Genf 2009: Chevrolet Volt kommt als Opel Ampera nach Europa

Elektroautos

opel_ampera_genf2009 Auf der IAA 2007 noch als Opel Flextreme vorgestellt, hört die neue Designstudie - basierend auf dem Elektroauto Volt der Schwestermarke Chevrolet - auf den Namen "Ampera". Der Wagen wird auf dem diesjährigen Genfer Autosalon (5. bis 15. März) erstmals präsentiert. Die Studie soll einen Vorgeschmack auf das ab 2011 erwartete Serienmodell geben.

Das Fahrzeug soll wie auch der Volt eine Gesamtreichweite von mehreren hundert Kilometern mit Hilfe des eingebauten Range-Extenders haben. Kurzstrecken bis 60 Kilometern können rein elektrisch zurückgelegt werden. Der Ampera ist ebenfalls mit der Plug-in-Technik ausgestattet, somit kann die eingesetzte Lithium-Ionen-Batterie zusätzlich an jeder normalen 230-Volt-Steckdose aufgeladen werden.

Erst vor zwei Wochen hat General Motors den Auftrag zur Fertigung von Batterien für das amerikanische Schwestermodell Volt an den südkoreanischen Konzern LG vergeben. Um den zukunftsträchtigen Auftrag hatte sich auch der deutsche Automobilzulieferer Continental bemüht, der damit leer ausging. Die Vermutung liegt also nahe, dass auch der Ampera mit dem gleichen Batterie-Package beliefert wird.  

Weitere Informationen zum Ampera gibt es am 3. März auf dem Genfer Salon.

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #11 2009-02-21 23:30
Erste Spy-Fotos vom Opel Ampera sind aufgetaucht (www.worldcarfans.com/9090219.027/mini1/opel-ampera-spied-completely-uncovered).
Zitieren
 
 
0 #10 Christian Müller 2009-02-04 02:24
Ich gebe Dir völlig recht, dass der E-Motor dem Verbrenner in den meisten Situationen überlegen ist - im Stop-and-Go Verkehr krieg ich auch nen Krampf wenn ich diesen technischen Unsinn da sehe der die Städte verstopft.
"Unbrauchbar" kann man es aber dennoch nicht nennen da es zig millionenfach überall auf der Welt funktioniert.
Aber es könnte deutlich besser sein!

Das Beispiel mit der Bummelfahrt stimmt aber nicht. Selbst mit meinem 04er Corsa (101PS) komme ich bei knapp 100km/h konstant unter 4 Liter und komme in den Bereich des von Opel angegebenen Verbrauchs (3,8l).
Es stimmt, dass solche Schleicherei für die meisten Leute praxisfremd ist - aber das gilt für den Fahrtwiderstand bei E-Fahrzeug genauso! Steigt die Geschwindigkeit geht der Verbrauch hoch und die Reichweite runter.
Und der Stromgenerator kann auch nicht zaubern - bei konstanter Fahrt im richtigen Wirkungsbereich ist der Direktantrieb effizienter als der serielle Hybrid.
Beim TwinDrive Konzept kann man da noch über andere Spielchen nachdenken - z.B. mit dem E-Motor die Last des Verbrenners bei langsamer Konstantfahrt erhöhen, um diesen im optimalen Wirkungsbereich zu halten - macht nur bei gering geladener Batterie Sinn - das Ziel muss es sein, denn Verbrenner so wenig wie nur möglich zu benutzen - aber wenn es geht nicht den Umweg über Generator und E-Motor zu nehmen.

