Das Elektrofahrzeug „mia“ kann ab sofort bestellt werden

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Das Elektrofahrzeug „mia“ kann ab sofort bestellt werden (Bildmaterial: mia electric) Acht Monate vor Anlauf der Serienproduktion im Juni 2011 kann das Elektroauto mia jetzt bestellt werden. Damit gehört der unkonventionelle Stadtflitzer zu den ersten völlig neu entwickelten und rein elektrisch betriebenen Serienmodellen, die in nächster Zeit auf den Markt kommen werden. Der Vertrieb richtet sich zunächst an öffentliche und private Flottenbetreiber. Der Einzelverkauf an Privatkunden beginnt 2012.

Produziert wird die mia im französischen Cerizay, wo das deutsche Unternehmen mia electric die Elektroautosparte des renommierten Fahrzeugherstellers Heuliez übernommen hat. Für 2011 hat sich mia electric die Auslieferung von 5000 Fahrzeugen in Deutschland und Frankreich zum Ziel gesetzt (ab Produktionsstart im Juni). Laut Hersteller ist das mia-Werk in Cerizay auf eine Jahreskapazität von mindestens 10.000 Einheiten ausgelegt.

Entwickelt wurde der 2,87 Meter lange Dreisitzer maßgeblich vom ehemaligen Peugeot- und Volkswagen-Chefdesigner Murat Günak. Zum innovativen Konzept gehören ein zentraler Fahrersitz, Schiebetüren auf beiden Seiten und ein für diese Fahrzeuglänge großer Innenraum. Angeboten wird die mia auch in zwei 3,19 Meter langen Varianten: als Viersitzer mia L (mit drei Rücksitzen) oder als mia Kastenwagen. Die Transporter-Version ist vor allem für Gewerbekunden interessant: Sie bietet einen 1.500 Liter fassenden Laderaum und kann bis zu 360 Kilogramm zuladen.

„Wir haben mit einem weißen Blatt Papier angefangen und uns immer wieder die gleichen Fragen gestellt: Was braucht ein Kunde wirklich, um in der Stadt mobil zu sein? Und was macht ihm Freude?“, schildert Murat Günak die Anfänge des 2007 gestarteten Elektroauto-Projekts mia. Die Antwort lautete: ein kompaktes und übersichtliches, zugleich aber geräumiges und praktisches Auto, dass sich emissionsfrei, leise und zügig bewegen lässt. Mit diesem Konzept will die mia auf sympathische Weise ein Zeichen für eine neue, zeitgemäße Form der Citymobilität setzen.

Das Elektrofahrzeug „mia“ kann ab sofort bestellt werden (Bildmaterial: mia electric) Ein auffälliges Merkmal ist der zentrale Fahrersitz. Diese Sitzanordnung soll dem Fahrer im Stadtverkehr bestmöglichen Überblick verschaffen und den Fondpassagieren gleichzeitig eine außergewöhnlich große Beinfreiheit bieten. Durch die beidseitigen Schiebetüren, ist ein bequemer Zugang zu allen Sitzen möglich. Die mia ist 2,87 Meter (Dreisitzer) oder 3,19 Meter (mia L, mia Kastenwagen) lang, 1,55 Meter hoch, 1,64 Meter breit und wiegt mit der Standardbatterie 825 Kilogramm (Kastenwagen 835 kg). Der 18 kW starke Motor soll eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Stundenkilometer ermöglichen. Die mia ist mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie ausgestattet, die wahlweise über eine Kapazität von 8 kWh (Standardbatterie, Reichweite bis zu 100 km, Ladezeit ca, 2,5 Stunden) oder 12 kWh verfügt. Fahrerairbag und ABS-Bremssystem gehören zur Standardausstattung.

Das Elektrofahrzeug „mia“ kann ab sofort bestellt werden (Bildmaterial: mia electric) Das neue Elektromobil ist dank des Leichtbau-Konzepts sparsam im Stromverbrauch. Mit der Standardbatterie (8 kWh) soll die mia eine Reichweite von bis zu 100 Kilometer erreichen, und sich in nur 2,5 Stunden an einer normalen Haushaltssteckdose wieder vollständig aufladen lassen. Bei einer Kurzladung soll es so möglich sein in nur zehn Minuten etwa acht Kilometer Fahrstrecke aufzuladen. Das entspräche etwa 1,50 Euro Stromkosten pro 100 Kilometer. Der Preis für die Basisversion des Dreisitzers beträgt 19.500 Euro.

