Zwei Wochen bevor der Nissan ESFLOW auf dem Gernfer Automobilsalon seine Weltpremiere feiert (wir berichteten), durften Wattgehtab und der Blog formfreu.de den Elektrosportwagen exklusiv fotografieren.
Der ESFLOW ist zweifellos ein Auto, nach dem sich nicht nur Genfer Messebesucher umdrehen. Die scharfen und klaren Linien sollen sowohl den Purismus des Sportwagens als auch die Reinheit des elektrischen Antriebs betonen. Die reflektierende, wie erstarrt wirkende Lackierung mit eisblauen Schattierungen, soll ihre Inspiration in der Erscheinung von Gletschern gefunden haben. Nach dem Vorbild früherer und aktueller Zero-Emission-Fahrzeuge von Nissan sind auch beim ESFLOW die Scheinwerfer und das Nissan-Logo blau getönt. Die Sechsspeichen-Räder zieren blau gefärbte Kohlefaser-Einsätze - das gleiche Material taucht auch an den Seitenschwellern, am Dachheckspoiler und am Heckstoßfänger auf.
Blaue LED-Einsätze akzentuieren die futuristisch gestalteten Leuchteinheiten an Front und Heck. Während beim Nissan LEAF die auffallend geformten Scheinwerfer den Fahrtwind sauber um die Außenrückspiegel führen, kommt der ESFLOW ohne diesen aerodynamischen Kniff aus. Denn anstelle konventioneller Spiegel sorgen bei ihm kleine Kameras in den Wurzeln der A-Säulen für die Sicht nach hinten. Und in der Frontpartie verbirgt sich noch ein weiteres Geheimnis: ausklappbare Auflade-Ports in den unterhalb der Scheinwerfer sitzenden Lufteinlassschächten.
Bei der Kabine des ESFLOW hat Nissan versucht die Betonung auf den Leichtbau in allen Details zu setzen, aber gleichzeitig den beiden Insassen einen komfortablen Platz in einem angenehmen Ambiente zu bieten. Um die meist schweren Sitze moderner Autos leichter zu machen, haben die Nissan-Designer im ESFLOW daher die Sitze direkt in die hintere Schottwand des Autos eingefügt, was die Rahmenkonstruktion und die elektrischen Stellmotoren erübrigte. Eine individuelle Sitzeinstellung entfällt damit zwar; das wird aber durch die über Fly-by-wire-Systeme elektrisch justierbare Lenkung und Pedalerie kompensiert. So soll jede Fahrerstatur auch im ESFLOW ihre optimale und bevorzugte Sitzposition finden können.
Die Sitze selbst sind mit goldenem Leder sowie einem perforierten und ebenfalls golden eingefärbten Veloursstoff bezogen; in den Türverkleidungen dominieren dunkelblaue Oberflächen in identischen Materialien. Das blau/goldene-Motiv wird auch am Instrumententräger wiederaufgenommen, dazu zieren Oberflächen in einem silbernen Kohlefaser-Material das Armaturenbrett. Vier multifunktionale LCD-Displays sind für die Informationsvermittlung zuständig.
Die technische Ausstattung basiert überwiegend auf den Komponenten, die auch im Nissan Leaf verwendet werden. So kommt die gleiche Batterie mit 24 kWh zur Anwendung, die in T-Form zwischen und hinter den Sitzen angeordnet wurde und maßgeblich zur Gewichtsverteilung des Elektrosportwagens von 47:53 beiträgt. Insgesamt treiben zwei Elektromotoren aus dem Nissan Leaf die Hinterräder an. In diesem Konzeptfahrzeug direkt und ohne jegliches Getriebe. Dank einer guten Aerodynamik und Gewichtseinsparungen durch die Verwendung von Verbundwerkstoffen und Aluminium, soll der ESFLOW mit 240 Kilometern Reichweite etwa 90 Kilometer weiter kommen als der Leaf.
Abmessungen:
Länge: 3780 mm
Breite: 1780 mm
Höhe: 1245 mm
Radstand: 2470 mm
Gewicht: etwa 1000 kg
Weitere Bilder finden Sie auch unter www.formfreu.de
(mk/wattgehtab.com)
Wurde gesagt, was die Höchstgeschwind igkeit des Elektroautos ist?Danke, wir haben uns auch sehr darüber gefreut eingeladen zu werden. Zur Höchstgeschwind igkeit wurde nichts gesagt. Die Beschleunigung von 0-100 km/h wird mit unter 5 Sekunden angegeben, obwohl das mit den Standard-Leaf-Komponenten doch eher fraglich erscheint.