Auf der North American International Auto Show gab Mercedes-Benz gestern seine Entscheidung für die Serienfertigung des SLS AMG E-CELL bekannt. Außerdem soll am 29. Januar in Stuttgart der Startschuss für den „Mercedes-Benz F-CELL World Drive“ fallen, der ersten Weltumrundung in Automobilen mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb.
„Der Mercedes-Benz SLS AMG E-CELL ist der technisch fortschrittlichste Supersportwagen in der 125-jährigen Geschichte des Automobils und zeigt, wie faszinierend Elektromobilität sein kann. Unsere Kunden können ihn ab 2013 bei unseren Händlern bestellen“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, im Rahmen der Mercedes-Pressekonferenz in Detroit. Der batterie-elektrisch angetriebene Supersportwagen entwickelt eine Höchstleistung von 392 kW und ein maximales Drehmoment von 880 Nm.
Anlässlich des offiziellen Geburtstages des Automobils am 29. Januar starten drei aus der laufenden Serienproduktion stammende B-Klasse F-CELL in Stuttgart zum „Mercedes-Benz F-CELL World Drive“ – 125 Tage lang, über vier Kontinente und durch 14 Länder. Jedes der drei Fahrzeuge wird dabei rund 30.000 Kilometer zurücklegen.
„Elektroautos mit Brennstoffzelle haben das Zeug dazu, unsere Mobilität ein weiteres Mal zu revolutionieren“, so Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars. „Denn die mit Wasserstoff betriebene B-Klasse F-CELL vereint gleich mehrere entscheidende Vorteile: Ihr Antrieb ist effizient, sauber und voll alltagstauglich – er ermöglicht lokal emissionsfreies Fahren mit großer Reichweite von rund 400 Kilometern bei kurzen Betankungszeiten von nur drei Minuten, wobei der Fahrspaß keinesfalls zu kurz kommt.“ Dafür sorgt der 100 kW (136 PS) starke Elektromotor, der ein Drehmoment von 290 Nm entwickelt. Dabei erzielt die B-Klasse F-CELL einen NEFZ-Verbrauch von umgerechnet nur 3,3 Liter Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer.
Inzwischen will Mercedes-Benz die Brennstoffzellentechnik als Automobilantrieb zur Serienreife entwickelt haben. Die Tankstellen-Infrastruktur bietet aber noch einen limitierenden Faktor. Um die Versorgung der Teilnehmerfahrzeuge auf allen Etappen dieser Tour zu gewährleisten, wird ein Wasserstoff-Tankwagen an den jeweiligen Start- und Zielorten eingesetzt. Dr. Weber: „Unser ‚F-CELL World Drive’ dient auch dazu, Regierungen und Energieversorger zum Aufbau einer geeigneten Tankinfrastruktur zu motivieren. Unser Ziel ist klar: In Zukunft sollen Autofahrer Wasserstoff überall auf der Welt tanken können – so wie heute Benzin und Diesel.“
(mk/wattgehtab.com)
Wieso Bleiakkus? In welchem Jahrtausend sind wir gerade?