Mini E auf der LA Auto Show 2008

Elektroautos

bmw_mini_e_la2008_1 Der Mini E mit Elektroantrieb feiert auf der LA Auto Show seine Premiere. Der zweisitzige "Mini E" ist ein Stadtfahrzeug, der sich besonders für die amerikanischen Metropolen Los Angeles und den Großraum New York mit ihren großen innerstädtischen Entfernungen eignen soll. Dort sollen 500 Mini E in einem Feldversuch für ein Jahr zeigen, was sie können.

Der Elektro-Mini „tankt“ für 3 Euro voll und fährt dann rund 240 Kilometer. Seine Reichweite ist dann am größten, wenn der Verkehr so richtig dick ist, denn er produziert seinen Strom durch die Bremsenergierückgewinnung selbst. Bei viel Stop-and-Go-Verkehr soll laut BMW die Reichweite damit um bis zu 20 Prozent zunehmen.

Die 500 ausgewählten Fahrer oder Unternehmen, die ein Jahr lang elektrisch fahren dürfen, bekommen in ihrer Garage eine Box installiert, die höhere Stromstärken zulässt. So meldet die Batterie nach zwei Stunden wieder volle Betriebsbereitschaft. In 8,5 Sekunden hat der 150 kW / 204 PS starke Elektromotor die 100-km/h-Marke erreicht. Die Beschleunigung endet erst bei gut 150 km/h.

BMW hat sich für eine Lithium-Ionen-Batterie aus handelsüblichen Rundzellen entschieden, wie man sie aus Telefonen und Laptops kennt. 5088 davon werden in 48 Modulen zusammengefasst. Das halten die Münchner zur Zeit für die sicherste Batterie, schließen aber nicht aus, später größere und damit weniger Zellen in anderen Batterien zu verwenden.

Die Gesamtkapazität der jetzigen Batterie beträgt 35 kWh, die Batteriespannung 380 Volt. Sie sitzt dort, wo beim normalen Mini die Hinterbank Platz findet. Der Elektromotor samt Regelelektronik passt in den Motorraum. Mit 1465 Kilogramm wiegt der Mini E 135 Kilogramm mehr als das konventionelle Modell mit Benzinmotor. Ein paar Veränderungen an der Federung und an den Bremsen sollen das Mehrgewicht ausgleichen. Insgesamt wird eine ausgeglichene Verteilung der Achslasten erreicht.

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(Quelle: ar/BMW)


Kommentare 

 
0 #13 Christian Müller 2008-11-27 20:51
Die Nennleistung wird keine 204 PS betragen. Wenn der Motor dauerhaft 50PS bringen kann kann man ihm aber kurzfristig auch 200PS abverlangen - Schaden nimmt er dabei nicht, wird nur langsam unzulässig warm - zum Beschleunigen beim Auffahren auf die Autobahn ist das aber kein Problem, kurzfristig die Leistung abzurufen - und es kann auch wirklich seeeehr nützlich sein.
Also warum kleiner dimensionieren? Man verschenkt Dynamik, er würde nicht unbedingt wesentlich billiger werden (und wenn schon - der wesentliche Preistreiber ist der Akku) und ein kleinerer Motor hat auch keinen besseren Wirkungsgrad - also bei gleicher Fahrweise gleicher Verbrauch - egal ob der Motor nun etwas größer oder kleiner ist.

Akku kleiner... ja, könnte man machen - aber dann nicht ohne Rangeextender!
Es ist auch die Frage welche Bremsleistung eine kleinere Batterie bei der Rekuperation verkraften könnte. Möglicherweise reicht das dann nicht mehr aus und man müßte einen Bremswiderstand zu Hilfe nehmen oder mit den mechanischen Bremsen unterstützen.

Radnabenmotoren werden vermutlich teurer sein als normale Synchronmotoren .
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0 #12 2008-11-27 14:54
Mini für zwei Personen, 1500 Kg, Null auf Hundert in8.4 Sekunden, läuft 150 Sachen, 240 Km Reichweite... wer brauchts den wirklich so potent, alles ca. halbieren (15 Sekauf100 100VMax, 120 Km Reichweite), und plötzlich wär die nötige Batterie so gross dass das Auto vollwertig ist und für LA und hiesige Verhältnisse ausreichend wäre und auch nicht die Welt kosten würde. MiniTesla ist toll aber so bringt es die meisten von uns auch nicht weiter wenns so Macho weitergehen soll. Ach ja mit den Radnabenmotoren von Michelin und der Batterie in der Front müsste doch das zu machen sein. so long Panopix
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0 #11 Christian Müller 2008-11-26 23:37
Wenn der Mini es so tut ist das doch gut. Wenn ein Haufen komplizierter teurer und fehleranfällige r Technik drin stecken würde wäre das ja nicht unbedingt die Lösung...

