Segway in Hamburg zugelassen

Elektroroller

segway_hamburg_small(Quelle: Segway) Hamburg - Als erste deutsche Großstadt erlaubt Hamburg das Segwayfahren. In der Hansestadt dürfen die futuristischen Hightech-Roller ab sofort auf Geh- und Radwegen bis 20 km/h Höchstgeschwindigkeit gefahren werden.

Eine einfache Genehmigung des Landesbetriebs Verkehr (LBV) reicht dafür bereits aus. Voraussetzung für das Fahren ist ein Führerschein (mindestens für Mofas) sowie eine KFZ-Haftpflichtversicherung (mit Mofa-Kennzeichen für ca. € 50,- pro Jahr).


„Der Segway wird unser Straßenbild in den nächsten 10 bis 20 Jahren revolutionieren,“ so Geschäftsführer Carsten Dierks von Segway Hamburg. „Für Entfernungen bis 10 km ist es das schnellste Fahrzeug, das man in der Stadt benutzen kann.“

So verkürzt sich die Fahrzeit für eine Strecke z. B. vom Rathausmarkt bis zum Fischmarkt von 30 auf 10 Minuten – und das von Tür zu Tür. Der Segway lässt sich überall parken. So entfallen Parkplatzsuche und Parkgebühren. „Unsere Mitarbeiter fahren mit ihrem Segway sogar bis ins Büro an den Schreibtisch und parken ihn dann einfach hinter der Tür,“ sagt Carsten Dierks schmunzelnd.

Da die beiden Räder des Segways nebeneinander angeordnet sind und getrennt angetrieben werden, kann er sich auf der Stelle drehen. Er ist so wendig, dass man problemlos in einen Fahrstuhl hineinfahren, darin wenden und in der gewünschten Etage wieder herausfahren kann, ohne absteigen zu müssen.

Da der Segway durch ein Computersystem in der Balance gehalten wird, kippt er auch im Stand nicht um. „Anders als ein Fahrrad kann man ihn daher in Schrittgeschwindigkeit auch wunderbar auf Gehwegen fahren,“ so Dierks, „Man braucht nicht mehr Platz als ein Fußgänger mit zwei Einkaufstaschen.“

Der Segway wird bereits von Unternehmen auf großen Werksgeländen erfolgreich eingesetzt. Zu den Kunden gehören etwa die Lufthansa und Airbus. Auf dem riesigen Erweiterungsgelände für den Airbus A380 in Finkenwerder leistet der Segway gute Dienste.

Seit Mai 2007 nutzen auch die Servicekräfte im Neuen Wall zwei Segways. Die Sauberkeit und die Pflege der Pflanzen, das Parkraum-Management, die Sicherheit und das District-Management gehören zu ihrem umfangreichen Aufgabenspektrum.

Gerade das Parkraum-Management bindet auf den 600 Metern Länge einen Großteil ihrer Einsatzkraft. „Durch die Segways sind die Servicekräfte doppelt so effizient,“ erläutert Carsten Dierks, „die Anschaffungskosten für den High-Tech-Roller werden sich daher bereits innerhalb von sagenhaften drei bis vier Monaten amortisiert haben.“

Die Betriebskosten der Segways sind äußerst sparsam: Auf 100 Kilometer verbraucht ein Segway gerade einmal Strom für 50 Cent. Das schafft kein anderes Fahrzeug. Und der Umwelt leistet der Segway auch einen guten Dienst. Er ist fast geräuschlos und hat keine Emissionen. Ein Segway verbraucht immerhin 95 % weniger CO2 als ein PKW bei gleicher Fahrleistung, die Stromerzeugung schon eingerechnet.

Zugelassen ist der Segway auf Geh- und Radwegen bis 20 km/h Höchstgeschwindigkeit. Voraussetzung für das Fahren ist ein Führerschein (mindestens für Mofas) sowie eine KFZ-Haftpflichtversicherung (mit Mofa-Kennzeichen für ca. € 50,- pro Jahr).

Für die Segwaynutzung in Hamburg haben sich schon viele Interessenten gemeldet:
- Pendler, die aus den City nahen Stadtteilen täglich in die Innenstadt fahren
- Ärzte und Labore, die in der Innenstadt schnell ihre Befunde austauschen müssen
- Lieferservices von Restaurants, die Mittags schnell bis an den Bürotisch ausliefern möchten
- Werbeagenturen, die den Segway in Fußgängerzonen für Promotions einsetzen wollen

Man darf also gespannt sein, wo man den Segway in Zukunft überall sehen wird!

In Hamburg kann man den Segway auch fahren, ohne ihn gleich kaufen zu müssen: Auf der Segway Citytour (www.segway-citytour.de ) gibt es ein Fahrtraining und eine 10 km lange Tour durch die Stadt, die nicht nur den Touristen Spaß macht.

