eQmotion Lampo & Spyder - Ein gelungener Auftritt in Genf

Elektroautos

protoscar_LAMPO_front_horizontal Die zwei Schweizer Unternehmen Protoscar und BRUSA präsentieren erstmals seit dem 02. März auf dem Genfer Automobilsalon (Stand 5141 in der Halle 5) die Elektrofahrzeug-Studie "Lampo" der Öffentlichkeit. Bestückt mit Antriebskomponenten der neuesten Generation und einem zukunftsweisenden Fahrzeugdesign erweckt der Lampo reges Interesse unter den Besuchern.

Der Lampo stellt derzeit eines der modernsten Elektrofahrzeuge dar und soll auch skeptische Entscheidungsträger davon überzeugen, dass moderne Elektroautos leistungsfähig sind und größte Fahrfreude bieten. Neben dem Lampo kann während der Messe mit dem kleineren Bruder "Spyder" abseits der Halle zur Demonstration der Leistungsfähigkeit eine Testfahrt absolviert werden.

Beide Modelle (Lampo und Spyder) laufen unter dem Label "eQmotion", welches von den Firmen BRUSA und Protoscar gegründet wurde und als Akronym aus den Wörtern "electric", "Quotient (of electrification)/Quality" und "motion" entstanden ist. Was soviel wie 100-prozentige elektrische Fortbewegung mit höchster Qualität und maximale Emotionen bedeutet. 

Der Lampo verfügt über zwei Weitbereichs-Hybridsynchronmotoren mit einer Spitzenleistung von jeweils knapp 100 kW und zwei 16-kWh-Lithium-Polymer-Akkus mit einer Batteriespannung von 400 Volt. Jeweils eine Einheit aus Elektromotor und Akku sitzen auf der Vorder- und Hinterachse. Ein Akku besteht aus 108 Lithium-Polymer-Zellen des Herstellers Kokam. Das Batterie-Package und das zugehörige Batteriemanagementsystem (BMS) wurden ebenfalls von BRUSA entwickelt und gefertigt. Das BMS überwacht jede einzelne Zelle und stellt damit eine lange Lebensdauer des Akkus sicher, laut Datenblatt entspricht dies einer Reichweite von über 160.000 km. Die Batterie wurde mit einer ausgeklügelten "Hybrid-Kühlung" aus einer Kombination aus Luft- und Wasserkühlung versehen, um die Batterie immer in der optimalen Betriebstemperatur betreiben zu können.

 

 

Ein integriertes Touchscreen-Display regelt und steuert alle wichtigen Funktionen im Fahrzeug. Darunter befindet sich auch ein Navigationssystem, welches unter Berücksichtigung des Höhenprofils und des Straßenverlaufs eine sehr realistische Reichweitenabschätzung ermöglichen soll. Der sogenannte "EVA Range Estimator" wurde in Zusammenarbeit mit dem in Zürich beheimateten Start-up-Unternehmen Virve entwickelt.

Der Elektro-Roadster Spyder verfügt im Wesentlichen über die gleichen Elektroantriebs-Komponenten wie der Lampo, er besitzt lediglich eine Batterie weniger und beide Elektromotoren sitzen mit einem speziell dafür entwickelten Getriebe auf der Hinterachse. Zudem verfügt der Spyder über ein deutlich geringeres Fahrzeuggewicht von 1000 kg, was den kleinen schönen Sportler im Retro-Look in weniger als 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen lässt. 

Die Daten des größeren und alltagstauglicheren Bruders "Lampo" sprechen aber auch für sich, mit einer Gesamtleistung von 268 PS und einem maximalen Drehmoment von über 440 Newtonmeter (von 0 bis 5000 U/min) absolviert er den Sprint von 0 auf 100 km/h in zirka 5 Sekunden. Mit einer Ladung der zwei 16-kWh-Akkus soll der Lampo bis zu über 200 km weit fahren können. Das Fahrzeug hat einen Energieverbrauch von 15 kWh auf 100 km, was Energiekosten von 2.40 CHF/100 km entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Es existiert ein Prototyp des Fahrzeuges und dieser steht nicht zum Verkauf.

Die Macher des Lampo sehen sich nicht als Fahrzeughersteller, sondern wollen interessierten Firmen eine Plattform für ein modernes, energieeffizientes und leistungsfähiges Elektrofahrzeug anbieten.

Das Fahrzeugdesign des Lampo mit den vielen kleinen Details ist eine Augenweide und hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Man darf gespannt sein, wie groß die Resonanz auf dieses Projekt ist. 

 

Video Lampo Development

 Video Lampo Driving

Video Lampo Intelligent charging

Video Well-to-Wheel

(mp/wattgehtab.com)

 


Kommentare 

 
0 #1 Christian Müller 2009-03-06 13:53
Aber was nützt es wenn man es nicht kaufen kann?
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