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CAR-Symposium 8./9.02.12: Autobranche fokussiert auf Nachwuchsförderung

Veranstaltungen

Am 8-9.Februar werden auf dem CAR Symposium 2012 im RuhrCongress Bochum die Berufs- und Karrieremöglichkeiten von Hochschulabgängern in der der Automobilindustrie im Rahmen des Karriere-Tags „Car-Connects“. Mit dabei Thyssen-Krupp Vorstand Ralph Labonte und Opel Personalvorstand Holger Kimmes. Zudem wird es eine Reihe von "Erlkönigen" und "-prinzen" bzw. teilweise schon im Markt befindlichen E-Fahrzeugen wie bspw. den i3 oder i8 von BMW, den Mercedes E-Cell der B-Klasse, oder den Renault Fluence sowie Nissan Leaf zu sehen, vielleicht auch zu fahren geben.

Die deutsche Automobil- und Zulieferindustrie hat sich im Jahre 2011 prächtig entwickelt und einen neuen Produktionsrekord erzielt. In Deutschland wurden im Jahr 2011 knapp 5,9 Millionen Fahrzeuge produziert. Um sich für weiteres Wachstum zu rüsten, erweitern die Unternehmen der Branche ihre Aktivitäten und Programme in der Nachwuchsförderung. Hochschulabgänger aus Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen haben in der Automobilindustrie besonders gute Chancen.

Die Berufs- und Karrieremöglichkeiten von Hochschulabgängern in der der Automobilindustrie werden am 8. Februar 2012 im RuhrCongress Bochum im Rahmen des Karriere-Tags „Car-Connects“ im RuhrCongress Bochum diskutiert. Mit dabei Thyssen-Krupp Vorstand Ralph Labonte und Opel Personalvorstand Holger Kimmes.  

Größte Karriere-Messe für Automobil-Industrie

Über 100 Unternehmen der Automobil- und Zulieferer informieren am 8. Februar 2012 Studenten- und Hochschulabgänger über die Karriere-Möglichkeiten in der Branche. Sämtliche deutschen Autobauer – Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche, VW – und die großen Importeure Peugeot, Nissan, Mazda, Renault sind genauso vertreten wie die internationalen Zulieferkonzerne Bosch, Brose, Continental, Faurecia, Leoni, Magna, Thyssen-Krupp. „Es gibt keinen Treff für die Automobilbranche, auf dem Studenten und Absolventen mit so vielen Personalverantwortlichen der Branche reden können“, so Prof. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg Essen, das den Karrieretag und den daran angeschlossenen Kongress organisiert.  

Autoausstellung mit Modellen, die erst in den Markt kommen

Keine Frage: Eine Automobil-Veranstaltung ohne Autos ist schlecht vorstellbar. Daher bringen die Autobauer ihre neusten Modelle mit zum Karrieretag und zum CAR Symposium mit. Unter den Exponaten sind der neue Mercedes SL, der neue BMW 3er, das neue Renault-Elektroauto Fluence, die Mercedes B-Klasse als Elektroauto, das neue Elektroauto Nissan Leaf und viele weitere Exponate.    

Branchen-Kongress CAR Symposium mit BMW-Chef

An die Karriere-Messe schließt sich am 9. Februar das 12. CAR Symposium. Spitzenredner beim 12. CAR Symposium sind der BMW-Vorstandsvorsitzende Reithofer, der Peugeot-Citroen-Chef Phillipe Varin, die Smart-Chefin Anette Winkler, die Ford US-Einkaufs-Managerin Birgit Behrendt und die Opel Technik-Chefin Rita Forst.

In Fachausstellungen und vierzehn Workshops geht es um alle Bereiche des Automobilbaus und der Zulieferindustrie: Antriebe und Mobilitätskonzepte, Marketing und Vertrieb, Prozess- und Kostenmanagement, Werkstoffe und Leichtbau, CO2 und Sicherheit.

