BMW, Siemens und die Stadtwerke München (SWM) haben eine Zusammenarbeit zur Erprobung von Elektrofahrzeugen und für den Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur in der bayerischen Landeshauptstadt vereinbart. München ist dabei eine von acht Modellregionen für Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums.
Für die neue Generation der Ladeinfrastruktur in München liefert Siemens die Technologie und die SWM den "grünen" Strom. BMW wird in einem ersten Schritt ihre seit Mai 2009 in München eingesetzte Flotte von 15 Mini E auf mindestens 40 vergrössern. Interessierte Kunden können sich im Frühjahr 2010 für die Nutzung bewerben, die ersten Mini E werden im September übergeben.
Siemens will das ganze Know-how des Konzerns einbringen und möchte dabei einen neuen Massstab beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen setzen. Mit der Entwicklung von Schnellladesystemen sollen die Ladezeiten so kurz werden, dass Elektrofahrzeuge auch für neue Nutzergruppen interessant werden und der Einsatz auf längeren Strecken möglich wird.
BMW wird mit der Aufstockung der Elektro-Mini-Flotte auf mindestens 40 Fahrzeuge weitere Erkenntnisse zur Nutzung von Elektrofahrzeugen in Kundenhand gewinnen. Die Erfahrungen fliessen direkt in die Entwicklung des zukünftigen Megacity Vehicle ein, welches in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts unter einer Sub-Marke von BMW auf den Markt kommen wird.
Die SWM als Energieversorger werden den Aufbau und Betrieb einer für alle zugänglichen Ladeinfrastruktur ermöglichen. Binnen Jahresfrist werden sie 100 Ökostrom-Ladestationen im Stadtgebiet errichten. Der Ausbau der Infrastruktur erfolgt bedarfsgerecht in enger Abstimmung mit den Nutzern der E-Fahrzeuge. Geplant sind öffentlich zugängliche Ladestationen, etwa an Strassen oder Parkplätzen, Strom-Zapfsäulen für Firmenfuhrparks sowie Heimladestationen. Die SWM werden darüber hinaus Elektrofahrzeuge für den eigenen Firmenfuhrpark beschaffen.
(mp/wattgehtab.com)