BMW Hybrid-Technologie: Concept X6 ActiveHybrid

Hybridautos

bmw_concept_x6-hybrid_1_small(Quelle: BMW) Der Premiumhersteller BMW stellt mit dem X6-Konzept sein erstes Vollhybrid-Fahrzeug vor. Mit der Hybrid-Technologie „ActiveHybrid“ im X6 wird auch gleich eine neue Fahrzeugklasse namens „Sports Activity Coupé“ (SAC) von BMW präsentiert. Bei der Fahrdynamik will der Hersteller eine deutliche Überlegenheit gegenüber herkömmlichen Hybrid-Fahrzeugen zeigen.

BMW ActiveHybrid ist fester Bestandteil der Entwicklungsstrategie BMW EfficientDynamics und basiert auf einem Baukastenprinzip. Damit soll die Integration der jeweils optimalen Komponenten in unterschiedliche Konzepte ermöglicht werden.




Auszug aus der Pressemeldung:
Durch die Integration im Two-Mode-Aktivgetriebe werden mittels elektrischer Unterstützung zwei Betriebsarten realisiert. Ein Modus steht für das Anfahren und niedrige, der zweite für höhere Geschwindigkeiten zur Verfügung. Auf diese Weise erfolgt die optimale Ausnutzung des erzeugten Drehmoments in Abhängigkeit von der Fahrsituation.

Das innovative Two-Mode-Aktivgetriebe ermöglicht eine variable Kraftübertragung über die durch Planetenradsätze dargestellte Leistungsverzweigung. Es integriert darüber hinaus einen Elektroantrieb und das Fahren in festen Gangstufen in einem System. Die fahrdynamischen und Effizienz-Potenziale von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb werden so in neuartiger und intelligenter Form miteinander verknüpft.

Die Hybridkooperation mit General Motors und DaimlerChrysler in Troy/USA entwickelt erfolgreich das Two-Mode-Aktivgetriebe. Die BMW spezifische Auslegung des Hybridantriebsstrangs ist dabei gesichert.

Optimierte Energienutzung und hohe Leistung in jeder Fahrsituation
Im neuartigen Kraftübertragungssystem des BMW Concept X6 Active Hybrid werden zwei kompakte und leistungsstarke Elektromotoren und ein Getriebe mit festen Übersetzungsverhältnissen miteinander kombiniert. Die Verbindung wird innerhalb des Systems über drei Planetenradsätze hergestellt. Dies ermöglicht eine Leistungsverzweigung für die Antriebsmomente des Verbren-nungsmotors und der Elektromotoren in zwei Übersetzungsbereichen und damit eine von herkömmlichen Hybrid-Antrieben nicht realisierbare Variabilität in der Kombination der beiden Antriebsquellen, mit der unter allen Last-anforderungen und Fahrbedingungen eine optimale Leistungsausbeute mit maximalem Wirkungsgrad abgerufen werden kann. Zu den weiteren Antriebs-komponenten des Systems, das aufgrund seiner zwei Betriebsarten den Namen Two-Mode-Aktivgetriebe trägt, gehören eine Hochleistungsbatterie, die Leistungselektronik mit integriertem Invertermodul und die Verkabelung.

Das Two-Mode-Aktivgetriebe basiert auf einem als ECVT (Electric Continuously Variable Transmission) bezeichneten stufenlosen Getriebe. Seine beiden Betriebsarten, von denen die eine für niedrige und die andere für höhere Geschwindigkeiten optimiert wurde, werden von festen Übersetzungsverhältnissen ergänzt. Die beiden leistungsverzweigten ECVT-Bereiche ermöglichen stufenlos variable Motordrehzahlen und die volle, hocheffiziente Hybridfunktionalität über den gesamten Betriebsbereich des Fahrzeugs. Damit erlangt das innovative System im BMW Concept X6 ActiveHybrid eine Verbrauchsreduzierung um bis zu 20 Prozent im Vergleich zu einem vergleichbaren BMW Modell mit reinem Verbrennungs-motor-Antrieb. Zudem konnten die Elektromotoren aufgrund des Two-Mode-Systems besonders kompakt dimensioniert werden. Somit fällt auch das mit ihrer Integration in das Gesamtfahrzeug verbundene Zusatzgewicht beim BMW Concept X6 ActiveHybrid geringer aus als bei herkömmlichen Hybrid-Fahrzeugen mit vergleichbarer Leistung.