Die Teilnahme am CAR-Symposium ist kostenpflichtig (476 bzw. 535,50 Euro). Das komplette Programm und Details zur Anmeldung stehen im Netz unter http://www.uni-due.de
Kostenlos für Studierende aller Hochschulen ist die größte Recruiting-Messe der Automobilwirtschaft „CAR-connects“ am 8. Februar. Alle deutschen Autobauer von Audi über Mercedes bis Volkswagen, dazu wichtige Importeure, Zulieferer und Dienstleister stellen sich und Karrieremöglichkeiten vor. Eine verbindliche Anmeldung unter http://www.uni-due.de/car/karriere.php ist erforderlich.

Weitere Informationen: Jan Wortberg, CAR, Tel. 0203/379-1111, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , http://www.uni-due.de/car/

(pz/wattgehtab.com)

Schaufenster nachhaltige Zukunft: NRW mit „Bochum, Stadt der Elektromobilität“

Politik und Förderprogramme

Im Wettbewerb um die „Schaufensterregionen“ fällt Ende März die Entscheidung, in welchen Ländern die Bundesregierung Elektromobilität als Schlüsseltechnologie für die Mobilität von morgen fördern wird. Gleich zwei innovative Projekte bringt das Bochumer Netzwerk "ruhrmobil-E" in die Bewerbung des Landes NRW ein. „Bochum ist die Stadt der Elektromobilität“, betont Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, die im neuen Opel Ampera zur Präsentation in der Bochumer Jahrhunderthalle angereist war. Mit dem Konzept „Nahverkehr 2.0“ und dem „Kompetenzzentrum Qualifizierung“ soll das Profil der Ruhrgebietsstadt weiter geschärft werden.

Hinter den beiden Projektbewerbungen steht eine breite Kooperation starker Partner – von der Ruhr-Universität und der Hochschule Bochum über die IHK und die Kreishandwerkerschaft bis hin zur Bogestra AG, die mit 15 Hybridbussen eine der größten Flotten in Deutschland betreibt, sowie den Stadtwerken Bochum, TÜV und DGB.
Die Bundesregierung will Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität ausbauen und stellt dafür in den Jahren 2012 bis 2015 Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. Bis April werden drei bis fünf Regionen als „Schaufenster“ ausgewählt und deren Projekte finanziell unterstützt, je Projekt mit rund 30 Millionen Euro sowie weiteren etwa 30 Mio. Förderung wie in NRW in der Regel durch die Länder. „Die Schaufenster dienen dazu, Fachleute, Technologie und Know-how im Bereich der Elektromobilität regional zu verknüpfen, in ihrer Arbeit zu unterstützen und Elektromobilität öffentlichkeitswirksam darstellbar zu machen“, erläuterte Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium NRW. Die nordrhein-westfälische Bewerbung sieht eine „Route der Elektromobilität“ quer durchs Land vor. Dabei nimmt insbesondere das Projekt „Nahverkehr 2.0“ eine zentrale Position ein. Das integrierte Mobilitätskonzept verknüpft öffentlichen Nahverkehr mit Elektromobilität und Car-Sharing – und setzt dabei nutzerfreundlich alles auf eine Karte: Mit einem erweiterten elektronischen ÖPNV-Ticket können neben Bus und Bahn auch Elektroautos und Elektro-Fahrräder genutzt werden. Das „Kompetenzzentrum Qualifizierung“ soll Aus- und Weiterbildungsaktivitäten in der Elektromobilität bündeln und Pilotfunktion in Nordrhein-Westfalen haben. Beide Projekte wurden im Rahmen des Netzwerks ruhrmobil-E entwickelt, in dem sich Unternehmen und Institutionen um die Förderung der Elektromobilität in der Region bemühen. „Elektromobilität steht für Umweltschutz, für Innovation, für sichere und neue Arbeitsplätze –und kann damit Motor der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung im Ruhrgebiet sein“, erklärt Helmut Diegel, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet. „Wenn das integrierte Mobilitätskonzept Nahverkehr 2.0 gefördert und umgesetzt wird, kann in Bochum und Umgebung eines der modernsten Nahverkehrssysteme Europas aufgebaut werden“, ergänzt Ernesto Ruge, Sprecher des Netzwerks ruhrmobil-E.
Voraussichtlich wird die Bundesregierung insgesamt fünf „Schaufensterregionen“ fördern. Gerechnet wird mit rund 50 Projekten, 175 Partnern und 1500 Elektrofahrzeugen. Bei den Elektroautos dürfte der Fokus auf Fahrzeugen wie dem Opel Ampera, dem Mitsubishi I-Miev und dem Elektro-Smart liegen. Partner der NRW-Schaufensterregion bzw. der Route der Elektromobilität sind Autofirmen wie Opel, Ford, Toyota, Daimler-Benz, E-Wolf sowie die Region Aachen mit ihrem StreetScooter-Konzept. Warum hier heimische Firmen wie die Mia electric aus Essen oder die wertschöpfenden Händler- und Vertriebsnetze von Mega-eCity/-Multitruck, SAM, Tazzari, ThinkCity, sowie die Auto-Ver-E-dler/E-Tuning-Werkstätten wie bspw. BEA-tricks aus Bochum keine Erwähnung finden, bleibt jedoch ungeklärt.

