Elektroautoprojekt "EQmotion" aus der Schweiz soll neue Maßstäbe setzen
Elektroautos
Samstag, den 12. Januar 2008 um 22:55 Uhr
Geschrieben von: Markus Pflegerl
Ein Team bestehend aus Studenten der Ingenieurschule Buchs (NTB) will mit dem Industriepartner BRUSA Elektronik einen Elektrofahrzeug-Demonstrator der besonderen Art bauen, es soll eines der sportlichsten und schnellsten Elektrofahrzeuge mit Straßenzulassung werden.
Das „EQmotion project“ hat sich zum Ziel gesetzt, dass bei vielen Leuten noch immer bestehende schlechte Image des Elektroautos zu verbessern. Vor allem will das Team nicht nur davon reden, sondern in der Praxis zeigen, dass es funktioniert.
Der erste Prototyp wird unverkäuflich sein und dient rein als Machbarkeitsbeweis und zur Öffentlichkeitsarbeit. Die Performance und Qualität des Fahrzeuges wird sich auf höchstem Niveau bewegen und wird in puncto Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit neue Maßstäbe unter (Elektro-)Fahrzeugen mit Straßenzulassung setzen. Damit will man mit den noch immer vorherrschenden Elektrofahrzeug-Vorurteilen - wie langsam, beschränkte Reichweite, unkomfortabel und unschönes Design - aufräumen.
Um die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugkonzeptes zu beurteilen, betrachtet man den Energieverbrauch ab der Quelle bis zum Rad (Well to Wheel). Dabei zeigt sich, dass das Elektrofahrzeug mit Primärenergie mit Abstand am sparsamsten umgeht. Der Grund liegt darin, dass bei allen Stufen der Energieumwandlung viel höhere Wirkungsgrade erzielt werden können, als dies bei anderen Fahrzeugkonzepten der Fall ist. Prüfen Sie selbst:
Optiresource!
Der Projektname EQmotion setzt sich aus
Elektrisch,
Qualität und
motion (Bewegung) zusammen.
Wie baut man ein Elektroauto?
Die im Aufbau befindliche Website vom
EQmotion-Projekt will auch zeigen, wie und mit welchen Komponenten man ein Elektrofahrzeug baut. Das Chassis und die Karosserie basieren auf einem Leicht-Spezialbau, welcher zwar auf bewährten mechanischen Automobilteilen beruht, aber ohne jegliche Elektronik ausgestattet bezogen werden kann.
Alle für ein Elektroauto wesentlichen Komponenten werden vom Schweizer Unternehmen
BRUSA gesponsert und geliefert. Das Unternehmen BRUSA, entstanden vor über 20 Jahren zum Zeitpunkt der ersten „Tour del Sol“ Solarrennen in der Schweiz, wo man für den Bau von Solarmobilen Komponenten entwickelt und geliefert hat, wird in der Elektrofahrzeug-Branche seither als führender Leistungselektronik- und Antriebsspezialist wahrgenommen.
Der Fahrzeugantrieb setzt sich aus der jeweils neuesten Generation des Motorumrichters DMC524 und der Hybrid-Synchron-Motoren HSM6.17.12 zusammen. Als Energiespeicher kommt eine Lithium-Polymer-Batterie von Kokam zum Einsatz, welche durch ein eigens entwickeltes Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht wird. Das BMS steuert auch das On-Board-Ladegerät NLG513, welches mit einer Ladeleistung von 3.6 kW an jeder gewöhnlichen Steckdose die Batterie wieder auflädt. Die 12V-Versorgung wird durch einen Boardnetzwandler der BSC6-Serie realisiert, anstelle der konventionellen Lichtmaschine wandelt dieser DCDC-Wandler die Hochspannung der Batterie mit einem Wirkungsgrad weit über 90 Prozent in 12 Volt um.
Je nach Größe des gewählten Batteriepacks soll eine Reichweite von bis zu 300 km möglich sein. Weitere Eckdaten zu den Antriebs- und Fahrleistungen, sowie Bildmaterial zum Fahrzeugdesign wurden noch nicht veröffentlicht. (mp/wga)
(Quelle und Bildmaterial: EQmotion)
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