Mitte Dezember 2010 wurde ein vier Jahre dauerndes Projekt zur Entwicklung einer Hybridmotoren-Technologie für den Can-Am Spyder Roadster von BRP (Bombardier Recreational Products) gestartet. Nun wurde der Erste von geplanten drei Prototypen in Genf vorgestellt.
Insgesamt erhält das „Centre de Technologies Avancées BRP – Université de Sherbrooke (CTA)“ Forschungsgelder in Höhe von 11,3 Mio Kanadischen Dollar. 6,2 Mio Kanadische Dollar kommen durch die Förderung des Automotive Partnership Canada Programms, 5,1 Mio steuert BRP bei.
Bereits 2007 präsentierte BRP sein erstes Fahrzeug für den Straßenverkehr: Den Can-Am Spyder Roadster. Seine Y-Bauweise – zwei Räder vorne, eines hinten – ist für die Elektro-Hybridfahrzeug-Technologie schon rein platztechnisch eine Herausforderung für die Techniker.
„Unser Ziel ist es, eine völlig neue Elektro-Hybrid-Technologie für ein dreirädriges Fahrzeug zu schaffen, das um 50% weniger Treibstoff verbraucht und die CO2 Emissionen um 50% reduziert, ohne an Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit zu verlieren," so Mihai Rasidescu, Präsident und CEO des CTA.
Technisch ist im CAN-AM Spyder Roadster ein 600-ccm-Verbrennungsmotor und ein 20-kW-Elektromotor eingebaut. Nach 30 Kilometern soll rein elektrisch dann Schluss sein und der Verbrennungsmotor schiebt weiter an. Die gesamte Reichweite liegt dann nach Angaben des Herstellers bei 600 Kilometern. Eine Lithium-Ionen-Batterie liefert die Energie für den Elektromotor.
Eine Variante mit Elektromotor für den Spyder Roadster ist vorerst nicht geplant. Ebenso steht die Einführung des Hybrid-Roadsters in Europa noch in den Sternen. Innerhalb der nächsten vier Jahre wird das CTA drei Generationen von Prototypen, sowie die dazugehörigen Komponenten fertigen. Erst dann wird nach ausführlichen Tests eine wirtschaftliche Serienfertigung in Betracht gezogen.
(mw/wattgehtab.com)