Protoscar hat aus den Projekten Lampo und Lampo2 gelernt und präsentierte am Mittwoch die dritte Version seines Elektrosportwagens der Öffentlichkeit. Mit dem Demonstrationsfahrzeug Lampo3 will Protoscar wieder einmal aufzeigen was machbar ist, schließt eine Kleinstserie aber nicht aus.
Basierten die Vorgängermodelle noch auf dem Chassis des Opel GT, ist der Lampo3 eigens als Elektro-Supersportwagen konzipiert und quasi um die Elektrofahrzeug-Komponenten herum gebaut worden. Der nutzbare Raum konnte dadurch vergrößert werden und macht den neuesten Lampo3 zum 2+2-Sitzer mit „ausreichend“ Kofferraum. Das Leichtbau-Chassis trägt seine wassergekühlten Batterien im Mitteltunnel und bietet auch den insgesamt drei Elektromotoren, vorne einer und zwei hinten, genügend Platz.
Die Anordnung der Motoren macht den Lampo abermals zum Allradler, bei dem auf Differential- oder Verteilergetriebe verzichtet werden kann, da durch intelligentes Torque Vectoring die Drehzahl jedes Motors individuell gesteuert wird und so beispielsweise bei Kurvenfahrten das äußere Rad mit einer höheren Drehzahl antreibt.
Die gesamte Leistungselektronik des Lampo3 stammt von dem Schweizer Antriebsspezialisten BRUSA. Dazu gehören die drei Hybridsynchronmaschinen, die Drehstromumrichter, das 22-kW-Schnellladegerät, der DC/DC-Wandler für das Bordnetz und die vier Batteriepakete inkl. BSM, die mit prismatischen Lithium-Ionen-Zellen von Kokam bestückt sind und eine Gesamtkapazität von 32 kWh zur Verfügung stellen. Durch das Schnellladegerät können die Batterien in nur 1,5 Stunden wiederaufgeladen werden. Zudem ist der Lampo mit einer Schnittstelle nach dem CHAdeMO-Standard ausgestattet, was das Schnellladen mit Gleichstrom ermöglicht.
Im Gesamtpaket kommen somit beachtliche Fahrwerte zustande:
Neben der ersten öffentlichen Fahrpräsentation des Lampo3 bei der Michelin Challenge Bibendum, die nächste Woche in Berlin stattfinden wird, hat Protoscar bereits angekündigt, den Lampo3 mit dem 24h-LeMans-Gewinner der GT1-Klasse von 2010, Gabriele Gardel, im Laufe des Jahres auf verschiedenen Teststrecken zu schicken.
(mk/wattgehtab.com)