Chevy Volt kommt nach Europa: E-Flex-Studie Opel Flextreme

Elektroautos

opel_flextreme-concept_1_small(Quelle: Opel) Rüsselsheim/Frankfurt - Die E-Flex-Studie von Opel namens „Flextreme“ basierend auf der Volt-Plattform wird auf der IAA in Frankfurt seine Premiere erleben. Das Plug-in-Elektroauto soll auch einige Komponenten vom Chevy Volt - wie den Front-Elektromotor, die Lithium-Ionen-Batterie und den Generator - verwenden.

Zum Antrieb nutzt die E-Flex-Architektur einen Elektromotor, gespeist von einer großen Lithium-Ionen-Batterie. Im reinen Batteriebetrieb besitzt er eine Reichweite von 55 Kilometern. Ein 1,3 Liter großer Dieselmotor an Bord erzeugt bei Bedarf zusätzlichen Strom, um die Batterie aufzuladen und die Reichweite zu erhöhen. Den meisten Berufspendlern in Europa würde die 55-km-Reichweite eines voll aufgeladenen Flextreme genügen, um ohne den Einsatz des Dieselmotors und ohne CO2-Emissionen unterwegs sein zu können.


Als besondere Überraschung sind zwei Elektropersonen-Transporter (Segways) raffiniert unterhalb des Gepäckraums untergebracht. Sie können in Zonen benutzt werden, in denen Autos nicht fahren dürfen, und erweitern so den Mobilitätsspielraum. Die Elektroroller bieten eine Reichweite von bis zu 38 Kilometer. Für ihre mobile Garage wurden die Segways geringfügig modifiziert, wesentlicher Unterschied ist die teleskopartig einfahrbare Lenkstange. Außerdem wurden zwei Docking-Stationen integriert, über diesen Anschluss können die Batterien der Segways zusammen mit den Fahrzeugbatterien aufgeladen werden.

Antrieb
Der Antrieb basiert auf der elektrischen Fahrzeugarchitektur E-Flex von General Motors und fährt stets elektrisch. Als Energiequelle dient eine Lithium-Ionen-Batterie, zusätzlichen Strom liefert im Flextreme bei Bedarf ein 1,3 Liter großer CDTI-Dieselmotor. Dieser Motor ist nicht mit den Rädern verbunden und nur an Bord, um gegebenenfalls Strom zu erzeugen und damit die Reichweite zu erhöhen, wenn keine Auflademöglichkeit verfügbar ist. Nach dem europäischen Fahrzyklus (ECE R101) für Plug-In-Elektroautos sind für den Flextreme Emissionswerte von weniger als 40 g/km CO2 zu erwarten.

Plug-in
Eingesteckt an einen gewöhnlichen 220-V-Anschluss, kann der Flextreme in etwa drei Stunden aufgeladen werden. Doch der Strom muss nicht immer aus der Steckdose kommen: Die E-Flex-Strategie basiert darauf, verschiedene Antriebssysteme in der gleichen Fahrzeugarchitektur unterbringen zu können, je nachdem, welche Energieform im jeweiligen Einzugsbereich des Nutzers gut verfügbar ist. Dementsprechend wurde das Konzept bereits in zwei weiteren Versionen vorgestellt: Auf der Detroit Motor Show im Januar 2007 debütierte es mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Tur¬bobenzinmotor, ausgelegt für den Betrieb mit Benzin oder E85, einer Mischung aus 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin. Auf der Shanghai Motorshow im April 2007 zeigte GM das Elektro-Konzeptfahrzeug mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb.


Technische Daten Opel Flextreme Konzeptfahrzeug
Modell Opel FlexTreme Concept
Karosserie und Antrieb Viersitziges Monocab-Coupé, elektrisch über die Vorderräder angetrieben

Antriebssystem
Prinzip Elektro-Antrieb, „Range Extender“ (System zur Verlängerung der Reichweite an Bord), Laden der Batterie über gewöhnliche Steckdose

Batterie-System
Typ Lithium-Ionen-Nanophosphat
Energieinhalt 16 kWh (Minimum)
Spitzenleistung 136 kW
Spannung 320 to 350
Ladezeit 3 bis 3,5 Stunden bei 220 V Netzspannung

