Das Funktionsprinzip beruht auf Umwandlung und Speicherung der beim Bremsen auftretenden kinetischen Energie in elektrische Energie über einen Generator mittels Bremsenergie-Rekuperation. Beim Anfahren und Beschleunigen gibt der Energiespeicher seine zuvor gespeicherte Energie über einen Gleichstrom/Wechselstrom-Umrichter an den Generator ab, der jetzt als Elektromotor den Schienenbus antreibt. Je nach Lastanforderung durch den Triebzugführer wird rein elektrisch oder aus einer Kombination aus Diesel- und Elektromotor angefahren.
In Bahnhöfen oder auf innerstädtischen Strecken ist mit dieser Technologie ein geräusch- und
emissionsarmer Bahn-Betrieb möglich. Besonders wirtschaftlich ist diese Technik auf Nahverkehrsstrecken mit häufigem Bremsen und Beschleunigen (Stop and Go), da hier viele Lade- und Entladezyklen erfolgen. Damit soll der Kraftstoffverbrauch und der Kohlendioxidausstoß in Abhängigkeit vom Streckenprofil um bis zu 25 Prozent abgesenkt werden können.
Die Motor-/Generator-Einheit mit einer elektrischen Leistung von bis zu 400 kW wurde gemeinsam von MTU mit einem Systempartner entwickelt. Zusätzlich wurde in das Hybrid-PowerPack erstmalig eine SCR-Abgasnachbehandlung mit Harnstofftank - ein Prototyp zur Erfüllung der ab 2012 geltenden Abgasnormen für Non-Road-Dieselfahrzeuge der Stufe IIIB integriert. In dieser Kombination eignet sich das Hybrid-PowerPack auch zu Remotorisierung vorhandener Dieseltriebwagen.
(mp/wattgehtab.com)