„Viele Hamburger zeigen so ihren Besuchern die Stadt von der schönsten Seite,“ so Peer Pubben, Geschäftsführer für die Citytouren, „Und die Tourgutscheine sind ein beliebtes Geschenk zu Geburtstagen und Hochzeiten.“ Gerade im Sommer nutzen auch viele Hamburger Unternehmen die Segways für ihren Betriebsausflug.


segway_hamburg


segway_hamburg_1
Bildmaterial: Segway Hamburg

Kommentare 

 
0 #6 2007-10-01 00:47
Auch ich halte nichts von diesen Geräten.
Ganz abgesehen davon wie albern es wirkt, mit einem solchen Teil stehend zu fahren, hat sich noch niemand Gedanken um die Belastung der Wirbelsäule gemacht. An den unteren Wirbeln entsteht eine ungeheure Belastung, wenn beim relativ entspanntem Stehen während der Fahrt Schläge von unten kommen...
Arbeitsergoneme n predigen seit vielen Jahren, dass sich der gemeine Büroangestellte mehr bewegen soll und hier wird freudig gequietscht, dass die ganz Faulen jetzt mit so einem Teil bis in ihr Büro fahren können (kopfschüttel).
Es gibt seit Jahren immer besser werdende Elektroroller und das zu Preisen unter 3000,- €. Die sind schneller und haben eine viel größere Reichweite. Außerdem passen sie viel besser in den fließenden Verkehr, zumal sie auch auf der Straße fahren dürfen.
Sehr merkwürdig, dass da noch nichts von Förderungen bekannt wurde.
Ich habe den Eindruck, dass bei der Segwayvermarktu ng irgendwie große Taschen von Vorteil sein könnten ... wenn ihr versteht was ich meine.
Anders kann ich mir dieses Getöse über ein so unsinniges Fortbewegungsge rät nicht erklären.
Zitieren
 
 
+1 #5 2007-07-20 14:05
An die Leute von Segway, denkt doch mal bitte über euren Preisaufruf nach!!
Ich bin mir sicher das der Preis "vorerst" gerechtfertigt ist (obwohl man das aufschlüsseln sollte), aber wer glaubt ihr wird sich denn so ein Teil für diesen Preis zulegen?? Kommunen die stinkreich sind--gibts kaum in Deutschland, ich kenne keine!
Firmen die voll im Saft stehen und ihren Mitarbeitern kürzere Laufwege gönnen wollen?--die kaufen eher roller oder Fahrräder!
FÜr Privatpersonen ist das Teil definitiv zu 90% unsinnig.
Also über den Preis nachdenken, Stückzahlen beim Verkauf steigern und wenn man einen gewissen Kundenstamm hat darf der Preis auch "etwas" höher sein als evtl. veranschlagt.
Zitieren
 
 
0 #4 2007-07-18 17:35
Selbst für eine Messe halte ich das Ding für ungeeignet. Da ist so ein kleiner zusammenklappba rer Tretroller das deutlich bessere Gerät. Und für 7000 bis 8000 Eulen gibt es ja schon fast ein neues Auto o.O
Zitieren
 
 
+1 #3 2007-07-18 11:51
Ich habe mich gerade mal ein wenig schlau gemacht was das preisliche anbelangt, bei einem Anschaffungspre is von 7-8.000 Euronen wird sich das wohl kaum lohnen ein solches Teil zu kaufen.
Der Preis grenzt an Ironie.
Dafür das man dieses Segway im endeffekt nur als Fun-teil nutzen kann ist es viel zu teuer!
Zitieren
 
 
+1 #2 2007-07-18 11:44
Die Dinger haben in meinen Augen für den Privatmann auch kaum nutzen, aber für einen Einsatz auf dem Messegeländer zum Beispiel in Frankfurt sind die Teile eine geniale Idee. Das Stundenlange hin und her zwischen den Hallen auf dem Gelände könnte dann wesentlich einfacher und komfortabler werden.
Zitieren
 
 
-1 #1 2007-07-17 16:43
Ich halte es für ein Gerücht, daß der Segway für Entfernungen bis 10 km das schnellste Fahrzeug ist, welches man in der Stadt benutzen kann. Ich fahre mit dem Rad deutlich schneller, auch wenn es weiter als 10 km ist.

Ich sehe absolut keinen verkehrsmäßigen Einsatzzweck des Segways. Entweder verwende ich ein Fahrrad, damit kann man wenigstens einen Einkauf transportieren, oder ich gehe zu Fuß. Nur als Gaudifahrzeug ist der Segway ganz nett, dafür ist das Teil aber zu teuer.
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neueste Kommentare