Zwischenstand „One Tonne Life“: größtes Einsparpotential bei der Mobilität

Elektro-Mobilitätsprojekte

Zwischenstand „One Tonne Life“: größtes Einsparpotential bei der Mobilität Seit etwa drei Monaten lebt die Familie Lindell in Stockholm ihr „One Tonne Life“. Bisher konnte die schwedische Durchschnittsfamilie ihren jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von CO2-Emmissionen um 64 Prozent senken.

Das Ziel des Projektes ist es, den jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von CO2-Emmissionen drastisch zu senken. Dafür wurde eine schwedische Familie auserkoren, die in sechs Monaten versuchen soll, ihre Emissionen pro Jahr und Person auf eine Tonne zu reduzieren. Die erste Hälfte des Projektes ist jetzt vorbei und die Familienmitglieder haben es erreicht, den CO2-Fußabdruck von ursprünglich 7,3 Tonnen auf 2,6 Tonnen zu drücken.

Die vierköpfige Familie wohnt in einem eigens für das Projekt errichteten Plusenergiehaus, das dank dreischichtiger Wände, besonderer Niedrigenergie-Fenster und Türen und Sonnenkollektoren mehr Energie gewinnt, als die Familie benötigt. Doch nicht nur die direkt verursachten CO2-Emissionen werden beim „One Tonne Projekt“-Versuch berücksichtig , sondern auch die Emissionen, die bereits bei der Erzeugung der Güter und Dienstleistungen freigesetzt wurden, die Familie Lindell während der Projektdauer nutzt. Darum musste sich auch das Konsum- und Mobilitätsverhalten aller Familienmitglieder ändern, um das ehrgeizige Ziel von einer Tonne zu erreichen.

Erstaunlicherweise war die Umstellung bisher ganz einfach, sagt Mutter Alicia: „Bisher mussten wir keine großen Einschnitte bei unserem alltäglichen Lebensstil hinnehmen. Die moderne Technik erleichtert die Jagd nach dem CO2 sehr und macht dabei sogar Spaß. Die letzte Etappe, runter auf eine Tonne, wird da sicherlich schwieriger und eine viel größere Anpassung unseres Verhaltens erfordern.“

Zwischenstand „One Tonne Life“: größtes Einsparpotential bei der Mobilität Bei den Emissionen, die durch die Mobilität und den Stromverbrauch verursacht werden, konnte die Familie die größten Fortschritte verzeichnen. Der CO2-Ausstoß konnte bei der Mobilität um 93 Prozent reduziert werden. Der Volvo C30 Electric, den die Lindells während der Projektphase benutzen dürfen, hat dank des aus Wasserkraft erzeugten Stromes zum größten Teil zur Einsparung beigetragen, aber auch, dass die Familie den Ski-Urlaub mit dem Zug antrat, hat CO2 vermieden. Die Mobilitäts-Emissionen können noch weiter sinken, weil mit den steigenden Temperaturen auch mehr auf das Fahrrad zurückgegriffen wird.

Das Ziel zu erreichen, in den nächsten drei Monaten nun von 2,6 Tonnen auf nur eine Tonne Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 zu kommen, ist besonders schwierig, da die Familie bereits eine CO2-Grundlast von 900 Kilogramm mit sich herumträgt, die bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte, wie das Haus, die Solarzellen, das Auto, die Möbel und Kleidungsstücke angefallen ist. Dabei wird beispielsweise bei dem Haus eine Lebensdauer von 50 Jahren angenommen, die dann auf die Projektlaufzeit heruntergerochen wird. Den CO2-Fußabdruck des Volvo C30 Electric beziffert Volvo mit folgenden Werten: Die Herstellung ist demnach verantwortlich für 4164 kg CO2 (eine Recycling-Rate von 85% berücksichtigt). Alleine die Batterie wird für 1540 kg des CO2 verantwortlich gemacht, gleichzeitig können aber wegen des nicht vorhandenen Motors 688 kg eingespart werden.

„Wissenschaftler sagen meist, dass die Produktion keine große Rolle spielt. Doch für uns gilt das nicht, da das Haus, das Auto und die Elektrogeräte äußerst energieeffizient arbeiten und dadurch die meisten Emission bei der Herstellung verursachen“, sagt Nils Lindell und fügt hinzu: „Es wird sehr schwierig mit diesem „CO2-Rucksack“ von 900 kg das Ziel von einer Tonne zu erreichen, aber wir werden unser Bestes geben. Unser Know-How und unsere Motivation wachsen von Tag zu Tag!

(mk/wattgehtab.com)

 


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