Und ich würde die Innovation auch nicht unterschätzen - es gibt noch kein wirkliches Serienfahrzeug mit Lithiumakkus. Wenn der Akku eines Tages bewiesen hat, dass er bezahlbar, sicher und langlebig ist ist das schon sehr viel Innovation - auf jeden Fall genug um einen sehr großen Schritt in Richtung massenhafter Elektromobilitä t zu gehen.
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0 #10 2008-11-26 14:12
Vielleicht war das der schnellste Weg für BMW, um weiter in Kalifornien zu bleiben und gleichzeitig jetzt schon gute Schlagzeilen zu machen - andere Hersteller, die komplett neue E-Autos entwickeln, brauchen dafür ja noch einige Zeit. Selbst wenn das von BMW kein ernsthafter Schritt in Richtung Alternativantri ebe sein soll: Es zeigt, dass selbst bei einem schlichten Umbau schon derart große Reichweiten möglich sind. Gewollt oder ungewollt, es deutet zumindest auf dem Gebiet der Akkuleistung auf einigen Fortschritt und Innovation hin.
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0 #9 2008-11-26 12:49
Ich muss sagen Innovation sieht für mich anders aus.
BMW nimmt sein kleinstes Modell, reißt alles raus und baut Elektroautokomp onenten rein. Eine etwas größere Investition könnte man schon erwarten. Ich denke sie tun das um in Kalifornien weiter Autos verkaufen zu dürfen. Was denkt ihr?
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0 #8 Christian Müller 2008-11-25 13:44
Antwort der Übersichtlichke it halber im Hauptthread.

Stimmt aber - der Wagen ist auf jeden Fall top.
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0 #7 Christian Müller 2008-11-25 13:35
Klar sollte das eine Antwort sein.

Was soll denn am Begriff Bremsenergierüc kgewinnung so verkehrt sein? Ok, genau genommen wäre "Rückgewinnung der kinetischen Energie" schon treffender - aber das ist doch Haarspalterei.

Der Wagen hat Li-Akkus, da darf man mit 90% Wirkungsgrad rechnen. Wenn man den Motor beim Bremsen und beschleunigen auch mit 90% ansetzt bekommt man über 70% der Energie zurück. Also aus 50 auf 0 Bremsen und wieder auf >40 beschleunigen ohne zusätzliche Energie zu benötigen.

Der Hintergrund der Reichweitenerhö hung gegenüber Konstantfahrt kann aber natürlich per Prinzip nicht die "Bremsenergierüc kgewinnung" sein da verlustbehaftet - stimmt sondern der Grund wird in der verringerten Geschwindigkeit im Stadtvderkehr liegen und das kommt bei dem Text nicht raus, so dass der technisch unwissende Leser in die Irre geführt wird - stimmt schon.

Ich glaube aber vielen sind solche Details eh zu hoch ... wenn man mal so in die Autoblöd schaut... Da war mal vor ein paar Monaten ein Artikel zum Prius in dem nicht nur Rechnungen falsch waren sondern auch zwischen Energie und Leistung nicht unterschieden wurde.

Oder es wird bei Plug-in-Hybrids ein Verbrauch in Litern Benzin angegeben - absoluter Unsinn sofern nicht der kombinierte Verbrauch aus kwh und Litern Benzin angegeben wird - und auch das käme zu kurz da das Verhältnis bei jeder Strecke anders sein kann zwischen 0% Strom und 100% Strom.
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0 #6 2008-11-25 02:47
@CrazyChris: Soll das eine Antwort auf die vorherigen Kommentare sein?
Dass man bei Stop-and-Go mit Rekuperation 20% gegenüber einem entsprechenden Fahrzeug ohne Rekuperation spart (bzw. soviel größere Reichweite bekommt), hatte niemand bezweifelt.
Aber Stop-and-Go ist generell schlechter als kontinuierliche Fahrt (ohne Rekuperation natürlich noch viel schlechter) und das klingt oben im Artikel halt anders. Und als ob das Auto seinen Strom selbst produzieren könnte, wo es doch eigentlich nur einen kleineren Teil der Energie zurückgewinnt, die es schon aufwenden musste, um überhaupt zu fahren.
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0 #5 Christian Müller 2008-11-25 02:06
Beim BionX Fahrradmotor mit Rekuperation wird auch durchaus von 15% größerer Reichweite gesprochen, beim Vectrix waren es ... ich meine knapp 10% - aber der hat auch eine NiMh Batterie mit schlechtem Wirkungsgrad - da hätte Lithium nur ein Drittel der Verluste.
Beim Auto ist das Potential der Energierückgewi nnung ja noch etwas höher (Verhältnis Masse zu Fahrwiderstand) - also die 20% glaube ich schon.
Vielleicht sinds in der Praxis auch nur 18 oder 15 - aber darüber braucht man ja wohl nicht streiten, oder?
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0 #4 2008-11-21 18:01
Ich bin auch im Artikel über die physikalisch unsinnige Bemerkung zur "Bremsenergierüc kgewinnung" bzw. das Stop-and-Go gestolpert.

Der geringere Windwiderstand beim Fahren in der Stadt ist die eine Sache und spart sicherlich auch Energie - doch die 20% mehr Reichweite kommen dann trotzdem nicht durch Stop-and-Go und die Wiedergewinnung der Energie beim Bremsen! Entweder die Aussage vom Hersteller ist als Vergleich zum Fahren ohne Energierückgewi nnung gemeint oder eben, dass es Energieeinsparu ngen durch die insgesamt langsameren Fahrt in der Stadt gibt und vielleicht noch den dortigen etwas günstigeren Windbedingungen im Vergleich zum Flachland. Oder vielleicht beides.

Gegenüber der konstant langsamen Fahrt gibt es beim Bremsen (Stop-and-Go-Verkehr) natürlich Energieverluste und zurückgewonnen wird nicht mal genau so viel Energie, wie in die vorherige Bewegung hineingesteckt wurde. Selbst bei Bergen nicht, die man ja mit Energieaufwand erst mal hoch muss ...
Ich würde sogar vermuten, dass ein Anfahren mit dem Auto etwas mehr Energie verbraucht als ein In-Bewegung-Bleiben.

Aber auch ohne den Energiezauber finde ich das Auto schon mal ganz toll :o).
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