(tb/wattgehtab.com)

                          

Wertvollste Komponente im E-Mobil, die Batterie, gleich auf 2 Fachkongressen

Veranstaltungen

Vom 5.3. bis zum 7.3.2012 bieten der "Batterietag NRW 2012" (Tag 1) und gleich im Anschluß das internationale Symposium "Kraftwerk Batterie" (Tag 2 und 3) geballtes Batterie-Know-how aus Forschung, Entwicklung und Anwendung in Münster. Die Programme liegen laut Veranstalter (siehe Kontakt unten) jetzt vor.

Der Batterietag NRW stellt eine Leistungsschau der im Markt der Batterietechnologie und –anwendung aktiven Firmen und Institutionen aus NRW dar. Das Haus der Technik (HDT) führt die Veranstaltung gemeinsam mit den Clustern EnergieForschung.NRW, EnergieRegion.NRW und NanoMikro+Werkstoffe.NRW durch. Der Batterietag NRW 2012 wird von einem Grußwort der Schirmherrin und Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze, eröffnet. Unter der Moderation von Prof. Martin Winter, WWU Münster, steht die Veranstaltung dann im Zeichen von spannenden Diskussionen und Vorträgen zu den Themen Batterietechnik und Elektromobilität.  Im derzeitigen Fokus steht vor allem die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen Batterien für den Einsatz in Elektrofahrzeugen (Elektromobilität). Hier liegt ein besonderes Augenmerk auf der Optimierung der Leistung, der Lebensdauer und der Sicherheit. Dafür ist eine Zusammenarbeit aller über die Fachgrenzen der Energie-, Automobil-, Material- und Werkstoffforschung hinaus notwendig.

Dem Batterietag NRW 2012 folgt direkt im Anschluss das 4. Internationale Symposium „Kraftwerk Batterie – Advanced Battery Development for Automotive and Utility Applications and their Electric Power Grid Integration“. Partnerinstitut in Münster ist das Batterieforschungszentrum MEET – Münster Electrochemical Energy Technology. Fast 100 Beiträge sind beim Call for Papers eingereicht worden. Erwartet werden zu der zweitägigen Konferenz wieder Wissenschaftler, Entwickler und Ingenieure, die die gesamte Bandbreite der Batteriewelt repräsentieren – angefangen von den Materialien bis zu den Anwendern. Das Gesamtprogramm wird durch eine Fachausstellung und eine Personalbörse für Studenten abgerundet. Zusätzlich stehen Räume für individuelle Meetings zur Verfügung. Konferenzsprache ist Englisch. Die Plenarsitzungen werden deutsch und englisch simultan übersetzt.

