im Konvoi mit nur wenigen Zentimeter Abstand erreicht. Dieser Antrieb kann die Rail Cabs äusserst präzise beschleunigen und abbremsen, unabhängig von der Haftung der Räder. Der magnetische Antrieb hat noch weitere Vorteile. Es lassen sich damit grosse Steigungen überwinden und der Gewichtsfaktor Motor fehlt im RailCab. Eine Studie soll irgendwann klären, ob die Wünsche und Vorstellungen der potentiellen Kunden technisch und wirtschaftlich machbar sind. Würde dies zutreffen, würde auch das Bundesverkehrsministerium finanziell einsteigen.




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Quelle: railcab.de; railcab.blogg.de









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