Elektrisches Antriebssystem
Elektrische Spitzenleistung 120 kW
Mechanische Spitzenleistung 120 kW
Elektrische Leistung im Dauerbetrieb 45 kW
Mechanische Leistung im Dauerbetrieb 40 kW
Maximales Drehmoment 370 Nm

Generator
Spitzenleistung 53 kW

Range Extender
Typ 4-Zylinder-Turbodiesel CDTI
Hubraum 1.3 L
Spitzendrehzahl 3.200 min-1
Tankinhalt 26, 5 Liter

Ladegerät
Typ Netzstecker
Spannung / Stromstärke 220 V / 20 A

Fahrwerte
Reichweite im reinen Elektrobetrieb 55 km
C02-Emission per km nach ECE R101 unter 40 g
Beschleunigung 0 - 100 km/h ca. 9.5 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit ca. 160 km/h

Fahrwerk & Lenkung
Vorn McPherson-Federbeine
Hinten Torsionsstab-Hinterachse
Lenkung Geschwindigkeitsabhängige elektrische Servo-Zahnstangenlenkung
Wendekreis (Bordstein zu Bordstein) 10,9 m

Bremsen
Typ Elektro-hydraulische Bremskraftunterschützung, Scheiben vorn und hinten

Räder und Reifen
Größe 21 Zoll
Reifen Rollwiderstandsarm, Größe 195 / 45R21

Außenabmessungen
Länge über alles 4.555 mm
Höhe 1.487
Breite 1.836 mm
Radstand 2.725



opel_flextreme-concept_1



opel_flextreme-concept_2



opel_flextreme-concept_3
Bildmaterial: obs/Adam Opel GmbH


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Kommentare 

 
0 #10 2009-06-26 02:09
Alles nur Wunschvorstellu ng. Die dt. Autoindustrie wird erst vielleicht in 3-5 Jahren ein Serien-E-Fahrzeug bereitstellen können, was auch von privat zu kaufen ist. Vorher werden wir Tesla USA, China und Japan E-Fahrzeuge kaufen.
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0 #9 2008-06-25 20:37
@Theo: Die Scheibenbremsen werden für die Vollbremsung im Notfall gebraucht. Mit der elektrischen Motorbremse kriegt man nicht eine so hohe Bremsleistung.
Die elektrische Rückspeisung beim sanften Bremsen und Bergabfahren ist aber sicher der Standard in praktisch allen Elektrofahrzeug en, allein um die Reichweite zu erhöhen.

Die Segways halte ich für einen Marketing-Gag, die gehen sicher nicht in die Serie.
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0 #8 2008-06-25 20:34
Die Scheibenbremsen werden für die Vollbremsung im Notfall gebraucht. Mit der elektrischen Motorbremse kriegt man nicht eine so hohe Bremsleistung.
Die elektrische Rückspeisung beim sanften Bremsen und Bergabfahren ist aber sicher der Standard in praktisch allen Elektrofahrzeug en, allein um die Reichweite zu erhöhen.
Die Segways halte ich für einen Marketing-Gag, die gehen sicher nicht in die Serie.
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0 #7 2008-01-21 18:23
Ich fasse es nicht, da wird ein hochinnovatives Elektro Automobil entwickelt, das ohnenhin schon eine jämmerliche Reichweite hat. Zur Krönung wird dann auch noch beim Abbremsen die gerade gewonnene kinetische Energie in Wärme und Abrieb (Staub)verwande lt, abgesehen mal von Kosten für den Verschleiß (Neue Beläge usw.). Das ist einfach unfassbar, oder hab ich da vielleicht was übersehen? In den technische Daten ist jedenfalls nichts von Rückspeisung der Energie beim Abbremsen/ Bergab-Schiebebetrieb zu lesen.
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0 #6 2008-01-18 08:59
Hallo!
Also wenn man sich den gläsernen Wagen so anschaut - wo sind die Akkus denn da drin?
In der Kiste zwischen den Hinterrädern stehen 2 Segways. Da sind sicher keine Akkus.
Vorne unter der Haube ist der Diesel, der Generator, die Leistungselektr onik und der E-Motor. Auch kein Platz für Akkus.
Wenn die blaue Kiste in der Mitte der Akkusatz sein soll, der für 55km reicht, dann ist die Kiste der absolute Witz, denn dann stellt sich die Frage doch sorum:
Was kosten Motor, Tank, Kühlung, Abgasanlage, Generator, Steuerelektroni k, Materialvielfal t und konsturktiver Aufwand im Vergleich dazu, drei oder vier weitere solche kleinen blauen Kisten zu installieren und rein elektrisch unterwegs zu sein?