Informationen und das ausführliche Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. 0201/1803-344 (Frau Wiese), Fax 0201/1803-346 oder im Internet unter www.battery-power.eu.

(pz/wattgehtab.com)

Daimler und Google intensivieren strategische Partnerschaft

Elektroautos

Blick durch die Windschutzscheibe eines Mercedes-Benz, angereichert mit Informationen durch Telematikdienste (Bild:Daimler AG) Daimler und Google kündigen in Las Vegas eine Intensivierung der bestehenden Partnerschaft an und erlauben so dem jeweils anderen frühzeitigere Zugriffe auf dessen automobile Anwendungen. Die Vision von Daimler und Google sieht zukünftig geCLOUDe Autos im Sinne von Mehrwertdiensten auf Kommunikations- und Informationsbasis, wie Ansätze derzeit auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas zeigen. Die Kooperation bietet Daimler früheren Zugriff auf Google-Schnittstellen für die Entwicklung automobiler Anwendungen. Damit ermöglichen beide Partner zukünftigen Mercedes-Benz Fahrern den Zugang zu Google Maps und Google Places aus der vernetzten und vorkonfigurierten Telematik des Autos heraus.

Im Rahmen der International Consumer Electronics Show (CES) haben Daimler und Google nun eine Intensivierung ihrer bisherigen Partnerschaft verkündet. Damit erhält Daimler direkten Zugang zu „Google Maps API for Business“, den Schnittstellen für automobile Anwendungen (Application Programming Interfaces, APIs) für die Nutzung von cloud- und kartenbasierten Diensten. Darüber hinaus kann der Stuttgarter Automobilhersteller dadurch frühzeitig auf künftig entwickelte APIs zugreifen. Mit den bereits existierenden APIs wie Google Maps und Places kommen Mercedes-Benz Kunden in den Genuss zahlreicher Services. Über die Cloud sollen Elektrofahrzeuge so zur nächsten Ladesäule geleitet werden. Nach der Vision werden Staus vermieden, indem Fahrzeuge Informationen über Straßenzustand und Verkehr teilen. Die ständige Verbindung zu Netzdiensten soll neben heutiger Navigation auch Zugang zu E-Mails oder Social Media erlauben oder generell nach Bedarf das Laden von Sofware aus der Cloud ermöglichen, weil das Auto stets online ist. Daimler-Chef Dieter Zetsche hierzu in einem Interview: „Wir dürfen das Auto nicht zu einer Spielhölle machen, Es ist unsere Aufgabe, Vernetzung zu ermöglichen, ohne nennenswerte Ablenkung zu erzeugen.“

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt (r.) und Eike Böhm, Leiter Produktinnovationen und Prozesstechnologien bei Daimler (l.), besiegeln die neue Kooperation. Der Schulterschluss mit Google ermöglicht es Daimler, Google Maps für Kartenanwendungen im Fahrzeug zu nutzen und hilfreiche Kartenfunktionen zu integrieren. Durch die direkte Integration innovativer Google-Produkte kann Mercedes-Benz die Einführung aktuellster Technologien im Automobil noch beschleunigen. Das Unternehmen wurde jetzt bspw. für das im Herbst 2011 eingeführte, auf dem Android-Betriebssystem von Google (AndroidTM) basierende Telematik-System „AMG Performance Media“ mit dem „International CES Innovations 2012 Design and Engineering Award“ ausgezeichnet.