Einzige Ausnahme - im Winter könnte man den Verbrenner zum heizen benutzen. Er läuft dann mit so viel Last, dass die gewünschte Wärmemenge anfällt - der Strom ist in dem Fall positives Nebenprodukt - angewandte Kraft-Wärme-Kopplung.
Abe mann sollte nicht teuren in Akkus gespeicherten Strom zum Heizen verwenden wenn es vermeidbar ist.
Zitieren
 
 
0 #9 Theo 2009-02-03 22:46
Der Verbrenner-Direktantrieb macht nur (wenn überhaupt) Sinn, wenn man konstant auf Langstrecke unterwegs ist.
Bei den allermeisten Fahrten jedoch:
Anfahren, Beschleunigen, wechselnde Geschwindigkeit en, da ist der Drehmomentverla uf des Verbrenners (technisch bedingt und unabänderbar) sehr ungünstig.
Im Vergleich zum direkten E-Antrieb könnte man ihn sogar als "unbrauchbar" für solche Betriebsweise bezeichnen. Abgesehen davon, daß im ständigen Kurzstreckenver kehr wesentlich höhere Verbrauchswerte als die in den Prospekten angebenen technisch unvermeidlich sind und selbst der Rußpartikelfilt er seinen Dienst versagt. Und wenn man bedenkt, wie sich der Jahresfahrzyklu s von Otto Normalverbrauch er darstellt.
Und selbst bei Langfahrten wird ein Range Extender weniger verbrauchen. Nicht von ungefähr hat der Mini Qed von PmlFlightLink 1000 Km Reichweite. Ein handelsüblicher Notstromgenerat or hat einen wesentlich geringeren Spritverbrauch um z.B. 10 KW bereitzustellen . Die würde man ca. bei 100 Km/h Bummelfahrt auf der Autobahn benötigen (ebene Strecke). Ein Superhochmodern er Verbrenner nimmt sich dann 4-5 Liter, der Motor-Generator etwa 2 Liter/Stunde.
Also nach Adam Riese etwa die Hälfte.
Schönen Abend noch, Grüße Theo
Zitieren
 
 
0 #8 Christian Müller 2009-02-03 13:33
Ich würde auch den Direktantrieb unter bestimmten Umständen als sinnvoll ansehen - damit meine ich das Konzept des Golf TwinDrive.
Der hat als normalen Fahrmotor einen E-Motor und einen Range-Extender mit Verbrenner. In der Stadt ist das ein serieller Plug-In-Hybrid aber auf der Autobahn ist noch ein Gang für höhere Geschwindigkeit en vorhanden.
Bei langen Autobahnstrecke n ist das sinnvoll da man nicht die Verluste hat die durch Generator und E-Motor entstehen (knapp 20% zusammen). Wer häufig Strecken >60km Überland fährt hat da Vorteile gegenüber Volt/Ampera. Für Kurzstrecken die rein elektrisch gefahren werden oder Stadtverkehr bringt es natürlich nichts.
Zitieren
 
 
0 #7 2009-02-03 11:01
Mit "Verschlimmbesse rung" ist natürlich nur gemeint, den Verbrenner zum direkten Antrieb zu nutzen und in diesem Sinne weiter zu entwickeln (oder es noch weiter zu versuchen)...
Im Kontext mit der Entwicklung eines Range Extenders im positiven so zu verstehen:
Betrieb konstant im optimalen Drehzahlbereich bei maximalem Drehmoment und minimalen Emissionen, ergibt optimalen Wirkungsgrad und damit ergo minimalen Spritverbrauch. Da sollte man z.B. auch den verbesserten Betrieb mit Gas vorantreiben.
Und logischerweise werden natürlich alle Erkenntnisse und die gesamte vorhandene Fachkompetenz der Verbrennertechn ik im Range Extender zum Tragen kommen.
Wäre doch schlimm, wenn nicht.
Was wir heute am Markt haben, sind z.B. Notstromgenerat oren, die noch erhebliches Entwicklungspot enzial in der (Verbrenner-)Motorentechnik erfordern um vorgenannte Kriterien zu erfüllen.
Grüße Theo
Zitieren
 
 
0 #6 Christian Müller 2009-02-02 19:56
Da das E-Auto ohne Rangeextender auf absehbare Zeit wenig Perspektiven hat, eine vollwertige Alternative zum konventionellen Antrieb zu sein ist der Ausdruck "Verschlimmbesse rung von Verbrennertechn ik" völlig daneben.