Für das Fahrzeug gilt die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten, für die Batterie gewährt mia electric darüber hinaus eine Garantie von 1.000 vollständigen Ladezyklen. Für die Wartung der mia kooperiert der Elektroautohersteller mit der Fahrzeugservice-Gruppe „Top Service Team“, die an 380 Standorten in Deutschland und Österreich vertreten ist und eine mobile Service-Strategie verfolgt. Ein ähnliches Konzept ist auch für Frankreich vorgesehen.

Als reines Elektrofahrzeug erzeugt die mia keinerlei Abgase. Damit auch der Ladestrom völlig emissionsfrei erzeugt werden kann, hat sich die mia electric eine nachhaltige Vertriebsstrategie ausgedacht: Für jedes verkaufte mia-Modell will das Unternehmen in Windparks oder Solaranlagen neue Stromerzeugungs-Kapazitäten schaffen, die dem durchschnittlichen Jahresstrombedarf des Elektroautos entsprechen sollen. „Jeder mia-Käufer soll sicher sein, dass die beim Fahren verbrauchte Strommenge zusätzlich und emissionsfrei erzeugt wird“, sagt Dr. Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von mia electric.

Heuliez Mia auf dem Automobil-Salon in Genf 2010 Der Autohersteller mia electric produziert die mia in Cerizay, wo das Unternehmen die Elektroautosparte des renommierten französischen Fahrzeugherstellers Heuliez übernommen hat. Heuliez begann schon 1984 mit der Konzeption und Fertigung von Elektrofahrzeugen und entwickelte sich in der Folge zum weltweit führenden Hersteller von Autos mit reinem Elektroantrieb. Fast 6500 Elektroautos wurden in Cerizay bis heute gebaut, darunter Citroën AX Electric, Peugeot 106 Electric und Citroën Saxo Electric. Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise geriet das traditionsreiche Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage und musste Insolvenz anmelden. Die Elektro-Sparte des Fahrzeugherstellers wurde daraufhin im Juli 2010 von dem neu gegründeten Unternehmen mia electric übernommen. Zurzeit sind in Cerizay 150 Mitarbeiter beschäftigt. Bis zum Produktionsstart der mia im Juni 2011 soll die Belegschaft auf rund 240 Mitarbeiter wachsen.

Muttergesellschaft des neuen französischen Elektroautoherstellers ist die deutsche mia electric GmbH, die für die strategische Ausrichtung und die Vermarktung der mia zuständig ist. Hinter dem Unternehmen stehen als Gesellschafter der saarländische Pharmaunternehmer Prof. Edwin Kohl und die Essener Energieexperten Conenergy AG. Eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Produktionsgesellschaft mia electric hält die Region Poitou-Charentes.

Weitere Informationen unter www.mia-electric.com

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #11 R.Schreck 2014-04-02 21:39
zitiere Jens.K:
Was mich störrt ist die Miete für die Batterie. Wenn das nich wäre hätte ich schon die Mia oder den Nissan Leaf hier stehen.

Die Akkumiete hat aber den Vorteil, dass alle Kosten berechenbar sind! Es gibt keine Überraschungen mehr wegen einer defekten Batterie und wenn die Kapazität unter einen vorgegebenen Wert fällt wird sie ausgetauscht. Man fährt wesentlich entspannter wenn man nicht ständig darüber nachdenkt wie man die teure Batterie am besten benutzt und ob man sie jetzt schon austauscht oder es noch ein wenig hinzieht. Bei einer Miete steht das alles fest im Vertrag. Ich bin ein Fan der Batteriemiete! -ein Twizy Fahrer-
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0 #10 snowbeat 2013-08-09 18:06
zitiere Jens.K:
Was mich störrt ist die Miete für die Batterie. Wenn das nich wäre hätte ich schon die Mia oder den Nissan Leaf hier stehen.