Erfolgreiche Zusammenarbeit bereits in Vergangenheit

Google und Daimler arbeiten bereits seit Jahren in enger Partnerschaft zusammen. So brachte Daimler schon 2007 als erster Automobilhersteller in den USA die Google-Funktionalität „Send-to-Car“ ins Fahrzeug. Mercedes-Benz Kunden in den USA können so Ziele aus Google Maps benutzerfreundlich ans Fahrzeug senden und dort in die Navigation übernehmen. Seit 2011 bietet Mercedes-Benz mit COMAND Online („MyCommand“ in Europa entspricht dem in Amerika zukünftigen „mBrace2“) ein Telematiksystem mit cloud-basierten Mercedes-Benz Apps, das unter anderem die Integration von Google Street View, Panoramio und die lokale Suche in die meisten Mercedes-Benz Pkw ermöglicht. Auch ist es mit COMAND Online erstmals möglich, individualisierte Routen via Google Maps direkt ins Auto zu übertragen. Im zweiten Quartal 2012 werden all diese Funktionalitäten mit „mbrace2“ auch für Mercedes-Benz Kunden in den USA verfügbar sein.

Allianzen als Kompensation drohender Wertschöpfungsverluste

Gründe für die Weiterentwicklung „Erlebniswelt Auto“ und der weiteren Emotionalisierung des Fahrzeugs mag es viele geben. Ein wesentlicher Grund dafür, liegt nach unserer Meinung von wattgehtab.com aber insbesondere in der Einfachheit und zugleich weitaus höheren Effizienz von Elektro- gegenüber Verbrennungsfahrzeugen und dem global eingesetzten Wettlauf darum. Denn das drohende Wegbrechen von Wertschöpfungsanteilen in der Automobilindustrie will wenigstens durch strategische Allianzen, die das Serviceangebot an anderer Stelle erweitern helfen, kompensiert werden. E-Fahrzeuge enthalten weniger Kompenenten und lassen daher weniger Wartung sowie einen geringerne Ersatzteilbedarf erwarten. Es lässt sich wie an diesem Beispiel generell feststellen, dass insbesondere die Elektromobilität geradezu ein Technologietreiber und Wegbereiter für derartige, neue Kooperationen und zugehörige Diensteangebote darstellt.

Zetsche in einem Interview auf die Frage, ob nicht auch Unternehmen wie Google oder Apple einmal zu direkten Wettbewerbern werden könnten: „Ausschließen würde ich das nicht.[...] Es gibt auch viele Zulieferer, die einen großen Teil der Wertschöpfungskette übernehmen können. Es wäre grundsätzlich dumm und gefährlich von uns zu sagen, wir sind hier für die Ewigkeit und keiner kann, was wir können.“

(pz/wattgehtab.com)

Daimler erprobt induktives Laden beim BMVBS-Projekt „Effizienzhaus-Plus“

Elektro-Mobilitätsprojekte

Daimler erprobt induktives Laden beim BMVBS-Projekt „Effizienzhaus-Plus mit Elektromobilität“ (Bildmaterial: Daimler) Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnete heute gemeinsam mit Bundesminister Dr. Peter Ramsauer das "Effizienzhaus Plus" in Berlin. Das Modellhaus des Bundes-bauministeriums kombiniert Energieeffizienz mit Elektromobilität. Das Haus produziert Energie, die dann die Elektrofahrzeuge der Bewohner speist. Das Konzept soll nächstes Jahr für ein Jahr durch eine Familie im Alltag getestet werden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Rahmen der Bau- und der Elektromobilitätsforschung in der Fasanenstraße 87 in Berlin-Charlottenburg ein Einfamilienhaus errichten lassen, das doppelt so viel Energie produziert, wie es verbraucht. Dieser Strom soll direkt vor Ort Elektrofahrzeuge speisen. An diesem bewohnbaren Prototyp wird demonstriert, wie energieeffizientes Bauen und Elektromobilität im Alltag verbunden werden können. Für den einjährigen Alltagstest durch eine vierköpfige Familie stellen Audi, BMW, Daimler, Opel und VW für jeweils drei Monate Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

