LTC demonstriert 2-Liter-Prius mit Plug-in Hybridtechnik [Update]

Hybridautos

ltc_plug-in_prius_125mpg_small(Quelle: LTC) Plymouth Meeting, PA (USA) - Lithium Technology Corporation (LTC) enthüllte einen umgerüsteten Toyota Plug-in Prius, der einen Treibstoffverbrauch von 125 Meilen pro Gallone (umgerechnet 1,88 Liter pro 100 km) aufweisen soll und von der neuesten Batteriegeneration des Unternehmens angetrieben wird.

Für die Batterie des Prius wurden die neuen Lithiumeisenphosphat-Zellen (LiFePO4) von LTC verwendet. Laut LTC weltweit die größten Zellen ihrer Art, welche als zukünftige Technologie für Autobauer betrachtet wird.




"Wir sind erfreut, die Technik zu demonstrieren und zu liefern, nach der die Automobilindustrie gesucht hat", kommentierte Dr. Klaus Brandt, Vorstandsvorsitzender von LTC. "Während andere die Lieferfähigkeit dieser Technologie frühestens in einem Jahr erwartet haben, sind wir stolz darauf, der Welt zu zeigen, dass wir diese Technologie haben. Und wir sind dazu entschlossen damit Hybridfahrzeuge, Plug-in Hybridfahrzeuge und Elektrofahrzeuge auf die sicherste Weise zur Realität werden zu lassen."

Mit der 7 kWh Batterie bestehend aus 63 von LTC´s Lithiumeisenphosphat- Zellen wurde mit dem Fahrzeug ein Verbrauch von 125+ Meilen pro Gallone (1,88 Liter pro 100 km) erreicht. Mit LTC´s Großformat-Technologie sind zuverlässigere Batteriesysteme mit einer bedeutend niedrigeren Anzahl von Zellen möglich. Das Batteriemanagementsystem (BMS) ist genauer, wenn weniger Zellen aufgrund von Überspannung, Unterspannung, Übertemperatur und Kurzschluss für beste Leistung überwacht werden müssen, um Schäden an der Batterie zu verhindern.


[Update 30.05.2007]:
(Quelle: GAIA Akkumulatorenwerke) Nordhausen - Zwischenzeitlich hat der LTC-Partner GAIA – unter dieser Marke werden die LTC-Batterien weltweit vertrieben - eine Pressemeldung dazu veröffentlicht, welche weitere technische Details zur Batterie bekannt gibt. GAIA verwendet für die negative Elektrode graphitierten Kohlenstoff und als positive Elektrode Lithium-Eisenphosphat. Diese Batteriechemie liefert eine mittlere Entladespannung von 3,2 Volt und speichert in der Prius-Batterie je Zelle 35 Amperestunden (Ah). Die 63 Zellen werden in Serie geschaltet und liefern so eine Nominalspannung von 200 Volt. Der Energieinhalt der Gesamtbatterie beträgt 7 Kilowattstunden, ausreichend für 50 Kilometer rein elektrischen Fahrens mit dem Strom aus der Batterie.

Der LTC ist mit dieser Batterie ein Durchbruch gelungen, der zur Weiterentwicklung aller Hybrid-Varianten und der rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge beitragen wird. Denn die Lithiumionen-Technologie speichert den Strom wesentlich schneller als Nickelmetallhydrid-Batterien, was zur besseren Ausnutzung des recouperativen Bremsens führt und die Ladezeiten verkürzt. Außerdem ist die Energiedichte bei Lithium erheblich höher und die Batterie bei gleichen Performance-Daten entschieden leichter. Mit dem Einsatz der Lithium-Eisenphosphat-Chemie kann man davon ausgehen, dass die Batterie sicher betrieben werden kann und ihre Lebensdauer der des Fahrzeugs entspricht. Mehr als 240 000 Kilometer Fahrleistungen scheinen aus heutiger Sicht möglich.

Das Unternehmen LTC mit Sitz in Plymouth Meeting im US-Bundesstaat Pennsylvania hat sich auf die Entwicklung und Herstellung großformatiger Lithiumionen-Batterien für die unterschiedlichsten Anwendungen spezialisiert, die unter der Marke GAIA weltweit angeboten werden. Neben dem umgebauten Toyota Prius präsentierte LTC in New York außerdem ferngesteuerte Geräte, zum Beispiel für Tieftauchexpeditionen und für militärisches Gerät.




ltc_plug-in_prius_125mpg
Bildmaterial: Lithium Technology Corporation (LTC)


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Kommentare 

 
0 #12 2008-03-05 12:19
Also der Staat braucht das Geld überhaupt nicht.
Die Gelder die durch eine Umstellung frei würden werden an anderer Stelle Ausgegeben. Betriebswirtsch aftlich ist das für die Ölgesellschafte n, Zulieferindustr ie und Werkstätten natürlich eine Katastrophe.

Volkswirtschaft lich werden aber Gelder frei die in andere vielleicht sinnvollere und langlebigere Produkte und Dienstleistunge n investiert werden.

Ganz zu schweigen von gesundheitliche n Aspekten die unsere Krankenkassen erheblich entlasten würden.

Wenn unsere Automobilindust rie das nicht bald angeht werden die Chinesen das übernehmen.
In China werden bereits seit 2006 mehr Elektrofahrzeug e verkauft als Benzinfahrzeuge .
(Auch wenn es sich dabei meist um Elektroroller handelt.)
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0 #11 2008-03-05 12:17
Also der Staat braucht das Geld überhaupt nicht.
Die Gelder die durch eine Umstellung frei würden werden an anderer Stelle Ausgegeben. Betriebswirtsch aftlich ist das für die Ölgesellschafte n, Zulieferindustr ie und Werkstätten natürlich eine Katastrophe.

