Opel Ampera: Erprobung und Vorbereitungen für den Produktionsstart

Elektroautos

opel-ampera-erprobung-04092009 Im Testzentrum Dudenhofen hat Opel mit der Erprobung des Ampera begonnen. Die Entwickler bereiten den Marktstart des Elektroautos mit Range-Extender bis Ende 2011 vor.

Die Ingenieure haben die Komponenten des Voltec-Elektroantriebs - Batterie, Motor sowie Generator - in zwei gewöhnliche Serienautos implantiert. Solche Erprobungsfahrzeuge werden wegen des Mix aus zwei Arten auch als „Mules“ (englisch für Maultiere) bezeichnet. Opel-Ingenieure in Mainz-Kastel arbeiten parallel an der Lithium-Ionen-Batterie.

Die Entwicklung am realen Fahrzeug gliedert sich in drei Phasen. Zunächst wird in Mules das Verhalten einzelner Komponenten sowie deren Zusammenspiel erprobt. Dann werden Fahrzeuge aufgebaut, in denen alle Komponenten integriert sind. Obwohl sie noch viele handgefertigte Teile enthalten, weisen sie schon Ähnlichkeit mit dem späteren Serienfahrzeug auf. In der finalen Phase haben  die Fahrzeuge schon nahezu Serien-Optik und –Funktionalität. Mit dieser letzten Generation vor der Serienproduktion erhält das neue Modell unter anderem im Windkanal den letzten Aerodynamik-Schliff.

Der Ampera ist als Serienhybrid ausgelegt, dabei werden die Räder zu jeder Zeit und bei jeder Geschwindigkeit elektrisch angetrieben. Strecken bis 60 Kilometer legt der Ampera rein elektrisch zurück. Die Energie dazu liefert eine aus 220 Zellen bestehende 16 kWh Lithium-Ionen-Batterie.

Beim Serienhybrid entfällt die Angst vor dem Liegenbleiben, weil ein kleiner mit Benzin oder Bioethanol (E85) betriebener Generator (Range-Extender) anspringt, wenn die Batterieladung zur Neige geht, um auch Langstrecken ohne Unterbrechung bis zu 500 Kilometern sicherzustellen.

Der Elektroantrieb leistet 111 kW/150 PS und liefert ein Drehmoment von 370 Newtonmeter. Den Sprint auf 100 km/h schafft der Ampera in rund neun Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 161 km/h.

Das Fahrzeug kann an jeder normalen 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Nach Angaben von Opel kostet der elektrisch gefahrene Kilometer beim Ampera nur rund ein Fünftel im Vergleich zu einem konventionellen Benziner.

(mp/wattgehtab.com)

 


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