Bundesminister Ramsauer: „Nach dem Motto 'Mein Haus - meine Tankstelle' produziert das Gebäude mehr Energie, als es selbst benötigt. So kann das Haus selbst die Elektrofahrzeuge speisen. Ich will, dass dieses Haus kein Prototyp bleibt. Deshalb fördern wir die Entwicklung solcher Häuser mit einem eigenen Forschungsprogramm.“

Die Daimler AG schickt mit einer technisch modifizierten Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL dabei erstmals ein Fahrzeug mit induktiver Ladeoption in den Alltagstest. Das Prinzip: Statt das Fahrzeug per Kabel zu laden genügt es, das mit einer speziellen Ladespule ausgerüstete Elektrofahrzeug über einer Ladespule im Boden zu positionieren, der Ladevorgang startet dann vollautomatisch. „Wir sind gespannt, wie sich die induktive Ladetechnik im täglichen Einsatz bewährt", so Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility in der Forschung und Vorentwicklung der Daimler AG. "Die Machbarkeit haben wir bereits bewiesen, jetzt können die Erfahrungen im Alltagsbetrieb wichtige Impulse für die weitere Entwicklung geben. Außerdem sind noch einige technische und finanzielle Fragen zu lösen, um die Markttauglichkeit dieser Technologie wirklich bewerten zu können.“

Gemeinsam mit Conductix-Wampfler und Röchling Automotive KG hat Daimler diese Technik bereits in einem Förderprojekt des Bundesumweltministeriums prototypisch umgesetzt und deren Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Im Rahmen des Praxistests soll jetzt die Alltagstauglichkeit der neuen Technologie ausgiebig erprobt werden.

Daimler erprobt induktives Laden beim BMVBS-Projekt „Effizienzhaus-Plus mit Elektromobilität“ (Bildmaterial: Conductix-Wampfler)) Die Fahrzeuge sind mit einer Gleichrichterelektronik sowie mit einer Abnehmerspule ausgerüstet, die in die Unterbodenverkleidung integriert ist. Hauptsystembestandteile der Infrastruktur sind die Einspeiseelektronik und die Ladespule, die in zwei Varianten realisiert wurde - als auf den Boden aufgelegte Spule („Überflur“) und als bodenintegrierte Spule.

Daimler erprobt induktives Laden beim BMVBS-Projekt „Effizienzhaus-Plus mit Elektromobilität“ (Bildmaterial: Conductix-Wampfler)) Neben der kabellosen Energieübertragung gehören die drahtlose Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug, die Fahrer-Assistenzfunktion „Anfahren der Positionierung über Ladespule“, die automatische Initiierung des Ladevorgangs und die Fahrzeugidentifikation zum Funktionsumfang des Systems. Im Bereich zwischen den Spulen vermeidet eine Gegenstandserkennung Risiken durch erwärmte Metallkörper.

Conductix-Wampfler hat alle Komponenten des Systems entwickelt und konnte dabei auf umfangreiche Erfahrungen mit der induktiven Energieübertragung im Geschäftsfeld Fabrikautomatisierung sowie auf die Erkenntnisse aus dem kabellosen Laden von Elektro-Bussen in Genua und Turin zurückgreifen. Diese sind seit 2003 in Betrieb.

Daimler erprobt induktives Laden beim BMVBS-Projekt „Effizienzhaus-Plus mit Elektromobilität“ (Bildmaterial: Daimler) Daimler hat die fahrzeugseitigen Umfänge des Ladesystems definiert und das Assistenzsystem zur Fahrerunterstützung umgesetzt. Die Spulenintegration in der Unterbodenverkleidung der Fahrzeuge stammt von der Firma Röchling Automotive.

Neben der Mercedes-Benz A-Klasse E-CELL mit induktiver Ladeoption stellt die Daimler AG dem Projekt ab Start der Testphase im März 2012 zwei weitere Elektrofahrzeuge mit batterie-elektrischem Antrieb für rund drei Monate zur Verfügung: den smart fortwo electric drive der zweiten Generation und das smart ebike.

(mk/wattgehtab.com)

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