Und Normen sind die Feimde von Innovationen.

Allerdings gebe ich Siox recht - Ladekabel sollte man wirklich äußerst zügig vereinheitliche n - ein Auto kann ja auch durchaus mehrere verwschiedene Anaschlüsse haben mit denen es unterschiedlich schnell geladen werden kann.
Wichtig ist, dass es überhaupt geladen werden kann - das ist vielerorts noch nicht gegeben.
Zitieren
 
 
0 #5 2009-02-01 11:24
Das Ganze hat alles seine guten und schlechten Seiten.

Das Schlechte: Alles wird auf dem Rücken des Kunden ausgetragen. Heißt, heute gekauft und bewundert, morgen veraltet und belächelt. Müllprobleme durch schnelle Generationswech sel.

Das Gute: Durch die Schlüsseltechno logie Lithium Akku und eben keiner Einigung auf einen Standard, versuchen alle Hersteller sich den besten Technologiepart ner zu sichern. Durch die harte Konkurenz und den dadurch stark auftretenden Wettbewerb entstehen neue Ideen und Technologien. Es werden die besten Köpfe gesucht, eine Generation wird durch eine bessere abgelöst. Die durch den hohen Wettbewerbsdruc k entstehenden Sprünge, gehen 1:1 auf den Markt. Was uns Kunden freuen wird. Zudem ist jeder Hersteller bemüht den "Standard" zu setzen! Um das ganz große Geld zu machen.

Ein Standard von Anfang an für alle? Zumindest die Ladekabel wären ein Anfang. So wie bei der Telekommunikati on. Es ist egal, wie die Anschlüsse im Gerät arbeiten, wichtig ist nur eines. Jedes Telefon muss an jeder Telefondose funktionieren. :-)
Zitieren
 
 
0 #4 2009-02-01 07:34
Wenn staatliche Schutzschirme und Fördergelder gekoppelt würden an die Entwicklung von E-Autos, wäre das völlig i.O.. Wenn die Steuergelder nachweislich für die Verschlimmbesse rung von Verbrennertechn ik ausgegeben werden, sollte der Hersteller das dreifache zurückzahlen. Weil Hersteller, die sich noch an 130 Jahre alte Ottomotortechni k festklammern, dann auch die Konsequenzen tragen sollten.
Nur mal so.
Zitieren
 
 
0 #3 2009-02-01 07:27
Wenn die Autoindustrie weltweit sich auf Normen einigen könnte, statt alles bewußt und vorsätzlich proprietär und inkompatibel zu machen, wäre das kein Thema!
Dann würde Batterie A zu Auto B passen und die Infrastruktur für Lade- und Akkutausch-Stationen wäre ein Kinderspiel....
Zitieren
 
 
0 #2 Wilfried Michalski 2009-01-28 19:04
Da halte ich nicht viel von. Wenn da die Kleinstaaterei einzieht und folglich die Amis auch keine deutschen Autos mehr kaufen etc.... schwimmt alsbald jeder nur noch im Einmachglas vor seiner Haustür.
Da habe ich eher eine andere Vision:
Einige eCar-Konstrukteure und Designer tun sich mit ein paar Investoren zusammen und kaufen auf der ganzen Welt bei diversen Zulieferern ( meinetwegen auch amerikanische )die besten Teile zusammen ... und machen prinzipiell nix anderes als die angestammte Automobilindust rie im große und ganzen auch macht... Komponenten zusammenbauen!


Nur mal so als Idee... und auch zum Nachdenken
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Wattgehtab ermuntert seine Leser ausdrücklich, Artikel zu kommentieren. Im Interesse aller User behalten wir uns vor, veröffentlichte Kommentare zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder zu löschen. Besonderen Wert legen wir ferner auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen. Danke für die Beachtung. Ihr Wattgehtab-Team


Sicherheitscode
Aktualisieren

Neueste Kommentare