Genf 2010: Protoscar präsentiert Lampo 2

Elektroautos

lampo_2_151209 Nur ein Jahr nach der erfolgreichen Präsentation des ersten Lampo wird Protoscar bereits auf dem nächsten Auto-Salon in Genf den Nachfolger des Elektrosportwagens präsentieren. Dieser wird noch effizienter als sein Vorgänger sein und dank seiner Schnellladefunktion für eine Strecke von bis zu 100 km nur 10 Minuten Ladezeit benötigen.

Durch Gewichtseinsparungen, Verbesserung der Aerodynamik und die Optimierung einzelner Komponenten im Antriebsstrang konnte die Effizienz des Lampo 2 erhöht werden. Wie sein Vorgänger auch besitzt der Lampo 2 jeweils einen Elektromotor pro Achse mit einer Gesamtleistung von 260 kW mit einem um 50% gesteigerten Drehmoment von 600 Nm. Dies ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Reichweite soll über 200 km betragen.

Das Konzeptfahrzeug wird über vier unterschiedliche Ladefunktionen verfügen:

- Einphasenwechselstrom bis zu 3,3 kW mit dem integrierten Ladegerät - typisch für das nächtliche Aufladen Zuhause,

- Einphasenwechselstrom bis zu 6,6 kW mit dem integrierten Ladegerät und an Ladesäulen, die mit "Control-Pilot"- und PLC (Power Line Communication)-Technologie       ausgestattet sind - typisch für öffentliche Ladestationen,

- Dreiphasenwechselstrom bis zu 9,9 kW mit dem integrierten Ladegerät - typisch für professionelle Flottenanwendungen und

- eine externe Gleichstrom-Schnellladestation mit einer Spitzenleistung von 80 kW, bei der eine 10-minütige Ladung eine Reichweite von bis zu 100 km ermöglicht.

Somit ist ein direkter Vergleich der unterschiedlichen Technologien bezüglich ihrer Effizienz und Benutzerfreundlichkeit unter realen Bedingungen möglich.

Neben dem Lampo 2 werden am 2. März 2010 in Genf auch Ladeinfrastrukturlösungen zu sehen sein: ein gemeinsam mit ALPIQ entwickeltes intelligentes Ladegerät für Daheim, die öffentliche Ladestation E-TOTEM und die mit ABB und BRUSA entwickelte Schnellladestation.

Der Lampo 1, der im vergangenen Jahr mehr als 10.000 km auf Rennstrecken und öffentlichen Straßen in ganz Europa absolviert hat, wird zusammen mit dem Lampo 2 weiterhin zu Demonstrations- und Testzwecken unterwegs sein. Protoscar ließ sich bisher nicht ermutigen eine Kleinserie des Lampo zu produzieren und zu verkaufen. Mit dem Lampo 2 möchte man aber herausfinden, inwieweit die Produktion des Elektro-Cabriolets möglich wäre. Dazu sollen Gespräche mit entsprechenden Industriepartnern und Investoren geführt und die Erwartungen und Wünsche potentieller Käufer ermittelt werden.

Zu den wichtigsten Partner und Sponsoren des Lampo-Projekts gehören die Firma BRUSA (Lieferant für Antriebsstrang), ALPIQ (Energiedienstleister), das Fraunhofer Institut, ABB (DC-Ladetechnik) und das Schweizer Bundesamt für Energie.

(mk/wattgehtab.com)


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