Dänemark und BYD planen Feldversuch mit Elektrobussen

Personentransport-Fahrzeuge

US-Investor Warren Buffet bei der Enthüllung des K9 (Bildmaterial: BYD) Das chinesische Batterie- und Automobilunternehmen BYD (Build your Dreams Automobile Co. Ltd.) plant zwei neu entwickelte, rein elektrisch betriebene Busse in Kopenhagen und im Umland der Stadt zu testen. Ein reibungsloser Betrieb soll dank einer Kooperation mit dem Kopenhagener Nahverkehrsunternehmen Movia sichergestellt werden, wofür ein Memorandum of Understanding unterzeichnet wurde. Dies hat das dänische Außenministerium bekannt gegeben.

Elektrofahrzeuge spielen für Dänemark eine Schlüsselrolle auf den Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen, die das Land für 2050 anstrebt. Konkret bedeutet dies zum Beispiel Steuererleichterungen für Elektroautos und weitere großflächige Pilotprojekte etwa mit Better Place oder ChooseEV, das 300 Elektrofahrzeuge mit Privatkunden testet.

„Grünes Wachstum wird immer wichtiger und es macht mich stolz, dass Dänemark bei Elektrofahrzeugen eine führende Rolle spielt. Die Kooperation zwischen dem chinesischen Hersteller BYD und dem dänischen Unternehmen Movia ist ein weiteres gutes Beispiel dafür“, sagte die dänische Außenministerin Lene Espersen.

Der Feldversuch soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 mit dem elektrisch betriebenen Bus K9 beginnen, der die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlich betriebenen Bus um bis zu 55% reduzieren und erstmals außerhalb Chinas zum Einsatz kommen soll. Das 12 Meter lange und 2,5 Meter breite Fahrzeug lässt sich innerhalb von vier bis sechs Stunden aufladen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit mehr als 70 km/h angegeben und die Reichweite soll 300 Kilometer betragen.

Hinterachse des K9 auf dem Genfer Automobilsalon 2011 Getestet werden soll vor allem die Belastbarkeit im Dauereinsatz, die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Batterie, Betriebskosten und die Nutzerzufriedenheit. Dies berichteten Chinesische Medien, unter anderem China Daily, unter Bezugnahme auf die Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Kooperation von Movia und BYD ist durch Vermittlung der Regierungsinitiative Invest in Denmark zustande gekommen. „Dänische Unternehmen, die sich im Sektor nachhaltiger Technologie engagieren, sind in China bereits aktiv und nun entdecken chinesische Firmen Dänemark als Testmark für Forschung und Entwicklung ihrer Produkte“, sagte Espersen. Der K9 ist nicht der erste Elektrobus in Dänemark. In Kopenhagen verkehren bereits elektrisch betriebene Busse eines anderen Herstellers, die allerdings deutlich kleiner als die üblicherweise eingesetzten Varianten waren.

(sv/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #2 Marc Kudling 2011-04-05 21:17
Da sollte natürlich nur ein Wert stehen! Laut eines Presseberichtes auf der BYD-Webseite, sind es 190 Meilen und das wären dann etwa 306 Kilometer. Außerdem steht dort, dass es mit einem BYD-Schnellladegerä t "unglaublich" schnell gehen soll, um 50% der Batteriekapazit ät zu erreichen - und zwar nur 30 Minuten: http://www.byd.com/press.php?id=112
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+1 #1 2011-04-05 08:36
Ist die Reichweite nun 250km oder 300 km? 50km ist beachtlich wenn man 6-8 Stunden zum aufladen braucht.
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