Nach dem letzten Monat angekündigten Feldversuch will BMW noch in diesem Jahr 500 Minis mit reinem Elektroantrieb auf die Straße bringen. "Das ist der nächste konsequente Schritt auf dem Weg hin zu einer emissionsfreien Mobilität", erklärte BMW-Chef Norbert Reithofer am Freitag in München.
Die bisherigen Ergebnisse seien vielversprechend, erklärte Reithofer, am Freitag. "Wir haben uns deshalb entschieden, ein Fahrzeug mit Elektroantrieb zu bauen."
Der Autozulieferer Bosch geht derweil davon aus, dass im Jahr 2015 voraussichtlich weltweit mehr als drei Millionen neuzugelassene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb fahren. Das sagte Wolf-Henning Scheider, Bereichsvorstand für Benzinsysteme beim weltgrößten Autozulieferer, in Schwieberdingen bei Stuttgart. 350.000 dieser Fahrzeuge werden den Schätzungen zufolge reine Elektrofahrzeuge und sogenannte Plug-in-Hybride sein. Drei Millionen Neuwagen sind der Einschätzung zufolge reine Hybridfahrzeuge, bei denen ein Verbrennungs- und Elektromotor eingebaut sind. Scheider sagte, der klassische Verbrennungsmotor werde noch in den kommenden 20 Jahren der dominierende Antrieb sein.
Am Elektroantrieb gehe langfristig kein Weg vorbei, der Hybridantrieb sei eine Übergangslösung. Elektroautos sind nach Auffassung von Bosch vor allem für Ballungszentren geeignet. Zunächst müsse die Batterietechnik weiter verbessert werden. Bosch hatte vor kurzem mit Samsung ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das Lithium-Ionen-Batterien weiterentwickeln und fertigen soll. Ab 2011 sollen komplette Systeme produziert werden. (mp/wga)