Der Elektro-Smart wird erwachsen – Vergleich Smart ED 2nd & 3rd

Elektroautos

Der Elektrosmart wird erwachsen – Vergleich Smart ED 2nd & 3rd Etwa 17 Jahre ist es her, dass schon einmal ein Elektro-Smart in Aussicht gestellt wurde. Jetzt, bereits vor dem 18. Jahrestag dieser Ankündigung, wird er endlich Volljährig!

Ja, mit dem neuen Elektro-Smart scheint es Daimler diesmal durchaus ernst zu meinen. Nach zwei vorangegangenen Evaluationsserien, wird es aber auch höchstens Zeit, das zweisitzige Stadtfahrzeug serienmäßig mit einem Elektroantrieb auszustatten, für den es seinerzeit Ende der Neunziger eigentlich konzipiert wurde. Die Produktion des neuen Smart fortwo electric drive (ED) läuft am Produktionsstandort Hambach bereits auf Hochtouren und ab September können die ersten Kunden mit der Auslieferung rechnen.

Typischerweise werden darunter sicherlich viele gewerbliche Kunden sein, die den Kleinstwagen als Liefer- und Marketingvehikel nutzen und Ihre Hausaufgaben gemacht haben. Denn schaut man sich die zu erwartenden Gesamtkosten über die Nutzungsdauer einmal genauer an, so kann sich der Smart ED durchaus mit seinen dieselgetriebenen Brüdern messen. Bedenkt man den Umstand, dass die traditionellen Kraftstoffe in naher Zukunft weitere Preiserhöhungen erleben werden und das bei einem Elektroauto Wartungsaufwände wie bei Ölwechsel und Bremssysteme günstiger sind, bzw. komplett wegfallen, dürfte die Rechnung auch bei vielen Privatnutzern aufgehen.

Was dem Stadt-Individualisten dabei auch gefallen dürfte, ist die Tatsache, dass der Smart ED in der Grundversion bereits der Passion-Ausstattung entspricht und genauso beliebig bunt konfiguriert werden kann, wie jeder anderer Smart auch – auf Wunsch auch mit allen Optionen aus dem smart BRABUS tailor made-Programm. Ab 18.910 Euro, zuzüglich 65 Euro für die Batterie, kann der Elektrosmart bestellt werden. Je nach Extras wird’s natürlich deutlich teurer. Besonders interessant ist das optionale Schnellladegerät, das gegenüber dem Standard-Ladegerät mit der sechsfachen Ladeleistung von 22 kW zu einer Ladezeit von unter einer Stunde führt. Konkret bedeutet dies für den Fahrer, dass er pro Stunde Ladezeit etwa eine Reichweite von 150 km laden kann. Leider ist dieses nützliche Extra kein Standard sondern schlägt mit 2.900 Euro extra zu Buche.

Wattgehtab hatte die Möglichkeit den neuen Smart bereits zu fahren und konnten ihn mit seinem Vorgänger vergleichen. Das Vorgängermodell, der Smart ED 2nd Phase, wurde insgesamt 2.000-mal gebaut und konnte nur geleast werden. Etwa 630 dieser frühen Elektro-Smarts fahren zurzeit z.B. in der car2go-Flotte.

Noch bevor man den ersten Meter gefahren ist fällt auf, dass das Display deutlich mehr Informationen liefert als bisher. Der Reisecomputer ist ab sofort Standard. Beim Losfahren rollt der Smart zudem jetzt langsam alleine los, so wie man es von Automatikfahrzeugen gewohnt ist. Dies endlich auch wirklich geräuschlos. Das sogenannte „Zwitschern“ des alten Antriebes konnte doch etwas lästig sein. Neben der totalen Ruhe hat der Antrieb aber auch sonst reichlich an Qualitäten gewonnen: Mit 55 kW Spitzenleistung bietet der aus dem Joint-Venture mit Bosch stammende Motor fast doppelt so viel Leistung wie bisher. Dies wiederum lässt sich in den Beschleunigungswerten ablesen: bei 0-60 km/h kam es zu einer Verbesserung von 6,5 auf 4,8 Sekunden; bei 0-100 km/h sind es nicht mehr die 26,7 Sekunden sondern nur noch 11,5 Sekunden. Und das macht wirklich Spaß. Wie viel Spaß diese Beschleunigungswerte in der Stadt machen können, soll unser nicht ganz ernst gemeintes Vergleichsvideo verdeutlichen, das wir zusammen mit dem Kollegen von greenmotorsblog.de aufgenommen haben.

E-Motor (Maschinentyp)

Permanentmagnet-Synchronmotor von EM-motive

Dauerleistung [kW]

35

Spitzenleistung [kW]

55

Drehmoment max. E-Motor 1 [Nm]

130

Batterie

Lithium-Ionen Batterie der Deutschen ACCUmotive

Batteriekapazität [kWh]

17,6

Höchstgeschwindigkeit [km/h]

> 120

Beschleunigung 0-60 km/h [s]

4,8

Beschleunigung 0-100 km/h [s]

11,5

Reichweite [km] (NEFZ)

145

Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km:

15,1 [h]

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #1 2012-10-02 20:26
Toll, hat man es jetzt bei Smart doch endlich begriffen. Diese Klasse von Fahrzeugen gehören elektrifiziert, so wie der Urahn aller Smarts, der Zele von Zagato. Den gab es nur rein elektrisch und war seiner Zeit, wie viele geniale Erfindungen, weit voraus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zagato_Zele
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