Siemens zeigte auf der UITP-Fachmesse in Dubai das Konzept „Complete mobility“

Elektro-Mobilitätsprojekte

Siemens zeigte auf der UITP-Fachmesse in Dubai das Konzept „Complete mobility“ (Bildmaterial: Siemens) Siemens Mobility zeigte auf der UITP-Fachmesse 2011 in Dubai neue Produkte und Lösungen für den Nahverkehr. „Boosting public transport: Action“ lautet das diesjährige Motto der internationalen Fachmesse. Für die Siemens-Division Mobility geht es aber um mehr als die Schiene. Präsentiert werden auch Systeme für den Individualverkehr auf der Straße. Bei seinem Konzept „Complete mobility“ geht es Siemens darum, verschiedene Verkehrssysteme sinnvoll miteinander vernetzen, um Menschen und Güter schnell, sicher und umweltfreundlich zu transportieren.

„Leistungsfähige Nahverkehrs- und Verkehrsmanagementsysteme sind der Schlüssel, um die Herausforderungen unserer Zeit, wie beispielsweise die Reduktion von Treibhausgasen und Staus, bewältigen zu können. Elektrisch betriebene Verkehrsmittel wie U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse, reduzieren den Energieverbrauch und schonen die Umwelt. Siemens davon überzeugt, dass der städtische Verkehr im Wesentlichen von Elektromobilität geprägt sein wird“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens-Division Mobility.

Die zunehmende Urbanisierung und der damit verbundene wachsende Verkehr in den Städten sowie die steigenden Anforderungen an den Klimaschutz führen in den nächsten Jahren zu einem stark wachsenden Bedarf an umweltfreundlichen Mobilitätslösungen. Mehr als fünf Billionen Euro werden die großen Städte weltweit bis zum Jahr 2035 in ihre Straßen- und Schienennetze investieren, so eine Studie der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Für den weltweiten Metromarkt prognostiziert der Verband der europäischen Eisenbahnindustrie Unife ein jährliches Wachstum bis 2016 von vier Prozent bei einem Volumen von derzeit rund fünf Milliarden Euro für Fahrzeuge. Auch für die Golfregion wird ein boomendes Wachstum prognostiziert: Der zugängliche Markt in Afrika und im Mittleren Osten wird bis 2016 um rund 4,5 Prozent pro Jahr wachsen.

Das Highlight des Siemens-Messeauftritts in Dubai bildete das neue Nahverkehrsfahrzeug Inspiro. Erstmals zeigte Siemens ein Modell der neuen U-Bahn, bei dessen Entwicklung sehr großer Wert auf Umweltfreundlichkeit gelegt wird.

Das moderne und futuristische Design des Inspiro wurde mit der renommierten Agentur BMW Designworks USA realisiert. Die Fahrzeuge erfüllen die neuen europäischen Brandschutz- und Crash-Anforderungen und haben eine Recyclingquote von über 95 Prozent. Ein zusätzlicher Vorteil ist der weitgehende Einsatz von standardisierten, erprobten und bewährten Komponenten mit niedrigen Ausfallraten, was sich letztendlich auch durch geringere Wartungs- und Reparaturkosten für den Gesamtzug auswirkt.

Erstmals auf einer UITP-Messe zeigte Siemens auch das Konzept für einen vollelektrischen Omnibus. Das noch in der Entwicklung befindliche System Electric Bus Rapid Transit, kurz „e-BRT“, wird ohne Oberleitungen auskommen. Es integriert Hochleistungsspeicher und eine intelligente Lade-, Energie-, Rückgewinnungs- und Energie-Management-Technologie. Dafür sollen die Busse mit besonders effizienten Energiespeichern ausgestattet werden. An jeder Haltestelle lädt das „e-BRT“-Fahrzeug die Energie, die es braucht, um bis zur nächsten Haltestelle zu gelangen. Ermöglicht wird dies durch eine Aufladezeit von nur 20 Sekunden. Diese Zeitspanne ist kürzer als die Zeit, die die Fahrgäste normalerweise zum Ein- uns Aussteigen benötigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bussen wird die Bremsenergie durch die elektrischen Fahrmotoren in Energie umgewandelt und ebenfalls in den Hochleistungsspeichern gespeichert.

Das „e-BRT“ ist als Null-Emissionen-System konzipiert. Die Energieausbeute soll etwa zweimal so hoch wie bei thermischen oder hybriden Lösungen sein. Die Siemens-Lösung umfasst auch ein voll ausgestattetes Depot zur Wartung der Fahrzeuge sowie die Haltestellen mit Ladestationen. Die Stationen verfügen über ein intelligentes Energie-Management und steuern die Elektrobusse beim Anfahren an die Haltestelle. So wird sowohl ein präziser Kontakt zum Ladesystem als auch das einfache Einsteigen der Fahrgäste auf Niederflur-Ebene erreicht.

(mk/wattgehtab.com)


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