ED die 3te: Smart Electric Drive ab Frühj. 2012 für unter 30.000 Euro zu kaufen

Elektroautos

Smart fortwo innen, Bild: Mercedes Benz Communication Die jahrlange Testphase bei Smart ist vorbei. Bisher konnten Kunden, die Wert auf klimaneutrale Fahrzeuge legen, nur japanische und französische Stromer kaufen. Ab Frühjahr kommt endlich der neue Smart Fortwo Electric Drive (ed) in der dritten Generation(!) in den Verkauf. Der Preis wird voraussichtlich bei unter 30.000 Euro liegen – für viele Interessenten sicher eine spürbare Bremse, beim elektrischen Spaß dabei zu sein.

„So viel wird der Smart ed nicht kosten“, winkt Daimler-Sprecher Matthias Brock zwar ab. „Aber der genaue Verkaufspreis und mögliche Leasingkonditionen werden erst zur IAA Mitte September bekannt gegeben“, teilt er auf Nachfrage mit. Der Preis ist heiß, aber eben nicht alles beim Autokauf. Denn der smarte Elektroflitzer der dritten Generation wartet mit deutlichen Verbesserungen auf: beachtlich mehr Leistung, mehr Drehmoment, mehr Reichweite – und Luxus wie Klimaanlage inklusive.

Der emissionsfreie Smart ed beschleunigt in Smart ed außen, Bild: Mercedes Benz Communication fünf Sekunden (bisher: 6,5 sec.) von 0 auf 60 km/h und erreicht Tempo 100 in 13 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h (bisher 100 km/h). Der neue, zusammen mit Bosch entwickelte Permanentmagnet-Elektromotor leistet konstant statt bisher 20 kW jetzt 35 kW (Peak: bis 55 kW) und bietet zupackende 130 Newtonmeter Drehmoment (bisher 120 Nm). Die zusammen mit Evonik in einem Joint Venture gefertigte Accumotive-Batterie sorgt mit ihrer Kapazität von rund 18 kWh für satte 140 Kilometer Reichweite (bisher 115 Kilometer). Für die Nutzer mehr als ausreichend, denn laut Daimler zeigen Untersuchungen, dass Kunden in Ballungsräumen durchschnittlich nur 30 bis 40 Kilometer pro Tag mit ihrem CO2-freundlichen Fahrzeug zurücklegen. Die normale Ladezeit für den Akku beträgt acht Stunden, mit optionalem Schnelllader und Starkstromanschluss angeblich eine Stunde.

Smart MCC will die Produktion des neuen Elektro-Smart im Werk Hambach im französischen Lothringen im nächsten Jahr auf 10.000 Fahrzeuge hochfahren. Ein „fünfstelliges Produktionsvolumen“ ist angekündigt. Vom Vorgängermodell sind hier 2000 Exemplare gebaut worden, die sich bewährt haben. Die 3. Generation des elektrischen City-Flitzers zeigt sich mit einem größeren Kühlergrill mit integriertem electric-drive-Logo, Tageslicht-LEDs unterhalb der Scheinwerfer, verbreiterten Türschwellern und einigen Modifikationen am Heck deutlich dynamischer als sein Vorgänger.

Serienmäßig soll es den neuen smart electric drive in sämtlichen verfügbaren Farben und Farbzusammenstellungen geben, die auch für die Diesel und Benziner-Modelle zur Verfügung stehen. Mit dem neuen frischen Grün wird der elektrische Fahrspaß besonders sichtbar. Das Designpaket beinhaltet neben kristallweißen body panels weiße Alufelgen, eine grün lackierte Tridionzelle und grüne Spiegelkappen sowie zahlreiche grüne Akzente im Innenraum, die in reizvollem Kontrast zu den schwarzen Sitzen stehen.

Lang- und Kurzstrecke: Smart for two wheels mit E-Bike, Bild: Mercedes Benz Communication Zur Serienausstattung zählen eine vollautomatische Klimaanlage, die über ein Smartphone oder das Internet je nach Bedarf vor Fahrtantritt heruntergekühlt werden kann, wenn das Fahrzeug noch an der Steckdose hängt. So wird die benötigte Energie aus dem Stromnetz gezogen, was den Akku entlastet und nicht auf Kosten der Reichweite geht. Standard sind weiterhin u.a. elektrische Fensterheber und elektrisch verstellbare Außenspiegel, Servolenkung und 9-Speichen-Leichtmetallräder. Das E-Bike wie abgebildet, ebenfalls von Daimler, wird es nicht in Serienausstattung aber ebenso ab 2012 zum Forwheel "fortwo" zu kaufen geben.

Einziger Wermutstropfen ist der geheimnisvolle Preis für den Spaß am emissionsfreien Fahren, über den Daimler noch eisern Stillschweigen bewahrt. Rollt der Smart ed für um die 30.000 Euro in den Markt? Wird die Batterie mitverkauft oder wird sie nur im Leasing zu haben sein und zu welchen Konditionen? „Das sind interessante Fragen, aber dazu können wir leider noch keine Angaben machen“, so Daimler-Sprecher Matthias Brock. Einzelheiten werde die Smart-Chefin Dr. Annette Winkler auf der Internationalen Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt vom 15. bis 25. September nennen. Warten wir ab, wie smart oder wie teuer das Vergnügen ausfallen wird, den grünen Strom-Flitzer fahren zu können...

(tb/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
0 #2 2011-09-15 15:50
Daimler übernimmt das Renault-Konzept:

http://www.smart.de/produkte-electric-drive-emobility/bc90fb5e-970f-5168-b112-dfa839d346d6

d.h. Smart ED V3 für unter 16.000 netto = unter 19.000 inkl. MwSt.

Dazu Akku im Leasing für 60 Euro mtl.

Dafür bekommt man ein voll autobahntauglic hes Pendler-Auto... vielleicht werd ich ja doch nochmal Smartfahrer...
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+2 #1 2011-08-27 11:10
Ich fahre bisher einen smart ed aus der 2. Generation; die Reichweite beträgt locker 150km und mehr. Mich interessiert aber am meisten, ob man bei Daimler die großen Ladeverluste (30% und mehr) in den Griff bekommen hat. Bislang braucht es mehr als 21 kWh um den 16,5 kWh-Akku zu laden, dazu entsteht massig Abwärme und der Lüfter ist extrem laut, in lauen Sommernächten ist der Wagen nicht zu laden, da alle davon wach werden...

Gruß
J.
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