Da allerdings in diese Kiste selbst mit neuester Technologie keine 16kWh reinpassen kann das nur bedeuten, dass die Darstellung nicht die Hybridvariante zeigt, oder?
Zumindest nicht, wenn in der Box hinten 2 Segways drin sind :-(

Trotzdem ist so eine Entwicklung vorübergehend ein Schritt in die richtige Richtung.
Für jeden Hybridantrieb muß ja auch Entwicklung in die Akkus fließen.
Danach ist es eine simple Frage der Zeit wann Akkus billiger werden als der Range-Extender.

Die technologischen Vorteile eines reinen Elektroautos machen für mich das E-Mobil zum Maß der Dinge für die Zukunft.

Gruß - 4of4
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0 #5 2007-10-01 00:10
Ich glaube das erst, wenn ich das Teil auf unseren Straßen sehe.
Nur - was soll der Quatsch mit den beiden Segways?
Unnötiges Gewicht, unnötige Kosten, unnötige Platzverschwend ung.
Dieses Fahrzeug wird so teuer, dass es sich ohnehin kaum einer kauft, wetten?
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0 #4 2007-09-17 09:39
Die Autoindustrie überrascht mich. Nach Volvo jetzt schon der zweite (Opel), der mit einem Serien-Plugin-Hybrid in Europa auftritt - Sehr lobenswert!

Wie schon an anderer Stelle gesagt, ist der Serien-Plugin-Hybrid der optimale Weg zum Elektroauto!

SOFORT HABEN WILL! ;-)
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0 #3 2007-09-14 16:27
Insbesondere die enormen Fortschritte, die 2007 im Bereich der Akku-Technologie erfolgten, lassen die Umsetzung eines wirklich nachhaltigen neuen Ansatzes (E-Car) schon heute zu.
Wo größere Reichweiten gefordert sind, ergänzt ein einfaches Serienhybrid-Kompaktmodul [niedervolumige Verbrennungsmas chine/im mittleren Drehmomentberei ch laufender Multifuel-Motor - optimal wäre ein Freikolbenmotor - mit direkt angekoppeltem Generator] den powertrain.

Ein tatsächlicher Paradigmenwechs el ist möglich. Er muss ´nur´ (politisch) gewollt sein und nötigenfalls gegen die hemmende Lobbypolitik der konventionellen Automobilindust rie umgesetzt werden. Die Investoren werden nicht lange auf sich warten lassen.
Näheres zum Thema unter:
http://www.warnstorf-partner-consulting.de/html/mobiliat.html#Start-1-Liter-Auto
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0 #2 2007-09-11 15:40
Hallo Moritz
Ich sehe für das Flextreme-Konzept derzeit die größten Chancen bei den aktuellen elektrischen Opel-Autokonzepten. Da der Flextreme durch die Konzernmutter GM sehr von der amerikanischen Version des Flextreme, dem Chevy Volt, profitieren wird. GM hat Anfang Jahr eine Kehrtwende im Image durch die Vorstellung des Volt-Konzeptes geschafft und wird alles daran setzen, um die erweckten Erwartungen zu erfüllen. Weiters gibt es bei GM schon eine detailierte Entwicklungs-Roadmap zum dem Volt-Projekt, beispielsweise sind für 2008 schon Flottentests geplant, was in dieser Art noch von keinem anderen großen Autobauer offiziell angekündigt wurde. Die Anstrengungen bei der Komponenten-Entwicklung für den Antriebsstrang sind spürbar gross, insbesondere bei der Batterie - dem Schlüsselteil - wird nichts dem Zufall überlassen und wird gleich mit drei Batterieherstel lern zusammengearbei tet. Von daher sehe ich auch für den Flextreme eine realistische Verwirklichung.
Gruß
Markus
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0 #1 2007-09-11 14:37
Hm, spannende Sache. Bin mal gespannt, ob/wie das Konzept realisiert wird...
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