Volkswirtschaft lich werden aber Gelder frei die in andere vielleicht sinnvollere und langlebigere Produkte und Dienstleistunge n investiert werden.

Ganz zu schweigen von gesundheitliche n Aspekten die unsere Krankenkassen erheblich entlasten würden.

Wenn unsere Automobilindust rie das nicht bald angeht werden die Chinesen das übernehmen.
In China werden bereits seit 2006 mehr Elektrofahrzeug e verkauft als Benzinfahrzeuge .
(Auch wenn es sich dabei meist um Elektroroller handelt.)
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0 #10 2008-03-03 02:31
Hallo,
sie sind schon mehr in der materie drin. Kennen sie in deutschland eine kompetente firma die einem prius auf plug-in umruesten kann? Wenn der break-even in sachen subventionierte r pv-strom erreicht ist, tanken wir unseren eigenen strom.
Danke und beste gruesse aus dem schwarzwald
joern
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0 #9 2007-09-21 11:51
Der Hybrid ist der einzige Weg, und der Verbrennungsmot or bleibt erhalten. Denkt an die Wirtschaft, ein reines E-Auto hat keine Kupplung, kein Getriebe, kein Öl zum Wechsel. Selbst auf die Bremse kann verzichtet werden bei entsprechender Konstruktion. Wieviele Mechaniker sind dann arbeitslos? Und die Steuern, wenn E-Autos kommen erhalten sie eine Technik die das Tanken zu Hause unmöglich macht, also wieder öffentlich zu hohen Kosten tanken. Der Staat braucht nunmal die 50 Milliarden.
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0 #8 2007-06-04 09:21
Hallo solarfloh
Das stimmt, wenn man aus Benzin Strom machen will. Das ist aber ohnehin Blödsinn. Ich gehe davon aus, dass man Strom für Elektrofahrzeug e in Zukunft mit Wärme-Kraft-Koppelungsanlag en (www.contexo.net/wiki/index.php?title=W%C3%A4rme-Kraft-Koppelung) macht. Dann wird die Abwärme genutzt und ich muss den Wirkungsgrad nicht berücksichtigen . Beim Benzinmotor, solange der im Auto sitzt und nicht im Keller, habe ich diese Chance nicht!
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0 #7 2007-06-04 00:37
Hallo Josef,
Du solltest auch die Wirkungsgrade einrechnen:
dann entsprechen ca. 3l Benzin 10 kWh
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0 #6 2007-05-31 22:30
Hallo Josef
In der Tat, es fehlen wirklich noch einheitliche Messgrößen die eine objektive Bewertung zw. den versch. Fahrzeugen zulässt. Vielleicht gibt es ja bald eine entsprechende Norm dazu, welche den Gesamtverbrauch mittels eines genormten Fahrzyklus ermittelt.
Gruß
Markus
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0 #5 2007-05-31 22:10
@Josef & woody: Die meisten Unternehmen halten sich bei Ankündigungen mit Details leider sehr bedeckt. Zwischenzeitlic h gab es eine offizielle Pressemeldung von GAIA dazu, siehe Update oben. Eure Fragen sind damit aber noch nicht beantwortet.

@Paul Reuter: Danke für den Hinweis. Die Organisation CalCars ist uns natürlich bekannt, eine lobenswerte gemeinnützige Sache. Unseren letzten Artikel zu CalCars und einen kurzen Verweis auf deren Mission können Sie folgendem Link entnehmen.
http://www.wattgehtab.com/index.php/content/view/1349/9/
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0 #4 2007-05-31 22:02
Vorweg: Ich bin ein absoluter Fan vom Plug-in Hybrid.
Trotzem sollte man Verbrauchsangab en richtig machen. Ein Plug-in Hybrid braucht eben Benzin UND Strom. Z.B.: 1.88 Liter Benzin und 8kWh Strom (meine Schätzung). (8kWh entspricht etwa 0.8 Liter Benzin.)

Meine Prognose: Das Wasserstofffahr zeug kommt nicht; die Hybridfahrzeuge werden zu Plug-in und später wird der Elektromotor immer grösser und der Benzinmotor immer kleiner, bis er ganz verschwindet.
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0 #3 2007-05-31 17:06
Ein Vorreiter in Sachen Plug in Hybrid (PHEV) -Antrieben ist die Organisation CalCars, die die Automobilindust rie bewegen möchte, solche Fahrzeuge serienmäßig zu bauen. (Sie selbst haben einige Toyota Prius von Hybrid auf Plug In Hybrids umgerüstet.)

Nach deren Berechnung (und die sind wirklich nicht geschönt) liegt der Preis für E-Energie in Kalifornien bei etwa 1,5 US Cent pro Kilometer. Selbst wenn Strom bei uns doppelt oder 3 x so viel kostet, ist das doch 'ne günstige Fahrerei. Die E-Energie hat einen höheren Wirkungsgrad als Energy aus fossilen Brennstoffen.
Ich mag es vielleicht technisch nicht korrekt ausgedrückt haben. Aber gehen Sie mal auf die Page www.calcars.org da kann man
alles über dieses Thema erfahren. Unsere Automobilindust rie verschläft leider das Thema und bastelt lieber an anderen Dingen wie dem Wasserstoff-antrieb rum.
Dieser Kraftstoff soll ja angeblich noch teurer als
Benzin sein. Er ist auch nicht ganz ungefährlich. Mal sehen, was zuerst kommt und was sich durchsetzt.
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