Mercedes zeigt seriennahe Studie BlueZERO in Detroit
Elektroautos
Donnerstag, den 01. Januar 2009 um 14:54 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Mit dem seriennahen Concept BlueZERO präsentiert Mercedes auf der North American International Auto Show in Detroit (11. bis 25. Januar) auf Basis einer Fahrzeug-Architektur drei Modelle mit unterschiedlichen Elektro-Antriebskonfigurationen.
Realisiert wurden die drei Varianten auf Basis der Sandwichboden-Architektur, die der Hersteller bereits vor zehn Jahren für die A- und B-Klasse eingeführt hat. Die weiterentwickelte Konstruktion soll die wesentlichen Antriebskomponenten schwerpunktgünstig, platzsparend und bestmöglich geschützt im Unterboden des Fahrzeugs unterbringen.
Die drei BlueZERO-Modelle mit unterschiedlichen Antriebskonfigurationen:
• der BlueZERO E-CELL mit batterie-elektrischem Antrieb und einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 200 Kilometer,
• der BlueZERO F-CELL mit Brennstoffzelle, der eine elektrische Reichweite von über 400 Kilometer erzielt,
• und der BlueZERO E-CELL PLUS mit Elektroantrieb und zusätzlichem Verbrennungsmotor als Stromgenerator („Range Extender“). Diese Version erzielt eine Gesamtreichweite von bis zu 600 Kilometer und fährt rein elektrisch bis zu 100 Kilometer weit.
Alle drei Modelle fahren klassentypisch mit Frontantrieb. Die kombinierbaren Antriebskomponenten haben die Mercedes-Ingenieure in einem modularen Baukastensystem zusammengefasst. Dazu zählen flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen Akkus mit bis zu 35 kWh Speicherkapazität sowie der kompakte, maximal 100 kW starke Elektromotor (Dauerleistung: 70 kW), der ein maximales Drehmoment von 320 Nm entwickelt. Alle drei Varianten beschleunigen in weniger als elf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist im Sinne einer optimalen Reichweite und Energieeffizienz elektronisch auf 150 km/h begrenzt.
Bei einer Ladeleistung von 15 kW können die Lithium-Ionen Akkus der E-CELL-Modelle innerhalb von 30 Minuten Energie für 50 Kilometer Reichweite speichern. Rein elektrische Reichweiten von 100 Kilometer beziehungsweise 200 Kilometer fordern eine Ladezeit von einer beziehungsweise zwei Stunden. Bei einer Ladeleistung von haushaltsüblichen 7 kW verdoppeln sich die Ladezeiten. In beiden Fahrzeugen ist eine Elektronik vorgesehen, die intelligente Ladestationen und Abrechnungssysteme unterstützt.
Beim E-CELL PLUS ist im Heck als zusätzlicher Range-Extender der aus dem smart fortwo bekannte 1,0 Liter-Turbo-Benzinmotor eingebaut. Der kompakte Dreizylinder erzeugt bei konstant 3500 U/min eine Leistung von 50 kW. Bei Bedarf lädt er über einen gleichstarken Generator den 17.5 kWh Lithium-Ionen Akku nach.
(mp/wattgehtab.com)
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