Wie sein US-Bruder "Volt" ist der Ampera als Serienhybrid ausgelegt und basiert größtenteils auf dessen Komponenten. Die T-förmige 16-kWh-Lithium-Ionen-Batterie von LG Chem soll den Ampera bis zu 60 km (nach MVEG) rein elektrisch fahren lassen, danach über nimmt der eingebaute Range-Extender (kleiner Benzin/Bioethanol-Generator) die Versorgung des Elektromotors. „Reichweitenangst“ ade: Der Aktionsradius erhöht sich damit auf rund 500 km.
Der Ampera kann an jeder normalen 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden. Daneben forscht GM Europe gemeinsam mit Energieversorgern, wie zum Beispiel der spanischen Iberdrola, an Konzepten für eine Infrastruktur zum Aufladen von Elektroautos.Preise zur Markteinführung wurden noch keine genannt, nicht einmal eine grobe Größenordnung konnte man den Rüsselsheimern entlocken. Ein Opel-Standbetreuer ging jedoch mit unserer Aussage konform, dass der Ampera aus heutiger Sicht für beispielsweise 60.000 Euro zur Markteinführung immer noch ein Schnäppchen wäre. Mit diesen hohen Kosten für die Elektroantriebskomponenten - aufgrund der niedrigen Stückzahlen in der Anlaufphase - werden aber auch andere Hersteller zu kämpfen haben. Beispielsweise schlagen die Kosten für die Batterie mit derzeit bezifferten 600 US-Dollar/kWh für die Serie am meisten zu Buche, so ein Opel-Mitarbeiter in Genf.
„Eine hochmoderne Lithium-Ionen-Batterie ist der Schlüssel, um den Ampera so verbrauchergerecht wie möglich zu machen“, so Hans Demant, Opel-Chef und GM Europe Vice President Engineering. „Die Ingenieure unseres Forschungs- und Entwicklungszentrums in Mainz-Kastel testen die Batterie rund um die Uhr 365 Tage im Jahr, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen unserer Kunden gerecht wird.“
Den Batteriepack für den Ampera stellt GM in einer Lithium-Ionen-Produktionsanlage her, der ersten, die von einem der großen Automobilhersteller in den USA betrieben wird. Die mehr als 220 Lithium-Ionen-Zellen des T-förmigen Blocks sorgen für satte Leistung. Der äußerst geräuscharme Elektroantrieb liefert 370 Newtonmeter Drehmoment ab Stillstand, das entspricht 111 kW/150 PS. Er beschleunigt den Ampera in rund neun Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 161 km/h ausgelegt.
Der Ampera eignet sich ideal für die täglichen Fahrgewohnheiten der meisten europäischen Kunden. So sind beispielsweise 80 Prozent der deutschen Fahrer weniger als 50 Kilometer pro Tag unterwegs. Zudem glänzt er mit niedrigen Betriebskosten: Nach Opel-Schätzungen kostet ein elektrisch gefahrener Kilometer im Ampera bei den aktuellen Kraftstoffpreisen nur rund ein Fünftel im Vergleich zur Fahrt in einem konventionellen Benziner.
Voltec-Antrieb
„Voltec“ ist der Markenname für die Technologie, die das GM-Elektroauto mit verlängerter Reichweite (E-REV, extended-range electric vehicle) nutzt. Das Voltec-Elektro-Antriebssystem verfügt über einen T-förmigen Batterie-Block, eine 111 kW starke elektrische Antriebseinheit sowie einen Generator zur Stromerzeugung.
Der Opel Ampera wird als E-REV bezeichnet – ein Konzept, das sich grundlegend von einem konventionellen Hybrid-Antrieb unterscheidet. Bei einem E-REV sorgt ausschließlich der Elektromotor für den Antrieb der Räder, während konventionelle Hybrid-Autos von einem Elektromotor, einem Benzin-Aggregat oder beiden gleichzeitig angetrieben werden.
(mp/wattgehtab.com)