Das BMW Concept X6 ActiveHybrid kann vollelektrisch, ausschließlich mit der Kraft des Verbrennungsmotors oder aber durch eine Kombination beider Antriebsquellen bewegt werden. Je nach Fahrsituation können die Elektro-motoren sowohl für die Beschleunigung als auch für regeneratives Bremsen eingesetzt werden. Dabei wird durch das in den Elektromotoren entstehende Bremsmoment beim Fahren im Schubbetrieb sowie beim Verzögern Strom für die Hochvolt-Energiespeicher erzeugt. Die Energie, die später wieder genutzt werden kann, muss nicht vom Verbrennungsmotor aufgebracht werden und steht praktisch kostenlos zur Verfügung. Dieses Prinzip, das bei BMW in ähnlicher Form bereits für die Bremsenergie-Rückgewinnung bei Serienfahrzeugen genutzt wird, ermöglicht ein effizientes Energiemanage-ment und unterstützt einen hohen Ladezustand der Batterie. Im Zugbetrieb äußert sich die als „Boosten“ bezeichnete unterstützende Wirkung der Elektromotoren zum einen im unvergleichlich spontanen Ansprechverhalten und zum anderen im deutlich reduzierten Verbrauch von Kraftstoff.

BMW ActiveHybrid setzt dort an, wo herkömmliche Hybrid-Antriebe an ihre Grenzen stoßen
Bisherige Hybridsysteme ermöglichen die effiziente Fortbewegung nur in kleineren bis mittelgroßen Fahrzeugen bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Dies liegt daran, dass ein Großteil der Leistung des Verbrennungsmotors in weiten Teilen des Betriebsbereichs über den elektrischen Pfad des Getriebes und durch den Einsatz hoher elektrischer Leistungen übertragen werden muss. Eine höhere Dynamik und höhere Geschwindigkeiten durch einen größeren Verbrennungsmotor würden deshalb ungünstige, größere und schwerere Elektromotoren erforderlich machen. Bei leistungsverzweigten Antrieben fungiert einer der beiden Elektromotoren als Generator. Er wandelt einen Teil der Motorleistung in elektrischen Strom um und leitet diesen zur Batterie oder zum zweiten Elektromotor weiter.

Im zweiten Elektromotor wird der Strom vom ersten Elektromotor oder von der Batterie für den Getriebeausgang wieder in mechanische Leistung umgewandelt. Durch die Two-Mode-Technologie wird das Verhältnis aus elektrischem und mechanischem Pfad variiert und hinsichtlich seiner Effizienz optimiert. Herkömmliche Hybrid-Systeme verfügen außerdem derzeit nicht über feste, verbrauchsoptimierte mechanische Übersetzungsverhältnisse. Die stattdessen verwendeten kontinuierlich verstellbaren Getriebe leiden darüber hinaus daran, dass Leistungsanforderung und Lastrückmeldung des Fahrzeugs entkoppelt sind und daher keinen dynamischen Fahreindruck erzeugen. Das Two-Mode-Aktivgetriebe gleicht die Nachteile herkömmlicher Hybrid-Antriebe aus. Es verringert den Leistungsanteil, der über den elektrischen Zweig des Getriebes fließen muss, und zwar über eine weite Übersetzungs-spanne hinweg. Über die Leistungsverzweigung in zwei Übersetzungs-bereichen stellt das Two-Mode-Aktivgetriebe die Energie beider Elektromotoren in der für die jeweilige Fahrsituation optimalen Form zur Verfügung.




bmw_concept_x6-hybrid_1


bmw_concept_x6-hybrid_2


bmw_concept_x6-hybrid_3
Bildmaterial: BMW AG



{mosmodule module=ebay_elektroauto}


{mosmodule module=Google AdLink}

Kommentare 

 
0 #1 2007-09-13 15:12
Nun zähle ich mich nicht zu den Volldeppen auf dem Gebiet der Antriebstechnol ogie- ist das paper ernst gemeit oder nur für die Blöd-Zeitung

Karl
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neueste Kommentare