Projekt StreetScooter: RWTH Aachen entwickelt E-Fahrzeug für den schmalen Geldbeutel

Elektroautos

 Die RWTH Aachen University arbeitet an einem Elektrofahrzeugkonzept für das „Projekt StreetScooter“. Hierbei soll eine kostengünstige Elektrofahrzeugfamilie als modulares Baukastensystem für den Stadtverkehr entstehen.

Das Kernziel ist die Schaffung eines serientauglichen Fahrzeuges bei minimalen Herstellkosten, um die Vorteile des Elektrofahrzeuges einer breiten Masse zugänglich zu machen. Durch eine Forschungs- und Entwicklungsallianz mit der Industrie werden erste Prototypen im Jahr 2011 für die Fahrzeuggesamttests erwartet, die Produktion einer Kleinserie soll 2012 starten.

Durch den geplanten Verkaufspreis von 5.000 Euro (exkl. Batterie) bei Grossserienproduktion bedarf es zur Entwicklung der modularen und skalierbaren Elektrofahrzeugfamilie grosser Veränderungen in der Fahrzeugentwicklung, der Produktion sowie im Vertriebskonzept. Nach der bereits abgeschlossenen Konzeptphase startet das „Projekt StreetScooter“ nun mit der zweijährigen Entwicklungsphase der Elektrofahrzeugfamilie, bestehend aus einem zweisitzigen „Compact“, einem viersitzigen „Friends“, den Kleintransportern „Pickup“ (offene Ladefläche) und „Work“ (geschlossene Ladefläche) plus einer „Cabrio“- sowie „Coupé“-Variante.

Die Derivate werden sich durch skalierbare Fahrleistungen, flexible Reichweite sowie eine hohe Individualisierbarkeit von Innenausstattung und Aussengestaltung auszeichnen. Der interdisziplinäre Verbund, angeführt durch das Institut für Kraftfahrzeuge (ika), das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) sowie die Institute für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) und für Elektrische Maschinen (IEM), verbindet Forschungsdisziplinen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, der Betriebswirtschaft und der Informatik. Dies ermöglicht die ganzheitliche Betrachtung der zentralen Forschungsthemen der Elektromobilität: Batterietechnologie, Leistungselektronik, elektrischer Antrieb, Energieeffizienz, optimierte Leichtbaukarosserien, neuartige Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme sowie Batterieleasing-, Energieversorgungs- und Infrastrukturkonzepte stehen im Fokus der aktuellen Forschung. Weiterhin nutzt das „Projekt StreetScooter“ die sich ergebenden Anknüpfungspunkte und Synergieeffekte aus den zahlreichen Aktivitäten und Projekten im Bereich der Elektromobilität der Modellregion Aachen.

Gestartet als strategisches Projekt der RWTH ist es in der Zwischenzeit gelungen, eine Reihe Unternehmen zu einer Forschungs- und Entwicklungsallianz „StreetScooter“ zu vereinen. Die Industriepartner beteiligen sich mit eigenem Entwicklungspersonal und investieren neben Material und Zulieferkomponenten auch liquide Mittel. Interessierten
Unternehmen aus der Automobilzulieferindustrie oder Herstellern von Produktionstechnologie steht es aber auch weiterhin offen, sich in die Forschungs- und Entwicklungsallianz „StreetScooter“ einzubringen. Abgegrenzte Aufgaben werden ergänzend in öffentlich geförderten Projekten erarbeitet und werden in das Gesamtkonzept integriert. Nähere Informationen zum Projekt sind unter RWTH-StreetScooter.de zu finden.

(mp/wattgehtab.com)

 


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