Better Place eröffnet Kundenzentrum in Kopenhagen und gibt Tarife bekannt

Elektro-Mobilitätsprojekte

Better Place eröffnet Kundenzentrum in Kopenhagen und gibt Tarife bekannt Vergangene Woche war es soweit - Better Place eröffnete zusammen mit dem Partner Renault sein Besucherzentrum in Kopenhagen und gab die Preise für die Mobilitätspakete bekannt. Die Mobilitätspakete erfüllen zu Beginn jedoch nur einen Teil der Better Place-Strategie.

Der Renault Fluence Z.E. in der „Prime Time“-Ausführung wird im vierten Quartal dieses Jahres für die dänischen Kunden zu einem Brutto-Preis von 205.000 DKK (€27.496) erhältlich sein, zu dem Better Place fünf verschiedene Pauschalpakete anbieten wird, deren Preis sich an den gefahrenen Kilometern orientiert.

Renault Fluence Z.E. (Bildmaterial: Renault)Der serienmäßige Lieferumfang der „Prime Time“-Edition umfasst Komfortelemente wie Klimaautomatik, Navigationssystem, CD-Radio, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Aluminiumräder, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und elektrisch einstellbare Außenspiegel. Hinzu kommt der Bordcomputer, der über den Ladestatus des Lithium-Ionen-Akkus informiert.

Nutzer, die pro Jahr mehr als 40.000 Kilometer zurücklegen, erhalten für monatlich 2.995 DKK (€399) eine Flatrate, mit der sie an allen Better Place-Ladesäulen und Wechselstationen neue Energie für ihr Elektroauto beziehen können. Für alle die weniger als 20.000 Kilometer fahren werden, nennt Better Place Raten von 1.895 DKK (€249) und bei einer Jahresleistung von höchstens 10.000 Kilometern 1.495 DKK (€199). Zusätzlich fällt eine einmalige Gebühr für die Installation einer Ladestation für Zuhause in Höhe von 9.995 DKK (€1.341) an.

Die Paketpreise beinhalten das kostenfreie Aufladen an Better Place-Ladesäulen und die Benutzung der Batteriewechselstationen, an denen eine leere Fahrzeug-Batterie im sogenannten Quickdrop-Verfahren innerhalb von wenigen Minuten gegen eine geladene ausgetauscht werden kann. Die Stationen sollen es dem Fahrer ermöglichen Strecken zu fahren, die über die für den Fluence ermittelte Reichweite von 185 km (im NEDC) pro Batterieladung hinaus gehen. Insgesamt sollen in Dänemark 24 dieser Wechselstationen errichtet werden, davon 15 noch in diesem Jahr.

Dabei sind die Wechselstation nur einen kleiner Baustein der Better Place-Strategie, denn traut man den Studien, dass 80% der Europäer nicht mehr als 60 Kilometer pro Tag mit dem Auto zurück legen, dürften die meisten Elektroautofahrer die Wechselstationen wohl niemals von innen sehen. Vielmehr hieß es bisher immer, Better Place wolle Mobilitätspakete anbieten, bei denen ein Kilometerguthaben auch für andere Verkehrsmittel verwendet werden kann. Diese Quernutzung bieten die jetzt vorgestellten Pakete noch nicht.

Seit Oktober 2009 arbeiten Better Place und die dänische Bahn DSB jedoch zusammen an modernen Mobilitätslösungen. Pünktlich zu den dänischen Sommerferien soll es dazu an den Bahnöfen in Aarhus und Kopenhagen ein Carsharing-Angebot mit Elektroautos geben. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Renault Fluence-Fahrzeugen, werden voraussichtlich Citroen C-Zero zum Einsatz kommen.

DONG Energy unterstützt Better Place bei der Implementierung der Infrastruktur und wird als Vorzugslieferant die erneuerbare Energie für den Betrieb des Netzwerks liefern.

(mk/wattgehtab.com)


Kommentare 

 
-1 #8 2011-03-15 14:47
Soweit ich informiert bin ist auch Better Place eine Firma die, wenn auch mit guten Grndsätzen, Kohle verdienen will und muss. Ich stelle mal die Frage nach Monopolismus in den Raum ^^
Ist es erstrebenswert, innerhalb einer Region, eine Infrastruktur aufzubauen die nicht alle Systeme bedient? Haben ähnliche Szenarien nicht gezeigt das ohne Wettbewerb die Preise gemacht werden wies halt eben passt?

Ich finde die BP Sache nicht schlecht aber aufpassen muss man da wie überall.
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0 #7 2011-03-14 21:54
Ich wage zu bezweifeln, dass man innerhalb der kommenden 10 Jahre eine komplette und kostspielige Infrastruktur seitens Better Place aufbaut und 2020 sagt, ok, wir lassen das jetzt mal.
Letztendlich muss auch BP wirtschaftlich denken. Meiner Meinung nach bringt ein Konzept, wie das von Qcharge: http://www.q-charge.de mehr. Man schafft ein europaweites Netz an Ladestationen, dem sich dann alle anschließen können.
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0 #6 2011-03-14 15:23
Ihr müsst bei dem ganzen Konzept von BP bedenken, dass es nur deren Ziel ist, die Welt besser zu machen bis 2020 und dies amchen Sie nun jetzt mittels deren Mobilitätskonze pt mit der Wechselstation. Sie haben selber gesagt, dass es nach 2020 ruhig eine andere Lösung geben kann, die evtl. besser ist als die des Austauschens, die man dann weiter verfolgen kann.
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0 #5 2011-03-13 16:08
zitiere Markus F.:
Mal eben so einen Teil meines Autos auszutauschen, ist für die meisten sicherlich auch befremdlich. Man weiß auch nicht in welchem Zustand die neue Batterie ist.


