Der Chevrolet Volt läutet ein neues Zeitalter der Fahrzeugelektrifizierung ein. Mit ihm entsteht unter der Bezeichnung‚ Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite’ (E-REV) eine neue Automobilklasse.
Der Volt konzipiert als Serienhybrid nutzt ausschliesslich den Elektromotor zum Bewegen der Räder, und das bei jeder Fahrgeschwindigkeit. Für Fahrten bis zu 40 Meilen reicht dem Volt die Energie aus seiner 16-kWh Lithium-Ionen Batterie. Ist die Batterie leer, dann versorgt ein Benzin/E85-getriebener Motorengenerator (Range-Extender) sowohl den Elektroantrieb als auch die Batterie mit Energie. Durch dieses System vergrössert sich die Reichweite des Volt auf mehrere hundert zusätzliche Meilen, bis die Batterie schliesslich wieder aufgeladen werden kann. Die ‚Angst vor der Entfernung’ soll mit dem Volt der Vergangenheit angehören. Anders als bei rein batteriebetriebenen Fahrzeugen wird die Gefahr des Liegenbleibens auf Grund einer leeren Batterie eliminiert.
Geladen wird der Chevrolet Volt einfach an einer Standard Haushaltssteckdose mit 120 V. Alternativ ist auch ein Aufladen mit 240 V möglich. Die Ladetechnologie des Fahrzeugs ermöglicht ein Aufladen der Batterie in weniger als 3 Stunden, wenn sie an eine 240 V Quelle angeschlossen wird. Beim Laden mit 120 V benötigt sie etwa 8 Stunden. Die Ladezeiten verringern sich, falls die Batterie nicht völlig entleert war. Bei etwa 80 US-Cent pro Tag für eine volle Batterieladung (10 US-Cent pro kWh), welche Sie bis zu 40 Meilen weit elektrisch fahren lässt, geht GM davon aus, dass das Aufladen der Batterie weniger kostet als eine Tasse Ihres Lieblingskaffees. Den Volt etwa einmal pro Tag aufzuladen verbraucht jährlich weniger Strom als eine durchschnittliche Kühl-Gefrierkombination.
Mehr als 220 Lithiumionenzellen in der Batterie versorgen den Elektroantrieb des Volt, welcher mit einer Leistung von 150 PS und 370 Nm sofortiges Drehmoment für den nötigen Vortrieb sorgt. Das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Meilen pro Stunde. Dank des ruhigen Motors und der zusätzlichen speziellen Schallschutzausstattung soll das Fahren im Volt zu einem geräuscharmen Erlebnis werden.
Nach GM Schätzungen kostet eine elektrisch gefahrene Meile im Volt ungefähr zwei US-Cent,
wohingegen ein bei der Fahrt mit Benzin eine Meile bei einem Gallonenpreis von 3,60 USD mit ca. 12 US-Cent zu Buche schlägt. Für einen durchschnittlichen Autofahrer, der pro Tag etwa 40 Meilen fährt (oder 15.000 Meilen im Jahr), bedeutet dies eine jährliche Einsparung von 1.500 USD. Legt man Höchstpreise für Elektrizität zu Grunde dann kostet nach GM Schätzungen eine elektrische Meile etwa ein Sechstel einer Benzinmeile. Noch grösser wird die Ersparnis dann, wenn die Batterie ausserhalb der Spitzenzeiten aufgeladen wird, wenn der Strom billiger ist.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Chevrolet Volt in der GM Produktionsstätte in Detroit-Hamtramck hergestellt. Die endgültige Entscheidung darüber fällt, sobald eine Einigung mit der Regierung über entsprechende Föderprogramme erzielt wurde. Der Fertigungsstart für USA Modelle ist für Ende 2010 vorgesehen. Preise sind zurzeit noch nicht bekannt. Die ursprünglichen geplanten Preise um die 30.000 USD werden von Experten anfangs als nicht realistisch angesehen, ausser vielleicht wenn es sich dabei um stark subventionierte Preise handeln würde.
Mit der Europa-Premiere ist der Chevrolet Volt einer der Stars auf dem Auto Salon Paris (4. bis 19. Oktober).
(mp/wattgehtab.com)