Tesla Roadster: Weiterhin Getriebeprobleme und Range-Extender geplant

Elektroautos

tesla_roadster_vp1 Der kalifornische Elektroautobauer Tesla Motors hatte Ende Oktober schon die Getriebeprobleme als Grund für die Verzögerung der Markteinführung des Tesla Roadsters genannt. Am vergangenen Mittwoch, den 12. Dezember, hat das Unternehmen mittels Telefonkonferenz allen wartenden Kunden den aktuellen Produktionsstand des Fahrzeuges mitgeteilt.

Nachwievor sind die Getriebeprobleme der Grund für die Verzögerung, nachdem der erste und zweite Getriebelieferant kein funktionierendes Getriebe liefern konnte, wurden nun parallel ein dritter und vierter Getriebelieferant beauftragt, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Das erste Produktionsfahrzeug wurde im Werk Hethel in England fertiggestellt, jedoch nicht mit dem endgültigen Getriebe.


In diesem ersten Produktionsfahrzeug wurde ein Getriebe eingebaut von dem höchstens eine Lebensdauer von ein paar Tausend Meilen aufgrund unzureichender Langzeitbeständigkeit erwartet wird. Tesla hat die Anforderungen an das Elektrofahrzeug-Getriebe unterschätzt und musste dadurch sehr viel Lehrgeld zahlen. Das Getriebe kämpft derzeit hauptsächlich mit einer unzureichenden Langzeitbeständigkeit und Schaltproblemen. Die Getriebelieferanten 3 & 4 werden nicht von ganz vorne anfangen müssen, sondern werden das existierende Getriebedesign verbessern. Die in Planung befindliche Elektroauto-Limousine „White Star“ soll wahrscheinlich das gleiche Getriebe verwenden.

Tesla wird höchstwahrscheinlich einige der ersten Roadster-Fahrzeuge mit einem alles andere als perfektem Getriebe ausliefern und wird die Leistung bei diesen Fahrzeugen etwas reduzieren. Diese Fahrzeuge werden aber zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit dem endgültigen Getriebe ausgestattet. Dem Unternehmen sind die hohen Kosten für diese Getriebeaustauschaktion bewusst, trotzdem wird man diese Maßnahme durchziehen, um wahrscheinlich nicht noch mehr Imageverlust in Kauf nehmen zu müssen und die Kunden nicht noch mehr zu verärgern.

Das Fahrzeug soll nahezu vollständig für den Verkauf freigegeben sein, bis auf einen ausständigen Vibrationstest der Türen. Zukünftige Elektroautos von Tesla – inklusive das Modell White Star - werden wahrscheinlich auch mit Range-Extendern erhältlich sein. Bis die Getriebeprobleme nicht vollständig gelöst sind, läuft die aktuelle Produktion nur sehr langsam an, das Hochfahren der Produktion soll frühestens ab Sommer 2008 möglich sein.

Nun ja, ein Gutes hat die Sache: Zumindest sollten nun die Vermutungen und Gerüchte der letzten Monate über mögliche Batterieprobleme als Grund für die Verzögerung auszuschließen sein.


Quelle: Tesla Motors Club, Tony Belding; Bildmaterial: Tesla Motors


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