Der Münchner Autobauer BMW will auf Basis seines Kleinwagens Mini den Bau von Elektroautos prüfen und bereitet einen technischen Feldversuch vor. In den kommenden Monaten werde das Unternehmen im Mini-Werk im englischen Oxford mehrere hundert Fahrzeuge bauen, die anschließend in München mit Elektroantrieben ausgerüstet werden.
"Wir wollen langfristig dem Kunden Elektrofahrzeuge anbieten", sagte ein Mini-Sprecher zu Dow Jones Newswires. "Mit diesem Schritt möchte die BMW Group erste Erkenntnisse gewinnen, wie die Mobilität auf Grundlage rein elektrisch betriebener Fahrzeuge effizient gestaltbar ist", erklärte BMW-Chef Norbert Reithofer.
Dieser Vorstoß sei Teil der BMW-Arbeitsgruppe "Project i", welche weltweit neue Fahrzeugkonzepte mit geringen Emissionswerten entwickeln soll. Die Versuchsreihen mit dem Elektroantrieb sollen in den nächsten 12 bis 18 Monaten zur Verbesserung der Technologie beitragen. Die Entscheidung für die Markteinführung der Elektrofahrzeuge und Einzelheiten zum Antriebskonzept wird BMW Ende des Jahres bekanntgeben.
Die Zeitschrift "Automotive News" hatte berichtet, BMW wolle insgesamt 500 Elektro-Minis fertigen. 490 von ihnen sollen demnach an Kunden in Kalifornien gehen, zehn als Vorführwagen dienen. Um die Umweltauflagen in dem US-Bundesstaat zu erfüllen, müssen die Autokonzerne künftig neben ihren herkömmlichen Fahrzeugen auch Null-Emissions-Fahrzeuge zum Verkauf anbieten. Zu diesem Zweck arbeiten derzeit auch viele andere Hersteller fieberhaft an der Entwicklung von Elektroautos.(Quelle und Bildmaterial: BMW)