bezüglich mia: ich glaube die Akkumiete existiert nur in Frankreich, in Deutschland und Österreich wird der Akku mitgekauft, so dass danach nur die Stromkosten anfallen.
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0 #9 Jens.K 2013-08-09 16:11
Was mich störrt ist die Miete für die Batterie. Wenn das nich wäre hätte ich schon die Mia oder den Nissan Leaf hier stehen.
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+2 #8 Robert S. 2013-05-20 12:55
Jetzt kann die MIA in Österreich mit Voranmeldung getestet werden. Bin schon auf die Ausstellungster mine gespannt um das kleine Ding mal in echt zu sehen ;)

www.mia.neussl.at
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0 #7 2012-01-03 09:51
Morgen und alles gute im Neuen Jahr
bin (wenn auch theoretisch) mit dem Fahrzeugkonzept einverstanden. Als langjährige emobil(kein e-auto!!) Fahrer sind mir die "mängel" bekannt und auch akzeptiert. Hoffentlich wird das emobil so angenommen wie es ist. Besser machen, muss man erst vorweisen.
gruss aus der schweiz
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0 #6 2010-10-08 07:30
2. Teil:

Der Twizy (Zweisitzer für die Stadt) kann nun vorreserviert werden.

Der Zoe wird auch vorgestellt. Soll zu 90% so kommen.

ZOE und Fluence unterstützen das sogannte Quickdrop-System mit dem die Batterie in 3 Minuten gewechselt werden kann.

Mehr Infos und viele Bilder unter

http://www.renault-ze.com

schöne Grüße

Markus
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0 #5 2010-10-08 07:30
Hallo

Endlich mal ein vernünftiger Preis.

Möchte noch auf etws hinweisen, auch wenn es Offtopic ist, aber leider wird hier und in den anderen deutschen Autowebseiten nicht darüber berichtet.

Zwei ZE-Modelle von Renault können nun reserviert werden. (Kangoo und Fluence). Preise zwischen 15.000 und 26.000 Euro, 72 Euro monatliche Miete für den Akku.

Bei Reservierung werden 100€ Kaution eingehehoben, dafür wird man in der späteren Bestellliste vorgereiht und hat die Möglichkeit eine Testfahrt vor Markteinführung durchzuführen. Bei Stornierung oder Bestellung werden die 100€ rückerstattet.
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0 #4 2010-10-07 11:06
zitiere dominic hanselmann:
finde ich eine super Sache, das sowas endlich mal zu Serienreife kommt und nicht ständig nur auf dem Papier diskutiert wird.

Wäre sicher eine interessantes Transportfahrze ug für kleinere Taxiunternehmen und Kurierdienste innerhalb der Stadt.

mfg


Für den Taxibetrieb sollte eine automatische Ladeankopplung entwickelt werden. Am Halteplatz sollte eine Induktive (berührungslose ) Ladefeldspule eingelassen sein. Es wäre unakzeptabel, wenn der Fahrer an jedem Halt manuel einstöpseln müsste.
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0 #3 2010-10-07 11:03
zitiere Skarrin:
100km Reichweite mit 8kWh sind illusorisch, das klappt höchstens als rollendes Verkehrshindern is mit unter 50km/h.

Wenn sich die Akkupreise weiter wie bisher nach unten entwickeln, sollte es aber möglich sein in 8 Monaten die 12kWh als Standard einzubauen ohne den Kaufpreis zu erhöhen.


Dieses Fahrzeug ist kein PSA im konventionellen Sinne. Und in der Stadt wird im Schnitt weit weniger als 50km/h gefahren. Die Recihweite von 100km ist auch ein Eckwert. Wenn die Kiste voll beladen ist, und in den Bergen unterwegs ist -Gummersbach oder Wiehl zum Beispiel, dann wird das so bestimmt nicht erreicht. Man muss schon zwischen den Zeilen lesen.
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-3 #2 Skarrin 2010-10-07 08:36
100km Reichweite mit 8kWh sind illusorisch, das klappt höchstens als rollendes Verkehrshindern is mit unter 50km/h.

Wenn sich die Akkupreise weiter wie bisher nach unten entwickeln, sollte es aber möglich sein in 8 Monaten die 12kWh als Standard einzubauen ohne den Kaufpreis zu erhöhen.
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