Hierbei ist aber zu bedenken, dass das Better Place Konzept klar vorsieht, dass die Batterie kein Teil des Autos ist. Kauft man sich ein Renault Elektrofahrzeug ist das immer ohne Batterie. Die Batterie wird von Renault oder Better Place geleased. Damit sind auch die entsprechenden geringen (angegebenen) Fahrzeugkosten der Renault-Elektroflotte im Vergleich zu den Preisen anderer Herstellern zu erklären.
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0 #4 2011-03-11 12:14
Um sein Auto schnell zu laden, gibt es auch Schnelladestati onen. Die schaffen zwar keine 5 Minuten, aber an einer Raststelle kann man dort innerhalb einer halben Stunde voll auftanken.
Allerdings sind lange Strecken tatsächlich noch ein Problem für Elektrofahrzeug e, hier muss die Batterietechnol ogie allgemein foranschreiten. Und hier liegt das Hemmnis bei Better Place. Sämtliche Batterien müssten Herstellerüberg reifend gleich sein, damit sie ausgetauscht werden könnten. Damit bliebe die Vielfalt auf der Strecke.


Zitat:
Somit verkauft sich ein E-Auto mit Wechselfähiger Batterie bestimmt besser als ein Auto mit fest verbauter Batterie.

Ich glaube auch hier spielt Psychologie eine große Rolle. Mal eben so einen Teil meines Autos auszutauschen, ist für die meisten sicherlich auch befremdlich. Man weiß auch nicht in welchem Zustand die neue Batterie ist. Hier muss sicherlich abgewartet werden, wie sich Better Place anstellt.
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0 #3 2011-03-10 17:01
Zitat:
Damit hat Better Place sein Konzept von Wechselladestat ion selbst ad absurdum geführt.


Das sehe ich nicht so. Betterplace weiß denke ich genau, warum sie die Wechselstatione n aufbauen. Es wurde schon oft von ihrer Seite erwähnt das sie eine Lösung bieten möchten die volle Mobilität garantiert, wozu eben ein "auftanken" innerhalb weniger Minuten für längere Strecken dazugehört.
Weiterhin muss bedacht werden, das diese Wechselstatione n auch neuen Kunden außerhalb der "E-Mobility"-Szene eine gewisse Sicherheit verleiht.
Man kann... wenn man will... auch wenn man es vermutlich nie macht.
Entscheidungen zum Autokauf werden nicht nach Logik getroffen. SUVs verkaufen sich prächtigt obwohl niemand damit im Gelände fährt. Aber die Idee das man es könnte zählt eine Menge.
Somit verkauft sich ein E-Auto mit Wechselfähiger Batterie bestimmt besser als ein Auto mit fest verbauter Batterie.
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0 #2 Marc Kudling 2011-03-10 11:41
zitiere Werner:
Ist es möglich, dass sich hier ein Zahlendreher in den Artikel eingeschlichen hat?
Ja, danke für den Hinweis.

zitiere Werner:
Zusammengefasst heißt das im Grunde: die Ladestation zuhause genügt vollkommen. Damit hat Better Place sein Konzept von Wechselladestat ion selbst ad absurdum geführt.
Ob eine Öffentliche Infrastruktur sinnvoll ist oder nicht, möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren, aber ich denke, dass Better Place Mobilität für jedermann anbieten möchte und es gibt sicherlich einige Anwendungsfälle für Wechselstatione n. Ich finde es nur schade, dass Better Place ihr Gesamtkonzept nicht schon jetzt zu Beginn realisieren (können?). So oder so, ist es aber schon bemerkenswert, was Better Place da aufzieht.
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0 #1 2011-03-10 11:09
Ist es möglich, dass sich hier ein Zahlendreher in den Artikel eingeschlichen hat? Ansonsten zahlt man 199€ wenn man weniger als 20.000 Kilometer fährt und 249€ (also 50€ mehr), wenn man weniger als 10.000 Kilometer Jahresleistung hat.

Es ist jedoch erstaunlich, wie selbst Better Place noch nicht 100 prozentig von seinem Konzept überzeugt zu sein scheint.

1. bekommt jeder Kunde eine Ladestation führ zuhause. Geht man von der üblichen Fahrleistung aus, sind die Better Place Wechselstatione n damit in mehr als 90% der Nutzung überfällig.
2. möchte man zusätzlich Mobilitätspaket e anbieten, damit die Kilometer anderweitig genutzt werden können. Weiß man also schon jetzt, dass die meisten Kunden die Wechselstatione n kaum nutzen?

Zusammengefasst heißt das im Grunde: die Ladestation zuhause genügt vollkommen. Damit hat Better Place sein Konzept von Wechselladestat ion selbst ad absurdum geführt.
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