Toyotas neue Parallelhybrid-Limousine Sai

Hybridautos

toyota-sai-tokio-21102009 Der neue Toyota Sai ist neben dem Prius Plug-in Hybrid Concept und dem Elektrofahrzeug FT/EV II der dritte Star mit einem Elektroherz auf dem Messestand von Toyota bei der 41. Tokyo Motor Show (24. Oktober bis 4. November 2009). Die Limousine besitzt die neueste Generation des Hybrid Synergy Drive, das Hybridsystem stammt vom Lexus HS 250h.

Der Sai, dessen Name im japanischen für Talent und Kolorieren steht, wird ausschließlich mit dem kombinierten Antrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor angeboten und steht Anfang Dezember 2009 auf dem japanischen Markt zum Verkauf bereit. Toyota rechnet mit einem monatlichen Absatz der am Standort Miyata gefertigten Hybridlimousine von 3.000 Einheiten.

Zu den weiteren technischen Highlights der neuen Hybridlimousine zählen die zahlreichen Sicherheitsfeatures wie das radargestützte Pre-Crash-Safety-System. Angetrieben wird der Sai mit einer Kombination aus einem 2,4-Liter-Benzinmotor, einem Elektromotor und einer Nickel-Hydrid-Batterie, die zusammen eine Systemleistung von 140 kW/190 PS realisieren. Im reinen Elektromodus sollen laut Medienberichten rund 20 Kilometer möglich sein. Der Vierzylinder verfügt dabei über das Motorwärmemanagement mit Abgaswärmerückgewinnung EHR (Exhaust Heat Recovery), das die Hitze der Abgase für eine kürzere Warmlaufphase des Motors nutzt. Dieses System gestattet es, den Benzinmotor nach einem Kaltstart früher abzuschalten und zum rein elektrischen Fahrbetrieb überzugehen. Im Ergebnis senkt es den Verbrauch erheblich, zudem wird der Innenraum schneller temperiert. Darüber hinaus arbeitet der Benzinmotor im hocheffizienten Atkinson-Zyklus, der besonders lange Ventilöffnungszeiten ermöglicht und den Wirkungsgrad des Motors steigert.

Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cW=0,27 zählt Limousine zu den aerodynamischsten Fahrzeugen seiner Klasse. Die weitflächige Unterbodenabdeckung minimiert den Luftwiderstand, während die nach vorn versetzte A-Säule und das nach hinten schräg abfallende Dach die Windturbulenzen ebenso senken, wie die strömungsoptimierten Frontstoßfänger. Das aerodynamische Design unterdrückt darüber hinaus wirkungsvoll die Windgeräusche.

Zur Sicherheitsausstattung des Toyota Sai zählen unter anderem sieben Airbags, aktive Kopfstützen, das Stabilitätsprogramm S-VSC und die radargestützte Pre-Crash-Safety (PCS). Dieses System erkennt mit Hilfe eines Mikrowellenradars drohende Unfälle und trägt durch schützende Maßnahmen dazu bei, die Unfallfolgen für die Insassen zu verringern. Dabei stellt es unter anderem maximalen Bremsdruck bereit, um das Fahrzeug sofort optimal verzögern zu können, und aktiviert die Gurtstraffer, um die Passagiere bei einem Aufprall bestmöglich zu schützen. Nähert sich ein Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit von hinten, aktiviert das PCS eine Rückleuchten-Warnblinkautomatik. Sollte die Kollision unvermeidlich sein, rückt das PCS zudem die Kopfstützen in eine für die Insassen optimale Position, was das Risiko von Nackenverletzungen reduziert. Die Warnblinkautomatik fungiert bei einer plötzlichen Vollbremsung auch als Notbremssignal für nachfolgende Fahrzeuge.

Zu den weiteren sicherheitssteigernden Features zählen ein Spurhalteassistent, eine dynamische Geschwindigkeitsregelanlage und eine Weitwinkel-Frontkamera, mit deren Hilfe schwer einzusehende Bereiche vor dem Fahrzeug kontrolliert werden können.

Den Verbrauch gibt der Hersteller mit knapp fünf Liter auf 100 Kilometern und 117 Gramm CO2-Ausstoss an. Der Preis für den Sai soll in Japan bei umgerechnet knapp 26.000 Euro liegen. Wie (leider) so oft, ist das neue Hybridmodell nicht für Deutschland geplant, so die Aussage von Toyota Deutschland.

(mp/wattgehtab.com)

 


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