Studenten der Hochschule Karlsruhe stellen Elektro-Kart vor

Elektroautos

hs-karlsruhe_e-kart_1 Anscheinend immer beliebter werden sogenannte Karts oder Quads, die sich quasi als vierrädrige Motorräder beschreiben lassen. Fünf Studierende der Fahrzeugtechnologie der Hochschule Karlsruhe haben in ihrer Studienarbeit ein Elektro-Kart selbst konstruiert, welches sie gestern (27. Juni 2008) öffentlich vorstellten.

Die Aufgabe bestand also für die Studenten darin, ein benzingetriebenes Kart auf Elektroantrieb umzurüsten, wozu sie auch eine vollelektronische Antriebsregelung entwickeln, programmieren und testen sollten.



Basis ihrer Arbeit bildete ein benzingetriebenes Kreidler-F100-Kart. Um die Arbeiten möglichst zeitökonomisch zu gestalten, teilten die Studierenden sich in die Funktionsgruppen „Sensorik“, „Aktorik“ und „Verarbeitung“ auf.

Für die Sensorik-Gruppe bestand die Aufgabe darin, die Sensorik zu entwickeln, welche durch den Einsatz von zwei Elektromotoren die Steuerung von zwei getrennten Antriebseinheiten des Karts ermöglichte. Diese war also neu zu entwerfen und zu realisieren, beispielsweise die Drehzahlmessung, aber auch die Ermittlung und Übertragung des Fahrerwunsches durch die Stellung des Gaspedals.

Das Aktorik-Team realisierte für den elektrischen Antrieb die Motoren, Akkus, Leistungselektronik sowie das Getriebe. hs-karlsruhe_e-kart_2

Die Gruppe „Verarbeitung“ sorgte für die Verbindung der einzelnen Sensoriksysteme mit den Aktorikeinheiten und hatte so für ein einheitliches und fehlerfreies Funktionieren aller Fahrzeugelemente zu sorgen.

„Entstanden ist ein Fahrzeug, das sich umweltschonend ideal für den Einsatz im Innenstadt- oder im Kurzstreckenbereich eignet“, so der Betreuer der Studienarbeit, Prof. Jürgen Walter aus der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe, „und selbst beim Einsatz auf Indoor- oder Kartbahnen würden weniger Lärm und keine gesundheitsgefährdenden Abgase entstehen.“

Das Fahrzeug wiegt 200 kg, erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 60 km/h und dies mit einem für Elektromotoren typischen hervorragenden Beschleunigungsmoment. Unter Volllast hat das Elektro-Kart eine Laufzeit von einer halben Stunde – dies entspricht rund zwei Stunden im Normalbetrieb. Ebenfalls wurde von den Projektbeteiligten die sogenannte Rekuperation realisiert, welche beim Bremsen wieder für ein Aufladen der Akkus sorgt.

Auch für die Zukunft des Elektro-Karts ist noch einiges geplant: Zunächst soll es eine Straßenzulassung erhalten, um dann seine Alltagstauglichkeit prüfen zu können. Aber es wird auch schon weiter gedacht: Optimierung der Bremsen, des Microcontrollers, der die Elektronik steuert, Verbesserung der Akkumulatoren, Optimierung der Sensorsysteme und noch etliches mehr.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.


(Quelle und Bildmaterial: Hochschule Karlsruhe)


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